AKTUELL / CURRENT

NASRIN ABU BAKER

Heimspiel-Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2022

September bis November 2022

OPEN STUDIO: 

26. & 27. November 2022,
12 bis 18 Uhr
Eröffnung: Freitag, 25. November 2022, 19 Uhr

Nasrin Abu Baker wird als zweite Heimspiel-Stipendiatin dieses Jahr für drei Monate in unseren Studio an eigenen Projekten arbeiten. Die Künstlerin ist seit 2021 Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und arbeitet zwischen Deutschland und Israel. In ihren Installationen, Gemälden und Videoarbeiten vermischt sie kulturelle Einflüsse des Westens und des Nahen Ostens. Ihre Werke befassen sich mit der Stellung der Frau in der arabischen Gesellschaft, mit Geschlechterfragen und Feminismus sowie mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt.

Zum Rundgang der SpinnereiGalerien wird Nasrin Abu Baker am 17. & 18. September 2022 im Studio 7 eine Auswahl ihrer Gemälde, Installationen und Objekte präsentieren, für die sie industrielle Materialien wie Zement und Textilien verwendet hat.

Vom 25. bis 27. November 2022 öffnet Nasrin Abu Baker ihr Studio. Die Künstlerin präsentiert eine Auswahl ihrer Werke und gibt Einblicke in ihre Arbeitsweise. 

RAMIN RAHMAN

Oktober 2022 bis März 2023

Ramin Rahman entdeckte während seines Politikwissenschaftsstudiums in Kabul seine Leidenschaft für die Fotografie. Er begann sich als Autodidakt mit Straßenfotografie zu beschäftigen, da es ihn reizte, Menschen zu porträtieren und einzigartige Momente des täglichen Lebens einzufangen. Für seine Arbeit gewann er 2019 den 1. Platz beim Wettbewerb für Straßenfotografie am Institut Français d'Afghanistan (IFA) in Kabul.

Bis zur Machtübernahme der Taliban Mitte August 2021 arbeitete Rahman als Fotograf für die deutsche Presseagentur dpa. Als die Taliban Kabul angriffen, konnte er im Rahmen der Evakuierung der deutschen Ortskräfte nach Deutschland gelangen. Dieser Moment des Umsturzes und der Ungewissheit hat nicht nur seine Arbeit geprägt. Auf der Flucht hielt er mit dem Handy die Szenen der Angst und Vertreibung am Kabuler Flughafen fest. Seine Bilder gingen über die BBC und den Guardian um die Welt.

Während seines Stipendiums wird Ramin Rahman sein nach der Vertreibung gerettetes Material sichten und an einer vergleichenden Fotoserie des Straßenlebens in Kabul und Leipzig aus Sicht eines außenstehenden Beobachters arbeiten.

Das Stipendium ist gefördert durch die Martin Roth-Initiative