Abb.: Werner Tübke, Zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung III (Ausschnitt), 1961.

WERNER TÜBKE ALS SOZIALISTISCHER KÜNSTLER

Donnerstag, 9. April 2015,
um 20 Uhr

Eintritt frei

Werner Tübke als sozialistischer Künstler. Was ist falsch daran, die Geschichte der Arbeiterklasse zu malen?

Vortrag von Frank Zöllner (Institut für Kunstgeschichte, Universität Leipzig), Gesprächsmoderation: Britt Schlehahn (kreuzer-Kunstredaktion) 

In seinem Vortrag stellt Frank Zöllner kurz die wichtigsten Auftragsarbeiten Werner Tübkes bzw. deren Sujets (z.B. Hiroshima, Wiederbewaffnung der BRD, Kapitalismus und Globalisierung, Auseinandersetzung mit dem Faschismus und seinen Folgen, Revolutionen, Geschichte der Arbeiterbewegung) vor. Ausgehend von den Auftragswerken Tübkes einerseits und der negativen Bewertung seiner Kunst durch Kunstkritik und Kunstgeschichte steht exemplarisch die Arbeit zur „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“ (Leipzig, Museum der bildenden Künste) im Mittelpunkt. Hierbei sollen sowohl Tübkes Quellen (Texte und Fotographien) als auch seine Vorstudien besprochen werden. Zudem wird es um das in diesen Gemälden illustrierte Geschichtsbild gehen, um Tübkes Auseinandersetzung mit der kommunistischen Utopie und um Frage der Deutbarkeit seiner Bildsprache.