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Christoph Faulhaber: Projekte 2001-2011

Künstlergespräch im Rahmen der Ausstellung "Changes" auf AEG in Nürnberg

Samstag, 24. September 2011

In seinen künstlerischen Arbeiten bewegt sich der deutsche Projektkünstler Christoph Faulhaber vor allem in Themen wie Überwachung, Sicherheit und Kontrolle, wobei sich dabei künstlerische und politische Sphären überlappen und er nicht selten an der Grenze des Legalen wandelt. Im Jahr 2004 gründete Faulhaber gemeinsam mit Lukasz Chrobok die fiktive Sicherheitsfirma „Mister Security“ und agierte als Sicherheitsbeamter vor US-Botschaften und Konsulaten in Deutschland und Polen. Die darauffolgenden Reaktionen wurden dokumentiert, denn die Wirkungsmacht der Bilder spielt eine besondere Rolle in seinem Oeuvre. In der fiktiven Immobilienfirma „Fidelity Real Estate“, bietete er Objekte auf Kuba zum Kauf an, nur dass die Bilder, aufgenommen bei einem seiner Besuche auf der Karibikinsel, nicht mit den Werbetexten, entnommen aus luxuriösen Immobilienbroschüren, keineswegs zusammenpassen. In der Hafen City, dem Leuchtturmprojekt Hamburgs, installierte Faulhaber im Jahr 2009 ein Bauschild, das die Errichtung eines Auffanglagers für ehemalige Guantánamo-Insassen suggerierte. Das Schild ist gemeinsam mit seinem „Palau-Triptychon“ (2010/2011) Teil der „Changes“-Ausstellung der HALLE 14, die momentan auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg zu sehen ist.

Seine künstlerischen Arbeiten der letzten zehn Jahre und wie er damit ein Stipendium verlor, ins Fadenkreuz des FBI, und auf eine Liste für Terrorverdächtige geraten konnte, wird Christoph Faulhaber in einem Gespräch mit Frank Motz, Kurator der Ausstellung „Changes“, erläutern.

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