VERANSTALTUNGEN

Im Umbruch. Go. Stay. Dance.

17. Mai 2022, 19 Uhr

weitere Termine und Ticketinformationen finden Sie auf www.luru-kino.de

Eintritt: 7 €, ermäßigt 6 €

Ort: Luru Kino, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig

Erstaufführung in Leipzig und anschließendes Gespräch mit der Regisseurin Barbara Lubich und den Tänzerinnen Fine Kwiatkowski und Daniela Lehmann

Fine Kwiatkowski, Daniela Lehmann und Cindy Hammer – drei Frauen in Bewegung. Gehen. Bleiben. Tanzen. „Im Umbruch. Go. Stay. Dance“ (2022, 76 min) ist die filmische Begegnung mit drei Künstlerinnen aus drei Jahrgängen. Zwischen Alltag und Aufbruch, freier Kunst und Kulturbetrieb erzählen die Frauen über ihre Erlebnisse, was sich verändert und was bleibt.

Für Regisseurin Barbara Lubich begann ihr Film mit einer Forschungsarbeit zum subversiven Tanz in der DDR. In ihren Zeitzeugengesprächen kam immer wieder die Rede auf eine besondere Tänzerin: Fine Kwiatkowski galt in den Achtzigern als extrem, experimentierfreudig, provokativ und unangepasst. Für Szene und Publikum diente sie zugleich als Projektionsfläche für politisches Aufbegehren. Die Filmemacherin begleitet anhand von Archivmaterial und aktuellen Aufnahmen diese Ausnahmetänzerin, die von sich selber sagt, sie lebe immer im Jetzt. Mit Daniela Lehmann, Jahrgang 1979, und Cindy Hammer, Jahrgang 1989, kamen zwei weitere Protagonistinnen in den Film. Beide sind ebenfalls Tänzerinnen, wurden in der DDR geboren und leben jede eigensinnig ihre Idee vom Tanzen zwischen Improvisation, Ballett und Streetdance.

Eine Gesellschaft im Umbruch. So lautet die Diagnose unserer Zeit und es ist schnell dahin gesagt. Doch wie fühlt sich ein gesellschaftlicher Umbruch an? Wie können Künste darauf reagieren, wie die Künstlerinnen und Künstler selbst mit ihren eigenen (Um-)Brüchen?

Eine Veranstaltung der HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Kooperation mit dem Luru Kino.

Weitere Informationen unter www.hechtfilm.de

 

UNE ROSE OUVERTE /WARDA

Mittwoch, 25. Mai 2022, 19 Uhr

Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit dem Filmemacher Ghassan Salhab aus Beirut und der Kuratorin Clementine Butler-Gallie

Der Film „Une Rose Ouverte / Warda“ (72 min) entstand 2019 während Ghassan Salhabs Aufenthalts in Berlin und bezieht sich in seiner essayistischen Erzählweise auf Rosa Luxemburgs letzte Briefe aus dem Gefängnis. In einem ihrer letzten Briefe schrieb Rosa Luxemburg „Und ich lächle im Dunkeln dem Leben,....“ „Une Rose Ouverte / Warda“ würdigt diese Wendung durch eine sich überlagernde visuelle und akustische Erfahrung.

 

WE ALL GOT THE JUICE

Samstag, 28. Mai 2022, 11 bis 18 Uhr

von Constanze Kresta und Johanna Bender, mit Claire Terrien, Nele Klauke, Studio Papaya, Katharina Stefanek, Theresa Groß, Bineta Hansen und den Stimmen von über hundert Menstruierenden

Zum Weltmenstruationstag werden in unserem Besucherzentrum Sound-Installationen in Objekten zu sehen sein. Im Vorfeld wurden Menstruierende aufgerufen, Erlebnisse und Anektoden zum Zyklus als Sprachnachrichten an die Künstlerinnen Constanze Kresta und Johanna Bender einzureichen. Zusammengekommen sind über einhundert Geschichten und musikalische Interpretationen zur Menstruation. Aus acht Kunstwerken werden diese Stimmen leise ertönen und ermöglichen so eine intime Begegnung zu diesem Thema.

„We all got the juice“ hinterfragt die Art und Weise wie in heutigen Gesellschaften über den Zyklus geredet und geschwiegen wird. Die Installationen brechen mit der Tabuisierung des Dialogs und bieten einen einzigartigen Raum für Verständigung und Gemeinsamkeiten.

Interview mit Constanze Kresta

 

KONTAKT. CYANOTYPIEN

Neuer Termin: Samstag, 11. Juni 2022, 16 Uhr

Buchpräsentation und Performance von Klara Meinhardt (Künstlerin, Leipzig) im Gespräch mit Christian Doege (Grafiker, Leipzig), moderiert von Elena Strempek (Leiterin der Kunstbibliothek HALLE 14)

Das Markenzeichen der 1987 geborenen Leipziger Künstlerin Klara Meinhardt ist das Berliner Blau, welches entsteht, wenn man Papier oder Leinwand mit bestimmten Chemikalien versetzt und dann belichtet. Dieses fotografische Kontaktverfahren nennt man Cyanotypie, welches im Laufe der Fotografiegeschichte hauptsächlich bei Architekturzeichnungen („Blaupause“) und in der Botanik als Abbildverfahren von Pflanzen zum Einsatz kam. Auf Meinhardts belichteten Leinwände schichten sich architektonische Linienführungen mit Formen aus der Natur – alles in dem charakteristischen Blau der Cyanotypie. Die Künstlerin, welche Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig war und seit 2015 ihr Atelier in der HALLE 14 hat, geht noch einen Schritt weiter: Sie fertigt aus den Leinwänden skulpturale Kleidungsstücke an, die als Kunstobjekte im Galerieraum oder getragen von Performer*innen ein Eigenleben entwickeln.

Klara Meinhardt stellt ihren neuen Katalog „KONTAKT. CYANOTYPIEN“ im Gespräch mit der Kuratorin und Autorin Hannah Beck-Mannagetta vor. Der Katalog ist ganz im Sinne der Cyanotypie in der Sonderfarbe Blau gedruckt. Im Gespräch zeigt Klara Meinhardt auch wie sie gemeinsam mit dem Grafiker Christian Doege, wie ihre künstlerischen Ansätze in die Gestaltung des Buches übertragen hat. Parallel wird die erste öffentliche Performance der Künstlerin zu sehen sein.

Der Katalog wurde gefördert durch

    

CLOUDMEETING

Neuer Termin: Freitag, 15. Juli 2022, 19 Uhr

E-Book-Release und Gespräch mit Louise Walleneit (Künstlerin, Leipzig), Dr. Barbara John (Kuratorin & Kunsthistorikerin, Leipzig) und Maria Meyer (MMKoehn-Verlag, Leipzig)

In der interaktiven Rauminstallation „cloudmeeting“ geht es der Medienkünstlerin Louise Walleneit um die Transformation von Körpersprache durch digitale Kommunikation. Der Raum ist mit Sensoren ausgestattet, welche die Bewegungen und Berührungen innerhalb des Raumes und mit den textilen Membranen registrieren und diese in Sounds übersetzen. Die Sounds beeinflussen wiederum die Personen im Raum. Dieser „physische Chatroom“ übersetzt Körpersprache und Sinnlichkeit in eine Art Code und hinterlässt einen hörbaren klanglichen Abdruck.

Gemeinsam mit Performer:innen, Besucher:innen und dem Soundkünstler Olli Holland geht Louise Walleneit der Frage nach Übersetzbarkeit von sinnlichen Erfahrungen in und mit dem digitalen Raum nach. „cloudmeeting“ ist ein Forschungsprojekt, das die Künstlerin im Rahmen des PhD-Programms an der Bauhaus-Universität Weimar verfolgt. Die Publikation „cloudmeeting“ ist im Dezember 2021 im MMKoehn Verlag als Broschüre erschienen und wird nun als E-Book mit audiovisuellen Beiträgen veröffentlicht.

Die Künstlerin stellt das E-Book in der Kunstbibliothek der HALLE 14 in einem Gespräch mit der Kuratorin und Kunsthistorikerin Dr. Babara John und Maria Meyer vom MMKoehn-Verlag vor. Das Gespräch wird von Elena Strempek, Leiterin der Kunstbibliothek, moderiert. Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Schutzregelungen.

 

Eine Produktion von Louise Walleneit in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER im Rahmen von X SPINDELN gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.