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Helmut Smits, I Love New Work, T-Shirt, 2007

Helmut Smits - I ♥ new work

Künstlervortrag (in englischer Sprache)

Donnerstag, 21. Juli 2011

Eintritt frei

Der Künstler und Designer Helmut Smits (NL) agiert gleichzeitig in verschiedenen Bereichen wie Street Art und Skulptur, Möbeldesign und Intervention im öffentlichen Raum, Lampendesign und Videokunst. Seine Kunstfertigkeit liegt dabei in der kleinen, aber feinen Bedeutungsverschiebung: So wird beispielsweise aus dem weltbekannten T-Shirt-Slogan „I ♥ NY“ „I ♥ New Work“ (2007).

Ein weiteres Exempel ist die aufwändige Apparatur „The Real Thing“ (2006), die lediglich dem Zweck dient, Coca-Cola in Trinkwasser zurückzuverwandeln. Unsinnig? In Anbetracht der Tatsache, dass der hohe Trinkwasserverbrauch in der Cola-Produktion – für einen Liter Cola werden 9 Liter Wasser benötigt – zum Beispiel den Bauern in Indien die Lebensgrundlage raubt, ein zielgenaues Bild für unsere verantwortungslose Prasserei mit Ressourcen und ein – wenn auch aussichtsloses – Unternehmen, dem entgegenzusteuern.

In der HALLE-14-Ausstellung „Changes“ [1], die sich mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und deren Folgen beschäftigte, war Smits Objekt „0,26 Gallon of Oil“ (2007) zu sehen. Diese mit Altöl gefüllte Coca-Cola-Flasche gab hier einen Hinweis darauf, dass unsere Konsumgesellschaft neben der rücksichtslosen Ausbeutung von Bodenschätzen auch auf Kriegen um geografische Hegemonien basiert. Eine der zahllosen Konsequenzen, nämlich alle bis 2009 in Afghanistan gefallenen Soldaten, listet Smits in dem ebenfalls in der Ausstellung gezeigten Filmkunstwerk „The End“ (2006-09) als Abspann auf.

Leider nicht in persona, sondern – das Internet macht's möglich! - per Videoanruf zugeschaltet sprach Helmuts Smits über diese und weitere Werke aus seinem Œuvre.

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