Foto: Hendrik Pupat

LOUNGE14

#1 - DAS MODERNE, DAS INNOVATIVE UND DAS ZEITGEMÄßE IN DER KUNST

Do, 3. Dezember 2009

Eintritt frei

mit Dieter Daniels (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) und Susanne Witzgall (Akademie der bildenden Künste München)
Moderation: Oliver Kossack (Künstler, Leipzig)

Es gibt heute eine breite Kunstöffentlichkeit, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, zeitgenössische Kunst zu präsentieren und zu verhandeln. Häufig bleibt bei dieser Fülle die Vorstellung davon undeutlich, was das Zeitgemäße an der zeitgenössischen Kunst ist - vom Produktionsdatum einmal abgesehen. Wendet man den Begriff des Modernen, jenseits seiner stilgeschichtlichen Definition, auf die Kunst der Gegenwart an, stellen sich Fragen nach einer Bestimmung des Innovativen oder Zeitgemäßen. Das Wort "moderne" kam im 18. Jahrhunderts in der Bedeutung "neu" aus Frankreich ins Deutsche. Dort hatte es bereits am Ende des 17. Jahrhundert im "Querelle des Anciens et des Modernes" (dt.: Streit der Alten und der Neuen) über die Rolle der Antike als Vorbild eine ästhetische Debatte mitbestimmt. Nachdem heute sowohl klassische als auch avantgardistische und modernistische Kategoriesysteme als unverbindlich gelten, scheinen lediglich Trends die Unübersichtlichkeit in der globalen Kunstwelt zu strukturieren. Aufgabe der Vermittlung und Lehre ist es, darin dennoch Orientierungspunkte zu schaffen und anzubieten. Darüber hinaus zielt die Frage nach dem Modernen, Innovativen oder Zeitgemäßen der Kunst auf eine Vermittlungsfunktion der Kunst zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Sphären.

Die beiden in der Lehre tätigen Kunstwissenschaftler Susanne Witzgall (Akademie der bildenden Künste München) und Dieter Daniels (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) führten gemeinsam ein öffentliches Gespräch darüber, ob in den Wechselverhältnissen von Kunst mit den Naturwissenschaften und den Medienentwicklungen Ansätze für eine Bestimmung des Zeitgemäßen liegen. Der Leipziger Künstler Oliver Kossack moderierte den Abend.

Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit unserem Kunstvermittlungsprojekt Kreative Spinner konzipiert und im Rahmen einer Kooperation mit dem Kunstpädagogischen Institut der Universität Leipzig durchgeführt.

 

Gefördert durch

  • Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
  • Fonds Sozokultur
  • Stadt Leipzig
  • Stiftung Federkiel für zeitgenössische Kunst und Kultur