POLOSHIRT (discipline) - Episode II

Performance von Aleš Čermák (CZ, Artist in Residence OPEN A.i.R Pilsen)

Performer: Jindřiška Křivánková (CZ), Abdirezak Yusuf (SO)

Donnerstag, 4. Februar 2016, 19 Uhr

In der Performance »Poloshirt (discipline) - Episode II«, setzt sich Aleš Čermák mit einer der anstrengendsten Transportmethoden auseinander, denen Flüchtlinge bei ihrem Versuch Grenzen illegal zu überwinden, ausgesetzt sind: das Verstecken in PKWs. An den unmöglichsten und riskantesten Orten verbergen sie sich: im Motorraum, in winzigen Hohlräumen unter dem Armaturenbrett, der Stoßstange etc. Der menschliche Körper scheint dabei dabei kein Hindernis zu sein. Hier setzt die Performance an und befasst sich mit der Transzendenz des Körpers - wie man in extrem physischen und psychischen Ausnahmesituationen über das Körperliche hinausgehen kann, als wäre es scheinbar nicht mehr präsent.

Die Performance ist die zweite Episode seines fortlaufenden Projekts »Adumbration of the oncoming failure«. Dieses Projekt besteht aus verschiedenen Episoden, die sich übergeordnet mit sozialen Bewegungsformen beschäftigen. Anhand von Körperbewegungen analysiert Čermak soziale Prozesse in ihrem kinetischen, philosophischen und geopolitischen Kontext.

Aleš Čermák (*1984) war bis Februar 2016 Stipendiat der HALLE 14 in Kooperation mit OPEN A.i.R. - Pilsen 2015 European Capital of Culture Artist-in-Residence Program. Er betätigt sich als Künstler, Regisseur und ist Gründer sowie Redakteur des Verlages Ausdruck Books. In den letzten Jahren war
sein Werk durch formale Offenheit, kontinuierlichen Aktion, Publikumsbeteiligung und Performativität geprägt, um intensiv kollektive Themen zu verhandeln, vor allem die Auswirkungen der sich
verändernden globalisierten und soziopolitischen Anforderungen auf Individuen und Gemeinschaften.

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