[ Drucken ] [ Fenster schließen ]

Wenn Denken unter Strafe steht – Wie konnte es soweit kommen?

Film und Lesung

Termin: 2. Oktober 2009


Ort: Kinobar Prager Frühling, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig

Im Mai 2004 wurde Steve Kurtz, Mitglied des bekannten Kunst- und Theaterkollektivs Critical Art Ensemble (CAE), unter dem Verdacht auf Bioterrorismus verhaftet. Diesen absurden Fall in Zeiten der Terrorfurcht nach dem 11. September 2001 zeichnet der Film »Strange Culture / Fremdkulturen« (USA 2007, 75 Min., OMU, Regie: Lynn Hershman Leeson) nach. Er ist Teil einer internationalen Aktion, mit der sich bekannte KünstlerInnen wie Tilda Swinton mit Kurtz solidarisierten.

Ergänzt wird der Film durch eine Performance-Dokumentation »Target Deception / Zieltäuschung« (Leipzig 2007, 6:30 Min., Mark Michel, Juliane Maresch und Marcus Nebe) und eine Lesung. 2007 stellte das CAE in der Leipziger Innenstadt einen militärischen Biowaffenversuch nach, um die Gemengelage aus einer gegenwärtigen Angstkultur und den pseudowissenschaftlichen Methoden der Militärforschung aufzuzeigen. Eine Lesung aus dem Essay »Wenn Denken unter Strafe steht – Wie konnte es soweit kommen?« des CAE Defense Teams aus dem Buch »Kontrollverluste« (Hg. Leipziger Kamera, Unrast Verlag 2009) legt Hintergründe zum Film dar.

Eine Kooperation zwischen HALLE 14 [1] (Leipzig), Kunstverein Leipzig [2], dem D21 Kunstraum Leipzig [3] und HerausgeberInnen des Buches „Kontrollverluste – Intervention gegen Überwachung“ [4] (Unrast Verlag, 2009)

Eine Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Filmfestivals „ueber Macht“ [5] der Gesellschafter-Initiative „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ der Aktion Mensch und ihrer Kooperationspartner.