Isabel Cordeiro, The Comma in The Right Place, 2014

Isabel Cordeiro: - THE COMMA IN THE RIGHT PLACE – Part II

Open Studio am:

Donnerstag, 30. Oktober 2014, ab 18 Uhr

Ort: HALLE 14 (Aufgang C), 1.OG, Studio 7

Eintritt frei

Die Künstlerin Isabel Cordeiro stammt aus Portugal und lebt seit 10 Jahren in Amsterdam, wo sie Architektur und bildende Kunst studiert hat. Mit der Unterstützung der Calouste Gulbenkian Foundation nahm sie für zwei Monate am Residenzprogramm der HALLE 14 teil und schuf im großzügigen Studio 7 eine Serie von filigranen Skulpturen. Cordeiro experimentiert hier an der Grenze, wo sich malerischer und architektonischer Raum überschneiden. Dafür konstruierte die Künstlerin Strukturen aus Aluminium und Holz, die als Gerüst für malerische Elemente dienen. Es gelingt ihr so, einen eigenen, von der Fläche unabhängigen Raum für ihre Malerei zu umreißen.

Zum Abschluss ihrer Residenzperiode lädt Isabel Cordeiro am Donnerstag, den 30. Oktober 2014, ab 18 Uhr Interessierte ein, die Ergebnisses ihrer Leipziger Arbeitsphase in ihrem Studio kennenzulernen.


English: 

THE COMMA IN THE RIGHT PLACE - Part II, shows the work developed by Isabel Cordeiro during the two months residency period at the HALLE 14. In this period Cordeiro developed a series of sculptures where supporting structures made of aluminum and wooden profiles carry painterly moments throughout space. These sculptures outline a space and convey a sense of volume ultimately creating a space of their own.

Weitere Informationen unter www.isabelcordeiro.com


Still aus Judith Alberts Videoarbeit „Zwischen der Zeit“, 2004

zwischen der zeit

Mittwoch, 5. November 2014, 20 Uhr

Ort: Besucherzentrum HALLE 14

Eintritt frei

Lesung und Gespräch mit Michael Donhauser (Autor), Judith Albert (Künstlerin) und Jörg van den Berg (Ausstellungsmacher).

Die Videos der Schweizer Künstlerin Judith Albert und die Prosagedichte des österreichischen Schriftstellers Michael Donhauser verbindet eine Sensibilität für Fragen der Zeit, für die Sprache als Erfahrungsspeicher und eine Liebe zur Malerei. Alberts kurze, meditative, visuell sinnliche Videoarbeiten wie das in der aktuellen Ausstellung „diezeiten: More Than Fifteen Minutes“ gezeigte „Zwischen der Zeit“ (2004) wurden bereits mit Gedichten verglichen. Es sind minutiös inszenierte, bewegte Stillleben. Albert übersetzt in dieser Arbeit Jan Vermeers berühmten Gemälde „Dienstmagd mit Milchkrug“ (1658–60) ins bewegte Medium. Da „rinnt unablässig Milch aus dem Krug, der nie leer wird, in eine Schale, die sich nie füllt“ schreibt Michael Donhauser in seinem Buch „Nahe der Neige“ (2009) über dieses Video. „Doch in dem Rinnen der Milch zeitigt sich etwas von jenem Rinnen dort gänzlich Verschiedenes, da im Video die Milch stetig rinnt und das bewegte Bild so eine Art Stillstand hervorbringt, den das gemalte Bild nicht kennt...“ Es „ist ein Zwischen ohne Da, kein Dazwischen, was eine Zäsur andeutete zwischen einem Davor und einem Danach ...“ Donhausers Textminiaturen zwischen Prosa und Gedicht, die weder Essay noch wissenschaftliche Abhandlung sein wollen, sind einem Sehen der Welt und der Kunst als Begreifen verpflichtet.

In einer Lesung präsentiert der mehrfach ausgezeichnete Autor Michael Donhauser eine Auswahl aus seinen Texten, an die ein Gespräch über Sehen und Sprechen, Zeit und Kunst mit Judith Albert und dem Ausstellungsmacher Jörg van den Berg anschließt.


Eine Zusammenarbeit mit Edit - Papier für neue Texte.