Leipzig liest 2014: Programm in HALLE 14

Lost Places

Lesung für Jugendliche

13. März
11 Uhr bis 12 Uhr

 

 

Verfallene Gebäude und verlassene Plätze - ein Roman mit Sog! Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, vermuten sie, dass die Motorradgang Bandidos dahintersteckt. Und dann wird es plötzlich so richtig gefährlich ... Ein Roman mit Krimi-Elementen über die wachsende Szene der Urban Explorers.

Groschupf schreibt atmosphärisch dicht und fesselt seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik. Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a. Er hat mit "Zu weit draußen" und "Hinterhofhelden" bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht. "Lost Places" ist sein Jugendbuchdebüt.

Mother Said

Buchpräsentation (Kerber Verlag)

14. März
19 - 21 Uhr

Die finnische Künstlerin Niina Lehtonen Braun stellte ihren neuen Kunstkatalog „Mother Said“ vor (Kerber Verlag). Für ihr Buch sammelte Niina Lehtonen Braun über fünf Jahre lang mütterliche Ratschläge, Lebensauffassungen und Mahnungen. Liebevolle, besorgte, lustige, aber auch kalte, zynische oder befremdende Beiträge hat die Künstlerin in multimediale Collagen übersetzt. Gleichzeitig ist „Mother Said“ eine kollektive Erinnerung an die prägenden Jahre.

Minus Drei – Humorvolle Geschichten rund um Dinosaurier Minus und Urzeitmensch Lucy

Lesung für Kinder ab 6 Jahre

15. März
10.30 Uhr bis 11.30 Uhr

zum Band 1: Dinosaurier Minus wünscht sich ein Haustier. Sogar mit einem Urzeit-Fisch wäre er zufrieden!Doch seine Eltern glauben nicht, dass er sich schon allein um ein Tier kümmern kann. "Ich werde es euch beweisen!", ruft Minus trotzig und hat schon einen Plan: Auf Plakaten bietet er Haustier-Betreuung an. Schnell steht Kundschaft vor der Tür: T. Rex soll gebadet werden, Triceratops "Topsi" braucht Auslauf und Stegosaurus "Stigi" Krallenpflege. Nachdem die ungestümen Haustiere wieder weg sind und Minus die verwüstete Wohnung in Ordnung gebracht hat, fällt er total erledigt auf sein Bett. Von Haustieren hat er vorest genug! Doch da kommen seine Eltern und haben eine Überraschung für ihn ... Ein niedlicher kleiner Urmensch namens Lucy, die ständig eine Keule mit sich herumträgt. Minus ist begeistert!

Zum Band 2: Dinosaurier Minus findet sein Haustier, den Urmensch Lucy, toll - besonders dass sie Geräusche so täuschend echt nachahmen kann. Leider gefällt es Minus' Eltern gar nicht, wenn Lucy stundenlang wie ein Urvogel krächzt oder wie ein Orkan heult. "Das muss aufhören! Sonst darf Lucy nicht bleiben!", sagen die Eltern. Verzweifelt meldet Minus seine Lucy in der Haustier-Schule an. Dort lernt sie zwar "Sitz" und "Platz", aber auch dabei macht sie immer einen Höllenlärm und treibt alle Kursteilnehmer in den Wahnsinn. Wird Minus seine Lucy behalten können?

Ute Krause, 1960 geboren, wuchs in der Türkei, Nigeria, Indien und den USA auf. An der Berliner Kunsthochschule studierte sie Visuelle Kommunikation, in München Film und Fernsehspiel. Sie ist als Schriftstellerin, Illustratorin, Drehbuchautorin und Regisseurin erfolgreich. Ihre Bilder- und Kinderbücher wurden in viele Sprachen übersetzt und für das Fernsehen verfilmt. Ute Krause wurde u.a. von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

EXLIBRIS - Entwirf deinen eigenen Buchstempel

Workshop für Kinder und Jugendliche ab 5 Jahre

15. März
12 - 16 Uhr

 

 

Im Rahmen von "Leipzig liest" lud das Kunstvermittlungsteam am Samstag, den 15.03.2014, in die Bibliothek der HALLE 14 ein. Dort konnten Kinder mit verschiedenen Werkzeugen Motive schnitzen und in einem Druckverfahren eigene, ganz persönliche Bücherstempel herstellen.

Die gedruckten Bücherkennzeichen wurden in der Bibliothek der HALLE 14 ausgestellt und konnten anschließend mit nach Hause genommen werden. Mit den Stempeln können die Kinder ihre Bücher kennzeichnen und so jedem zeigen, dass sie ihnen gehören.

White Noise - Christiane Baumgartner

Buchpräsentation (Scheidegger & Spiess)
Christiane Baumgartner im Gespräch mit
Christian Rümelin (Herausgeber) 

15. März
17 Uhr

Anlässlich der Präsentation der ersten Monografie der Leipziger Künstlerin luden wir zu einem Gespräch mit anschliessendem Apéro, bei dem unsere Gäste die Gelegenheit hatten, Werke und Grafikmappen der Künstlerin zu sehen.

Christiane Baumgartner, geboren 1967, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Royal College of Art in London. 2009 erhielt sie den Teresa- Bulgarini-Preis für ihre Holzschnitte, 2012 als Erste das Residenzstipendium Vietnam der Kulturstiftung Sachsen und des Goethe-Instituts. Mit grossformatigen Holzschnitten ist sie international bekannt geworden. Ausgehend von Fotos und Videostills hat sie eine eigene, sehr starke Bildsprache entwickelt. Neben den charakteristischen horizontalen Linienstrukturen der Holzschnitte umfasst ihr Werk längst auch andere Darstellungsformen und druckgrafische Techniken.

Baumgartners Arbeiten sind in den Sammlungen wichtiger Museen vertreten, sie zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Druckgrafikerinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Werke sind in Einzel- und Gruppenausstellungen bereits in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Grossbritannien, den USA und Japan ausgestellt worden.

Christian Rümelin ist Kunsthistoriker und Kurator. Von 1996 bis 2002 war er Projektleiter des Catalogue raisonné Paul Klee an der Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern und von 2002 bis 2008 als Konservator am Ashmolean Museum, Oxford tätig. Seit 2008 ist er Leiter der Graphischen Sammlung am Musée d'art et d'histoire, Genf. Er schreibt hauptsächlich über Zeichnungen und Druckgrafiken schweizerischer, deutscher, französischer und englischer Künstler. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte des Sammlungswesens.

Farben des Verfalls - Burkhard Schade

Buchpräsentation: Fotograf Burkhard Schade „Farben des Verfalls”
Moderation: Sebastian Hesse-Kastein (MDR) 

15. März
19 Uhr

"Nicht die Sicht auf die Fassade, sondern der Blick dahinter ist mir wichtig." (Burkhard Schade)

Der Fotokünstler Burkhard Schade hat vergessene Orte in Sachsen aufgesucht. Auf den ersten Blick sieht der Betrachter zunächst nur Zerfall und Niedergang. Doch Schade hat sie aus dem richtigen Winkel entdeckt, ins rechte Licht getaucht und fotografiert – und so die Geschichte des Verfalls in beeindruckenden Farben sichtbar gemacht. Etwa von den Goehle-Werken und dem Lahmann-Sanatorium in Dresden, dem Wasserschloss zu Oberau, Schloss Promnitz, der Panzerkaserne Röhrsdorf, in Radebeul vom Bahnhof West, in Meißen vom Landkrankenhaus und anderen mehr.

Der Fotograf Burkhard Schade, geb. 1959 in Dresden, 1980–1984 Ingenieurstudium. Seit 1980 Beschäftigung mit Fotografie. Schade lebt und arbeitet als freischaffender Fotograf in Radeburg und Dresden.

Der Autor Thomas Gerlach, geb. 1952 in Dresden-Hellerau, 1971–2011 als Vermesser und Grabungstechniker am Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden/Landesamt für Archäologie tätig. Mitbegründer und langjähriger erster Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege und Neues Bauen Radebeul e.V., lebt in Radebeul.

Wie wollen wir leben?

Buchpräsentation & Podiumsdiskussion

15. März
ab 21 Uhr

Präsentation von „MANIFEST” von Helge Hommes und Podiumsdiskussion Teilnehmer: Dr. Monika Griefahn, Helge Hommes, Luci van Org, Michael Schmidt-Salomon, Moderation: Anette Ehlers (Juristin, Mediatorin)

Die Menschheit hat in ihrer Entwicklung viele Geheimnisse der Natur gelüftet und Kunstwerke von atemberaubender Schönheit geschaffen. Sie hat aber auch totalitäre Regime hervorgebracht, denen Abermillionen von Menschen zum Opfer fielen. Und noch immer lebt ein Großteil der Menschheit unter katastrophalsten Verhältnissen. Zudem beuten wir seit Jahrzehnten schon die natürlichen Ressourcen unseres Heimatplaneten in einer Weise aus, die zum Untergang aller höheren Lebensformen führen könnte.

In dieser Situation ist die Frage „Wie wollen wir leben?“ nicht bloß eine Frage des individuellen Lebensstils, sondern von globaler Bedeutung. Es ist evident, dass sich die Menschheit weiterentwickeln muss, will sie nicht vorzeitig von der Bühne des Lebens abtreten. Doch in welche Richtung sollte es gehen? Und was kann der Einzelne dafür tun? Finden wir in der Wissenschaft, der Philosophie, der Kunst überzeugende Antworten auf die existenziellen Probleme der Gegenwart? Inwiefern kann ein spezieller Lebensbereich wie zum Beispiel Popkultur Zündfunke sein für ein bewussteres Leben, statt einfach nur Zerstreuung zu bieten? Kann, darf, sollte „Weltverändern“ unterhaltsam sein?

Über diese Fragen diskutierte der Künstler Helge Hommes, der mit seiner sozialen Plastik „Helge macht Feuer“ Kunst und Leben verbinden möchte und der zu der gleichnamigen Ausstellung im September 2013 in der Galerie Queen Anne in Leipzig ein Manifest verfasst hat, mit der Sängerin und Autorin Luci van Org, die mit dem Magazin „Feuer!“ eine „Neue Weltbühne“ etablieren möchte, dem Philosophen und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon, der in seinem neuen Buch „Hoffnung Mensch“ aufzeigt, dass eine „bessere Welt“ möglich ist, sowie der Bundestagsabgeordneten a.D. Dr. Monika Griefahn, deren „Cradle-to-Cradle“- Konzept darauf abzielt, den Stoffwechsel des Menschen mit der Natur grundlegend zu verändern. Mit ihrem unplugged-Gesangsduo „Meystersinger“ sorgte Luci van Org nach der Diskussion für einen musikalischen Ausklang.