AFTER FADAIAT: THE BORDER AS CENTRE; TERRITORIAL CYBORGS & REBEL ALGORITHMS

Vortrag von Pablo de Soto (Hackitectura)

Sonntag, 2. Oktober 2016, 16 Uhr im Rahmen von Lindenow - Festival unabhängiger Kunsträume im Leipziger Westen mit Live-Übertragung unter radio.grethen.org:3942/lindenow

 

 

Hackitectura ist eine Gruppe von Architekten, Künstlern, Computerspezialisten und Aktivisten, die 1999 gegründet wurde. Inspiriert von der Hackerkultur nutzt sie freie Software und Kommunikations-technologien, um temporär Räume zu schaffen, die sich Kontrolle und Überwachung entziehen.
Mit der unabhängigen Medienplattform Indymedia Estrecho haben sie die Straße von Gibraltar und M'Diq, die militärische Hochsicherheitszone und kürzeste Verbindung zwischen Afrika und Europa, kartografiert und virtuell überbrückt. Im Rahmen einer Reihe von Projekten etablierten sie eine Netzwerkverbindung, die eine freie öffentliche Schnittstelle zwischen den beiden Kontinenten und einen »alternativen grenzüberschreitenden Kommunikationsraum« schuf. Unter dem Titel Fada'iat (durch die Räume) wurden auf beiden Seiten Workshops, Aktionen und Seminare veranstaltet, die Migration, Arbeitsrechte, Geschlecht und Kommunikation thematisierten. In Kombination mit direkten Aktionen gegen die Inhaftierung von Migranten, entstand ein Netzwerk von Kommunikation, Aktion und Solidarität zwischen beiden Kontinenten.


Hackitecturas großformatige Kartografie der Überwachungsanlagen Gibraltars sind in der aktuellen Ausstellung Terra Mediterranea: In Action - Über einen flüssigen Kontinent zu sehen. Im Rahmen von Lindenow hält das Gründungsmitglied Pablo de Soto einen Vortrag über die Aktivitäten von Hackitectura im Festival-Infozentrum, auch zu hören über das Livestream-Festivalradio.