Nir de Volff / TOTAL BRUTAL treffen auf Kunst von Renan Ran Harari. Foto: Walther Le Kon

150 / DENKMALE

Performance und Präsentation:

Samstag, 4. Juli 2015, 20 Uhr


Eintritt: 12 € / 8 € ermäßigt (Abendkasse)

Eine Kooperation von LOFFT - DAS THEATER und HALLE 14 im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig.

Interdisziplinäres Residenzprojekt zwischen bildender Kunst, Tanz und Performance. Mit Nir de Volff / TOTAL BRUTAL und Renan Ran Harari.

Die im Jahr 2015 nunmehr seit 50 Jahren bestehenden deutsch-israelischen Beziehungen nehmen das Kunstzentrum HALLE 14 und LOFFT – DAS THEATER zum Anlass, ein Residenzprojekt mit zeitgenössischen Künstlern aus den Sparten Tanz, Performance, bildende Kunst und Medienkunst zu initiieren. Eingeladen sind Nir de Volff / TOTAL BRUTAL und Renan Ran Harari, die sich im Projekt erstmals begegnen und mit einander arbeiten werden.

Die während des Projekts von den Künstlern zusammen erarbeitete Performance wird als Höhepunkt der Residenz im Rahmen der Jüdischen Woche uraufgeführt und einmalig in HALLE 14 präsentiert werden.

Weitere Informationen zum Projekt unter Residenzen

Kartenreservierung über: LOFFT – DAS THEATER

Ausstellungsansicht "Freedom & Independence" von Bjørn Melhus. Foto: Claus Bach

THE FREE MARKET!

Mediale Tendenzen einer religiös-neoliberalen Hybris
des 21. Jahrhunderts.

Donnerstag, 9. Juli 2015, 19 Uhr

Screening und Künstlergespräch mit Bjørn Melhus (Künstler), moderiert von Christian Schoen (Kurator).

Zweifelsohne zählt Bjørn Melhus zu den bedeutendsten deutschen Medienkünstlern unserer Zeit. Wie ein Archäologe hebt Melhus für seine Videoarbeiten Fundstücke aus unserer durch und durch mediatisierten Kultur.

Der experimentelle Kurz-Science-Fiction-Film „Freedom & Independence“ (15 min, 2014), der in der aktuellen Ausstellung „Das Hybris-Projekt. Hochmut und sisyphale Vergeblichkeit“ (bis 16. August) zu sehen ist, kombiniert religiöse Endzeitprophezeihungen mit neoliberalem Elitedenken zu einem Albtraum. Mit Zitaten von der Autorin Ayn Rand (1905-82) und aus Kinokassenschlagern wie „Armageddon“ und „Deep Impact“ (beide 1998) greift der Film in assoziativer Traumlogik die rapide Zunahme von neoliberalem Kapitalismus und religiösem Fanatismus auf. Wird unter dem Deckmantel von Freiheit und Unabhängigkeit die Privatisierung, wie aktuell in den Geheimverhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP, zugunsten weniger Vermögender vorangetrieben?

Im Gespräch zwischen Melhus und dem Co-Kurator der Ausstellung, Christian Schoen, werden der Begriff der Freiheit unter kapitalistischen Vorzeichen, also im Sinne der Marktliberalisierung, und die Rolle der Medien untersucht. Außerdem gibt Melhus Einblicke in sein bisheriges Schaffen. Schließlich deklamierten bereits in seinem frühen Film „AMERICA SELLS“ (1990) wohlwollende Amerikaner am Tag der deutschen Währungsunion in der noch existierenden DDR: „Feel free! Buy T-Shirts!“

Weitere Informationen zum Künstler unter www.melhus.de

Abb.: Ian Richards, Needs Discussion, 2015. Foto: Ian Richards

Open Studios: Tom Castinel & Ian Richards

Donnerstag, 23. Juli 2015
ab 18 Uhr

Anlässlich der diesjährigen Feierlichkeiten von 1000 Jahre Leipzig organisiert das Zentrum für zeitgenössische Kunst HALLE 14 den gegenseitigen Künstleraustausch „exchange@2015.le” mit den Leipziger Partnerstädten Birmingham (GB) und Lyon (FR).

Die Gastkünstler Ian Richards und Tom Castinel stehen vor dem Abschluss ihrer Residenz in Leipzig und damit in der Hochphase ihrer künstlerischen Produktion. Bevor sie Ende Juli abreisen, präsentieren sie in ihren Studios die Ergebnisse ihres Aufenthalts und zeigen ihre in Leipzig geschaffenen Kunstwerke.

Weitere Informationen zu exchange@2015.le unter Studioprogramm