Was macht ein Fotobuch aus, wenn das Papier fehlt? Die Ausstellung „Fragile Volumes“ stellt das klassische Material des Mediums radikal in Frage und untersucht, wie Fotografie und Buchform jenseits des Gewohnten erfahrbar werden. Ein Ausgangspunkt ist unter anderem Loh Xiang Yuns Projekt „Organised Scenery“, das mit auf Chiffon gedruckten, durchscheinenden Bildern die fragile Grenze zwischen Natur und urbanem Raum sichtbar macht. Solche experimentellen Ansätze eröffnen neue Perspektiven auf das Fotobuch als künstlerisches Medium: zwischen Taktilem und Immateriellem, zwischen Rauminstallation und Buchobjekt, zwischen Fotografie und Skulptur. „Fragile Volumes“ versteht das Fotobuch nicht nur als Träger von Bildern, sondern als offenen Möglichkeitsraum, der sich gerade in seiner Fragilität immer wieder neu erfindet.
Kuratiert von Jenny Starick (Leitung Kunstbibliothek & Service für Besucher:innen der HALLE 14).