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AKTUELLE AUSSTELLUNG

BIG D@T@! BIG MON€Y!

26. September bis 5. Dezember 2020 

Führungen auf Anfrage unter kunstvermittlungØhalle14.org 

Francis Hunger, Falk Messerschmidt, Joana Moll, Gerald Nestler, RYBN.ORG, Suzanne Treister, Varvara & Mar

Stipendiat*innen: Yonlay Cabrera, Magali Desbazeille

Die smarten und kostenfreien Onlinedienste aus dem Silicon Valley sind darauf programmiert, Daten zu sammeln. Aus deren Akkumulation erwächst uns ein Datenschatten, der Auskunft über unsere gelebten Interessen und geheimen Vorlieben gibt. Unser »digitaler Zwilling« prognostiziert unser zukünftiges Handeln. Big-Data-Farmen berechnen unsere Wünsche, bevor sie uns selbst bewusst werden. Durch die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags, durch unsere digitalen Spuren im Internet und Kryptowährungen beginnen bereits heute, Persönlichkeitsprofile und Geld zu verschmelzen. Diese Entwicklung wird unsere Welt grundlegend verändern. Es stellt sich unter anderem die Frage, ob sich diese Potentiale als eine geldlose, freie Gesellschaft oder als digitaler Kontrollstaat verwirklichen. 

Acht Künstlerinnen, Künstler und Kunstkollektive präsentieren sich mit Arbeiten, die sich mit der Ökonomie der Daten- und Finanzindustrie auseinandersetzen. Dabei werden unter anderem Themen wie der virtuelle Handel mit personenbezogen Daten angesprochen, die Komplexität der digitalen Finanzmärkte spielerisch thematisiert und die Problematik der Überwachung in der digitalen Welt behandelt. 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite unter Ausstellungen

Gefördert durch

 

 

Mit der freundlichen Unterstützung des Bureau des arts plastiques des Institut français und des französischen Kulturministeriums sowie des Österreichischen Kulturforums Berlin.

NEUE AUSSTELLUNG

BACK & FORTH 

18. Oktober bis 22. November 2020 

Lucia Graf, Geeske Janßen, Ronny Bulik

In der Ausstellung präsentieren Lucia Graf und Geeske Janßen, die letztjährigen Stipendiatinnen des Austauschprogramms der HALLE 14 und des Literaturmagazins Edit mit dem Goethe-Institut Thessaloniki, die Ergebnisse ihres Aufenthalts gemeinsam mit Ronny Bulik.

Die drei Wahl-Leipziger*innen arbeiteten vergangenes Jahr zeitgleich im Goethe-Institut in Thessaloniki, wo die Idee zur Ausstellung entstand. Grundlage war das Interesse die drei sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen und Themenfelder, die jedoch alle den selben Ort als Ausgangspunkt haben, in einer Präsentation nebeneinander zu stellen. Graf und Janßen haben sich vor Ort intensiv mit der Lage des durch Krisen und Modernisierung geprägten Griechenlands beschäftigt. Interessanterweise lag jedoch für beide der Fokus auf Praktiken, die eher einen Bezug zur Vergangenheit des Ortes haben und im Spannungsfeld der Modernisierung eine neue Dynamik entwickeln. 

Lucia Graf beschäftigte sich während ihres Aufenthalts mit der Praxis des Kaffeesatzlesens. Dafür besuchte sie spezielle Coffeeshops und eine Wahrsagerin in ihrem Zuhause. Diese Erfahrungen und wie die Zeichen aus dem Kaffeesatz für das Leben gedeutet werden, beschreibt sie in ihrem fiktionalen Bericht „One Coffee, One Destiny (Das Leben in der Tasse)“. 

Geeske Janßen hingegen setzte sich mit dem traditionellen Handwerk der Fischerei in der Region um Thessaloniki auseinander. Dafür fuhr sie mit einem Fischer und seinem Sohn in einem kleinen Fischerboot auf das offene Meer, erlebte die kirchliche Segnung der Fischereisaison und besuchte nachts Auktionshallen. Die gesammelten Eindrücke und Erkenntnisse präsentiert sie in der Videoinstallation „heritage“ sowie in einer dreiteiligen Fotoserie. 

Daneben steht die Arbeit von Ronny Bulik in Form einer modularen Fotoinstallation, in der er sich mit dem Spannungsfeld verschiedener Kunstformen auseinandersetzt. Die Bilder beinhalten skulpturhafte Elemente, die je nach Anordnung eine variierende rhythmische Dynamik entwickeln. 

 

Eine Kooperation mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und dem Literaturmagazin Edit

Gefördert durch das Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig

VIDEO SCREENING

JEREMY DELLER: PUTIN’S HAPPY 

Als Teil von: COMPLEX STATES – ART IN THE YEAR OF BREXIT 

28. Oktober bis 31. Dezember 2020 

Kuratiert von Vassiliki Tzanakou & Catherine Harrington

Ende 2020 ist es soweit: Großbritannien wird die EU verlassen. Die Geschehnisse rund um den Brexit haben international für Aufregung gesorgt und nicht nur in Großbritannien die Debatten über Staatsangehörigkeit, Nationalität, Migration, Globalisierung und die Berichterstattung der Medien angeheizt. Zahlreiche Künstler*innen haben sich mit dem Thema befasst und Position bezogen. Vassiliki Tzanakou und Catherine Harrington organisieren aus diesem Anlass die dezentrale, grenzüberschreitende Ausstellung „COMPLEX STATES“ mit verschiedene Kunstwerken an unterschiedlichen Kunstorten in Europa, die eine kritische und zum Teil auch spielerische Auseinandersetzung mit dem Brexit liefern. 

Als Teil des Ausstellungsprojekts präsentiert die HALLE 14 die Videoarbeit „Putin’s Happy“ des britischen Künstlers Jeremy Deller. Dafür dokumentierte der Künstler im Frühjahr 2019 die Proteste vor dem britischen Parlament, wo sowohl Brexit-Beführworter*innen als auch Pro-EU-Aktivist*innen ihrem Unmut Ausdruck verliehen. Dabei zeigen kurze Interviews mit Personen beider Lager die tiefe Spaltung der Gesellschaft, ein Misstrauen gegenüber Politiker*innen und den Medien sowie die Radikalität der Sprache. 

Weitere Informationen zum Ausstellungsprojekt folgen in Kürze unter www.complexstates.art

STUDIOPROGRAMM

AIKATERINI GEGISIAN 

Aktuelle Stipendiatin aus Thessaloniki

Oktober bis November 2020 

Die griechische Künstlerin Aikaterini Gegisian ist die zweite Stipendiatin, die im Rahmen des diesjährigen Austauschs zwischen den Partnerstädten Thessaloniki und Leipzig in der HALLE 14 arbeitet. 

Die bildende Künstlerin arbeitet hauptsächlich mit Foto- und Filmmaterial, das sie aus alten Zeitschriften, Büchern und Archiven entnimmt und zu Collagen und Installationen weiterverarbeitet. Sie selbst bezeichnet ihre Arbeitsweise als erweiterte Collagepraxis. Dabei bringt sie mit ihren Arbeiten Phänomene aus unterschiedlichen Kontexten miteinander in einen Dialog, die aber spezifischen, von ihr festgelegten Rahmenbedingungen entsprechen. In diesem Arbeitsprozess begibt sie sich auf die Spurensuche einer Bilderwelt, die unser Verständnis des jeweiligen Phänomens auf visuelle Weise geprägt hat oder bis heute prägt. Ihr Interesse liegt auf der Frage, wie Bilder verschiedene Arten der Identität konstruieren und produzieren – seien es kulturelle, geschlechterspezifische, nationale oder transnationale. 

Für ihren Aufenthalt in Leipzig möchte sie sich mit der visuellen Geschichte der Stadt beschäftigen, in der durch ihre sozialistische Vergangenheit eine nicht westlich geprägte Bildsprache vorherrschte. Es geht ihr nicht nur um Abbildungen der Stadt selbst, sondern auch um die in Leipzig, als eines der Zentren des Buchdrucks, produzierten Bilder. Diese möchte sie dann mit Bildmaterial von Leipzigs Partnerstadt Thessaloniki zusammenbringen. Es fühle sich jedoch bereits jetzt danach an, als entstünde derzeit eine langanhaltende Beziehung zur Stadt und seiner Verlagsgeschichte, erzählt sie mit einem lächeln.

KUNSTVERMITTLUNG

BIG DATAPOLY

Das große Spiel um unsere Daten

Jeden Mittwoch ab 15 Uhr 
Für Spieler*innen ab 12 Jahre

Wer gewinnt im Spiel um unsere Daten? Als Teil unserer aktuellen Ausstellung „BIG D@T@! BIG MON€Y!“ bieten die Kunstvermittlung das Spiel „Big Datapoly“ der Akademie für kulturelle Bildung Remscheid an. 

Angelehnt an den Klassiker Monopoly wird hier nicht mit Geld, sondern mit ihren Daten gehandelt. Der oder die Mitspielende mit dem ältesten Handy fängt an. Haben sie Glück und erhaltet alle Daten aus der Cloud? Oder ist ihr Akku leer und sie müssen eine Runde aussetzen? Die Felder repräsentieren Firmen, Dienste, Institutionen und Technologien, die wir aus unserem Alltag kennen und verbildlichen den Fluss der personenbezogenen Daten. So regt es zur Debatte über unseren Medienkonsum an.

KUNSTVERMITTLUNG

ZEICHENZIRKEL 

mit Helena García Moreno (Künstlerin, Leipzig) 

Oktober 2020
Jeden Donnerstag, 16.30 bis 18 Uhr 
Teilnahmegebühr: 6 €, ermäßigt 3 €

Der Zeichenzirkel wird von wechselnden Leipziger Künstlerinnen und Künstlern begleitet und richtet sich an alle, die Lust haben, selbst künstlerisch tätig zu sein. Eine Anmeldung ist nicht nötig und der Einstieg jederzeit möglich. Wir laden Sie herzlich ein, mitzumachen und mit professioneller Unterstützung kreativ zu werden. 

Im Oktober 2020 übernimmt die Künstlerin Helena García Moreno die Leitung unseres Zeichenzirkels. Die gebürtige Ecuadorianerin, die seit 2006 in Deutschland lebt, kam 2011 nach Leipzig, wo sie den Kunstraum artescena leitet. Seit 1993 unterrichtet die plastische Künstlerin Skulptur, präkolumbische Keramik und Porträt in Ton, Zeichnen und Malen sowie experimentelle Kunst. Sie besitzt einen Abschluss in Erziehungswissenschaften und absolvierte ein Kunststudium an der Universidad Central del Ecuador. Darüber hinaus ermöglichte ihr ein Stipendium an der Kunstschule „Bernardo de Legarda“ eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt „Imaginería“ (Skulptur der Kolonialzeit) und sie bildete sich zu den Themen Erkenntnistheorie der Kunst und Geschichte der lateinamerikanische Kunst an der „Pontificia Universidad Católica“ in Quito (Ecuador) weiter. 

Für den Zeichenzirkel bietet sie einen Experimentierkurs in Zeichnen-Collage-Malerei an. Der Kurs arbeitet mit der Wahrnehmung der Umwelt durch die Sinne: Körper/Raum, Körper/Objekte, Musik, Bewegung und daraus abgeleitete Themen. All dies ausgehend vom Körper als einem Instrument, um sich auf die Umwelt zu beziehen und nach neuen Anregungen und Konzepten zu suchen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

RÜCKBLICK

GERÄUSCHE VON WIND UND STADT 

Schulprojekt mit Anna Schimkat (Künstlerin, Leipzig)

Im Soundworkshop produzierten Schüler*innen aus sechs 8. Klassen des Reclam-Gymnasiums Leipzig verschiedene Klangstücke, und schulten während des Prozesses gleichzeitig ihr Gehör. 

In rund fünf Stunden gab die Leipziger Künstlerin Anna Schimkat nach einem kurzen Hörbeispiel ihrer eigenen Arbeit »Windkomposition« den Jugendlichen eine Einführung in Aufnahmetechnik und ließ ihnen Zeit, selbst Geräusche von Wind und Stadt aufzunehmen. Dabei ging es darum ein besseres Bewusstsein für die akustische Umgebung zu schaffen, verschiede Klänge differenzieren zu können und zu zeigen, dass es mehr Dinge gibt, die das Gehör erfreuen können, als reine Musik. Im Mittelpunkt stand der Gegensatz von Natur und Technik, Klänge des Windes und des urbanen Lebensraums. So bestand die Aufgabe der Schüler*innen darin, beide Facetten aufzunehmen und anschließend daraus ein eigenes, kurzes Klangstück zu komponieren. 

Als kleines Sahnebonbon besteht die Möglichkeit, dass eines der entstandenen Stücke zum neuen Pausensignal des Reclam Gymnasiums wird, da die Schule derzeit auf der Suche nach einem neuen ist. 

 

 

PERFORMANCE UND AKTIONSKUNST

Workshop der Studierenden der Kunstpädagogik der Universität Leipzig

Vom 5. bis 13. Oktober 2020 nutzten Studierende der Kunstpädagogik der Universität Leipzig gemeinsam mit ihrer Professorin Ines Seumel unsere großzügigen Räumlichkeiten für einen fünftägigen Workshop zu Performance und Aktionskunst. 

Die Studierenden erhielten eine Einführungen in das Verhältnis von Material, Wahrnehmung, Sprache und Ritus zur Aktion. Unser aktueller Stipendiat Emrah Gökdemir war am Programm des Workshops beteiligt und leitete einzelne Übungen an. Gökdemir ist ein Performancekünstler aus der Türkei und nahm bereits an unseren Ausstellungen „Terra Mediterranea: In Action“ (2016) und „Vergessene Aufklärungen“ (2019) teil. 

Die Ergebnisse dieses Workshops werden am 15. Januar 2021 im Rahmen des Performancefestival „SPINNWERK III“ des Instituts für Kunstpädagogik zu erleben sein.

VORSCHAU

VERANSTALTUNG

DISTANT DIVIDES

Veranstaltungsprogramm zugunsten von Beirut

Samstag, 27. November 2020, 11 bis 16:45 Uhr 

Referent*innen: Chaza Charafeddine, Mahmoud Dabdoub, Mohamad Kanaan, Mazen Khaddaj, Elisabeth Kraus, Dr. Marwan Nuwayhed, Siska

Organisiert von Clementine Butler-Gallie & Lavínia Diniz Freitas

PERFORMANCE

ÜBERWACHEN UND STRAFEN 

Interaktiver Theaterparcours der gruppe tag 

26. bis 28. November 2020

KUNSTVERMITTLUNG

ZEICHENZIRKEL 

mit Elisabeth Kraus 

November 2020
Donnerstags, 16.30 bis 18 Uhr