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		<title>HALLE 14 Aktuelles</title>
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		<description>Aktuelles</description>
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			<title>HALLE 14 Aktuelles</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 26 Apr 2012 19:20:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<guid>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/mit-krimineller-energie-kunst-und-verbrechen-im-21-jahrhundert.html</guid>
			<title>Mit krimineller Energie – Kunst und Verbrechen im 21. Jahrhundert</title>
			<link>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/mit-krimineller-energie-kunst-und-verbrechen-im-21-jahrhundert.html</link>
			<description>28. April bis 29. Juli 2012
Führung: Jeden Sonnabend, 15 Uhr</description>
			<content:encoded><![CDATA[ <p class="bodytext"><strong>Lourival Cuquinha (BR), Nathalie van Doxell (FR), Brock Enright (US), Florian Göttke (DE),&nbsp;</strong><strong>Adolfo Kaminsky (FR), Ulla Karttunen (FI), Oleg Kulik (RU), Antonio Vega Macotela (MX), Teresa Margolles (MX), Ivan Moudov (BG), Dorota Alicja Nieznalska (PL), Anna Odell (SE), Christian Gottlieb Priber (DE), Nedko Solakov (BG), Adam Tellmeister (CH), Avdei Ter-Oganian (RU), Trummerkind (US)</strong></p>
<p class="bodytext">Weitere Informationen unter&nbsp;<a href="ausstellungen.html" >Ausstellungen</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Ausstellung</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 19:20:00 +0200</pubDate>
			
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			<guid>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/rundgang-der-spinnereigalerien-4.html</guid>
			<title>WELTMÜLLER - Ein Abend mit SuKuLTuR</title>
			<link>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/rundgang-der-spinnereigalerien-4.html</link>
			<description>Mittwoch, 30. Mai 2012, 20 Uhr 
Eintritt ist frei.</description>
			<content:encoded><![CDATA[ <p class="bodytext">Weitere Informationen unter&nbsp;<a href="veranstaltungen.html" >Veranstaltungen</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltung</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 19:21:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Jack in the Box</title>
			<link>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/jack-in-the-box.html</link>
			<description>28. April bis 27. Mai 2012
Eröffnung: Sonnabend, 28. April 2012, 11 Uhr
Öffnungszeiten: Do-So,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ <p class="bodytext"><strong>Cindy Cordt, Frenzy Höhne, Stefan Hurtig, Nadine Neuhäuser, Michael Petri, Diego Vivanco, Carolin Weinert</strong></p>
<p class="bodytext">Weitere Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.facebook.com/jackintheboxausstellung" target="_blank" >www.facebook.com/jackintheboxausstellung</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Gastausstellung (2. OG)</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 10:42:00 +0200</pubDate>
			
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			<guid>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/doppelte-oekonomien-vom-lesen-eines-fotoarchivs-aus-der-ddr-1967-1990.html</guid>
			<title>Doppelte Ökonomien. Vom Lesen eines Fotoarchivs aus der DDR (1967 – 1990)</title>
			<link>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/doppelte-oekonomien-vom-lesen-eines-fotoarchivs-aus-der-ddr-1967-1990.html</link>
			<description>6. Mai bis 1. Juli 2012
Eröffnung: Sonnabend, 5. Mai 2012, 16 Uhr
Preview: 28. &amp; 29. April 2012</description>
			<content:encoded><![CDATA[ <p class="bodytext"><strong>Reinhard Mende (DE), Bettina Allamoda (DE), Tekle Belete (ET), Peter Herbert Beyer (DE), Fabian Bechtle (DE), Hans Otto Bräutigam (DE), KP Brehmer (DE), Haile Gabriel Dagne (ET), Paola de Martin (CH), Harun Farocki (DE), Mark Fisher (GB), Laure Giletti (FR), Sven Johne (DE), Matthias Judt (DE), Kiluanji Kia Henda (AO), Helgard Hirschfeld (DE), Valeria Malito (IT) und Katja Saar (DE), Kuehn Malvezzi (DE/IT), Katrin Mayer (DE), Allan Sekula (US) und Noël Burch (US), Kerstin Stakemeier (DE), The Otolith Group (GB), Philip Ursprung (CH), Thomas Weski (DE), Malte Wandel (DE), Christopher Williams (US/DE) <br />kuratiert von Gruppe PRODUZIEREN (Armin Linke, Doreen Mende, Estelle Blaschke)&nbsp;</strong></p>
<p class="bodytext">Weitere Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.doubleboundeconomies.net" target="_blank" >www.doubleboundeconomies.net</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Gastausstellung (3. OG)</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 10:35:00 +0200</pubDate>
			
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			<guid>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/winwin-2012-ankaeufe-der-kulturstiftung-des-freistaates-sachsen.html</guid>
			<title>WIN/WIN 2012 - Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen</title>
			<link>http://www.halle14.org/aktuelles/details/article/winwin-2012-ankaeufe-der-kulturstiftung-des-freistaates-sachsen.html</link>
			<description>9. bis 17. Juni 2012
Eröffnung: Fr, 8. Juni 2012, 19 Uhr</description>
			<content:encoded><![CDATA[ ]]></content:encoded>
			<category>Vorschau</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 18:29:00 +0200</pubDate>
			
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			<guid>http://www.halle14.org/presse/details/article/interdisziplinaerer-austausch-ueber-archive.html</guid>
			<title>Interdisziplinärer Austausch über Archive</title>
			<link>http://www.halle14.org/presse/details/article/interdisziplinaerer-austausch-ueber-archive.html</link>
			<description>Am 22. November 2011 startet die Kunstbibliothek der HALLE 14 mit dem Ausstellungs- und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ <p class="bodytext">Als Auftakt sprechen am Dienstag, den 22. November 2011 die Medientheoretiker Jürgen Enge (Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe) und Tabea Lurk (Hochschule der Künste, Bern) über die Zukunft des Archivs und stellen sich anhand diverser Archivierungsprojekte aktuellen Fragestelllungen zwischen wissenschaftlichen Archivierungsprinzipien, Aufbewahrungsvorgaben und pragmatischen Lösungsansätzen. Der Künstler Hagen Betzwieser, der Komponist Andrew Hamilton und die Dramaturgin Ulrike Syha präsentieren vom 25. November 2011 bis zum 12. Februar 2012 ihre Installation „The Spirit of Art – Strictly off the Record“ (Eröffnung: Donnerstag, 24. November 2011, 19 Uhr), die im Zuge ihrer Recherchen vor Ort entwickelt wurde. Das Spinnwerk Centraltheater ist am Sonnabend, den 26. November 2011, um 20 Uhr mit einer theatralen Inszenierung von Archivalien zu Gast in der HALLE 14.<br /><br />Die Münchener Kuratorin Anna Schneider hat für das Projekt „For The Record“ eine eigene Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Reading Loss“ mit Filmemachern konzipiert, die den Fokus auf die Auseinandersetzung mit teilweise verloren gegangenen oder unzugänglichen Archiven legt. Sie macht den Umbruch von politischen Systemen sichtbar, legt deren sprachliche und visuelle Rhetorik offen – nicht zuletzt ermöglicht sie den schmerzlichen Prozess des Erinnerns an Verlust.&nbsp; Am Dienstag, den 29. November 2011 um 19:30 Uhr spricht die Kunstwissenschaftlerin Beatrice von Bismarck in der Reihe „Reading Loss“ über die französische Künstlerin Dominique Gonzalez-Foerster und die Kunst des Öffentlichen. Am Donnerstag, den 1. Dezember 2011, 18:30 Uhr präsentiert „Reading Loss“ im Luru Kino auf der Spinnerei die Filme „Intervista“ (AL 1998, 25') des albanischen Künstlers Anri Sala und „Videogramme einer Revolution“ (DE 1992, 107') des deutschen Autorenfilmers Harun Farocki und des rumänischen Regisseurs Andrei Ujica. Am 14. Januar 2011 um 11 Uhr zum Rundgang der SpinnereiGalerien eröffnet die Videoinstallation „48“ (14. Januar bis 12. Februar 2012) der portugiesischen Künstlerin Susana de Sousa Dias über 48 Jahre Diktatur in ihrem Heimatland. Am gleichen Tag um 15 Uhr wird es ein öffentliches Künstlergespräch zwischen der Künstlerin de Sousa Dias und der Kuratorin Schneider geben.<br />Bereits am 1. Dezember 2011 eröffnet das Kunstvermittlungsprojekt der HALLE 14, Kreative Spinner, eine Präsentation von Fotografien (2. bis 17. Dezember 2011), die in einem Workshop mit dem Leipziger Künstler Emanuel Mathias und einer 8. Klasse der Rahn Schulen im Rahmen des Projektes „For The Record“ entstanden.<br /><br />Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Calouste Gulbenkian Foundation und die Stiftung Federkiel.</p>
<h3>Über das Projektthema:</h3>
<p class="bodytext">Mit der audiovisuellen Revolution, die seit Joseph Nicéphore Nièpces erster permanenten Lichtgrafie 1826 (seit 1839 Photographie genannt) und Thomas Alva Edisons Phonographen von 1878, unsere Archive und unser kulturelles Gedächtnis umwälzt, ist das Medium Schrift nun mehr nur noch ein Zeitspeicher unter vielen. Bibliotheken, die sich zum Ziel nehmen, alle kulturellen Güter zu bewahren, wandeln sich zu Multimediatheken. Nicht nur, dass die Halbwertszeit aller neuzeitlichen, audio-visuellen Speichermedien im Vergleich zum Buch begrenzt ist, mit der digitalen Revolution verlieren Datenträger wie Buch, Schallplatte, Kassette und Disk, endgültig an Bedeutung. Entgegen der weithin in unseren Zivilisationen institutionalisierten Kulturen des Lesens (Wissenschaft, Bibliotheken, Zeitschriften etc.) ist die kulturelle Auseinandersetzung mit nicht-schriftlichen Quellen erst mit der Informatisierung des Alltags durch das Internet auf dem Vormarsch. Mit der Web 2.0-Plattform Youtube.com entstand nicht nur eines von einer globalen Öffentlichkeit genutztes, sondern auch von ihren Nutzern generiertes und vervielfältigtes Onlinefilmarchiv mit einer jungen Kultur des Speicherns, Publizierens, Reinszenierens, Zitierens. In ihrem Schlagschatten entstehen ambitionierte und einzigartige Projekte, wie die von Kenneth Goldsmith 1996 begründete Internetdatenbank für avantgardistische Film, Sound- und Poesieressourcen UbuWeb. Auch wenn diese neuartigen und wildwuchernden Archive zahlreiche historische Quellen wiederbeleben und neuen Publikumsgruppen zuführen, schlummern noch unzählige Datenträger, ihrem Verfallsdatum harrend, ungesichtet in Archiven. Einer Schätzung zufolge sollen es in Europa allein 16 Millionen Stunden Videoaufnahmen sein.<br /><br />„For The Record“ ist nach „Die Kunst des Buchhaltens“ (2010) das zweite Kunstprojekt der Bibliothek der HALLE 14 und widmet sich der künstlerischen Untersuchung archivarischer Prozesse und Strategien. Verschiedene Workshops und Vorträge werden sich mit audiovisuellen Inhalten von Archiven, ihrer Zugänglichkeit und Begrenzung, ihrer Vergänglichkeit, ihrem Machtpotenzial und Utopiecharakter auseinandersetzen. Davon ausgehend – ganz im Sinne der Reanimation von Archivzeit – werden eigene Projekte entwickelt, die in der HALLE 14 zu sehen sein werden.</p>
<h3>Programm:</h3>
<p class="bodytext"><strong>Dienstag, 22. November 2011, 19 Uhr<br />Vortrag<br />Archiv quo vadis? - Arbeitspraktiken digitaler Archive im Wandel<br />Referenten: Tabea Lurk (Hochschule der Künste, Bern) &amp; Jürgen Enge (Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe)<br /></strong>Anhand ausgewählter Fallstudien und Archivierungsprojekte, die im Rahmen diverser Forschungsprojekte in den letzten fünf Jahren im Fachbereich Konservierung und Restaurierung der Hochschule der Künste Bern (BFH) und am Prorektorat Forschung und Digitale Archive der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe realisiert wurden, widmen sich die beiden Referenten den Herausforderungen im Umgang mit analogen und digitalen Kulturgütern an der Schwelle zum digitalen Archiv. Während gerade in einem künstlerischen Umfeld das Interesse an Archiven und Sammlungen sowie deren digitalen Repräsentationen kontinuierlich wächst, zeigen die Referenten das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlichen Archivierungsprinzipien und Aufbewahrungsvorgaben und pragmatischen Lösungsansätzen auf. Wie anfangen? Wo liegen die Stolperfallen bei digitalen Arbeitspraktiken und welche Optionen könnten sich bieten?<br />Der Workshop möchte nicht nur anhand der vorgestellten Beispiele Inhalte und Informationen vermitteln, sondern lädt die Teilnehmer dazu ein, eigene Fragestellungen einzubringen, die dann&nbsp; besprochen und diskutiert werden.<br /><br /><strong>Donnerstag, 24. November 2011, 19 Uhr<br />Ausstellungseröffnung<br />The Spirit of Art – Strictly off the Record<br />Installation von Hagen Betzwieser, Andrew Hamilton und Ulrike Syha<br />25. November 2011 bis 12. Februar 2012<br /></strong>„The Spirit of Art&nbsp; - Strictly off the Record“ ist ein interdisziplinäres Projekt, das sich mit der Archivierung von Kunst und dem System Medienarchiv auseinandersetzt. Die Künstler Hagen Betzwieser, Andrew Hamilton und Ulrike Syha haben sich auf Einladung der HALLE 14 folgende Fragen gestellt: Was passiert mit Kunst, wenn sie archiviert wird? Hört Kunst in dem Moment auf, wenn sie gelagert, gespeichert, erfasst wird, Kunst im herkömmlichen Sinne zu sein – oder gelangt sie, weniger metaphysisch gedacht, möglicherweise bloß in einen anderen Aggregatzustand? Und wenn ja – ist dieser Vorgang reversibel? Oder ist die Archivierung von Kunst gar ein Ritterschlag, der Zeitpunkt, ab dem sie offiziell, also: langfristig zu leben beginnt? Gibt es da eine Essenz? Oder wird dieser Geist vielleicht schon im Betriebsalltag Kunst so sehr aufgerieben, dass er in einem Archiv gar nicht mehr ankommen kann? Wie zugänglich wünscht man sich überhaupt ein Archiv, wann rücken Fragen des Persönlichkeits- oder Urheberrechts in den Vordergrund? Und ist Zugänglichkeit im Zusammenhang mit einem Archiv vielleicht überhaupt kein entscheidendes Kriterium? Die multimediale Installation „The Spirit of Art – Strictly off the Record“ ist der Versuch, den technischen Vorgang des Archivierens mit Mitteln der Kunst selbst (Installation, Musik, projizierter Text) zu spiegeln, möglicherweise mit einem Augenzwinkern, dabei einige der oben genannten Fragen zu beantworten, und andere - im Dienste der Sache, also: der Kunst - besser unbeantwortet zu lassen. Die Installation besteht aus knapp 200 Umzugskartons, gefüllt mit&nbsp; Kunstdokumenten und Dokumenten zur Kunst, arrangiert zu einer knapp fünf Meter hohen und begehbaren Festung. Umschlossen, geschützt und versteckt wohnt dort der „Spirit of Art“. Betritt man die Festung, erwacht dieser kurzzeitig zum Leben. Durch die komplexen sowie politischen Prozesse, die dieses unerschlossene Archiv umgeben und durchdringen, verfallen der Inhalt und die Information in einen unbefristeten Dornröschenschlaf, so dass letztendlich die Hüllen zum Medium selbst werden können. Welche Geheimnisse und Erkenntnisse in den atomaren Bausteinen dieses roten Herings in Burgform liegen, kann nur die Zukunft beantworten.</p>
<p class="bodytext"><strong><br />Sa, 26. November 2011, 20 Uhr<br />Performance<br />FOR THE RECORD<br /></strong>Aufführung des Spinnwerk Centraltheater<br /><br /><strong>Donnerstag, 1. Dezember 2011, 17 Uhr<br />Präsentation<br />Kreative Spinner: For The Record<br />2. bis 17. Dezember 2011<br /></strong>Im Rahmen von „For The Record“ fand eine begleitendes Kunstvermittlungsprojekt von Kreative Spinner statt. Innerhalb eines Workshops mit dem Künstler Emanuel Mathias waren die Schüler einer 8. Klasse der Rahn Schulen Leipzig gefragt, sich seinen Arbeiten anzunähern und fotografisch zu inszenieren. Emanuel Mathias arbeitet mit filmischen Archivmaterial.<br /><br /></p>
<h3>Veranstaltungsreihe:</h3>
<p class="bodytext"><strong>For The Record / Reading Loss<br />kuratiert von Anna Schneider, München</strong></p>
<p class="bodytext">„Reading Loss“ ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projektes „For The Record“, die dem konstitutiven Moment von Archiven und ihrer Deutung bzw. Umdeutung durch künstlerische Annäherungen nachgeht. Der Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit teilweise verloren gegangenen oder unzugänglichen Archiven. Sie macht den Umbruch von politischen Systemen sichtbar, legt deren sprachliche und visuelle Rhetorik offen – nicht zuletzt ermöglicht sie den schmerzlichen Prozess des Erinnerns an Verlust. KünstlerInnen und FilmemacherInnen eröffnen durch ihre Interpretationen sowohl eine imaginäre Dimension als auch einen neuen analytischen Zugang zur politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.<br /><br /><strong>Dienstag, 29. November 2011, 19:30 Uhr<br />Vortrag<br />Performing the Archive – Dominique Gonzalez-Foerster und die Kunst des Öffentlichen<br />Referentin: Beatrice von Bismarck (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig)</strong><br />Archive lassen sich als von Machtverhältnissen durchzogene Orte beschreiben, an denen sich Legitimationsstrategien manifestieren. Die Bindung an die Vergangenheit, an das Gewesene, und die Statik einer solchen Vorstellung vom Archiv erklären die Sehnsucht nach ihrer Zerstörung, die sich seit der Museumskritik der Avantgarde der 1920er Jahre bis heute mit unterschiedlichen Zielsetzungen immer wieder artikuliert. Ausgeschlossen bleibt dabei nicht nur die konstitutive Kraft des Archivierens, die ihren Gegenstand in der Aufzeichnung erst hervorbringt, sondern auch Mehrstimmigkeit und Dynamik als Kennzeichen der Prozesse der Bedeutungskonstitution. Der Vortrag befasst sich am Beispiel der Praxis der französischen Künstlerin Dominique Gonzalez-Foerster mit dem Potential der Aktualisierung des Archivs, die die begründenden Annahmen seiner Entstehung zur Aufführung bringen und in dem Zuge einer Umdeutung unterziehen.<br /><br /><strong>Do, 1. Dezember 2011, 18:30, Luru Kino<br />Filmscreening<br />Anri Sala: Intervista (AL 1998, 25')</strong><br />Im Haus seiner Eltern findet der damals 23-jährige Filmstudent Anri Sala eine Filmrolle: Sie zeigt Salas Mutter Valdet, die eine Rede auf dem Kongress der Kommunistischen Partei Albaniens (1977) hält. Doch die Tonspur ist verloren gegangen und die Mutter kann sich nicht mehr an den Sinn ihrer Worte erinnern. Auf der Suche nach der Tonspur des Filmmaterials besucht Anri Sala den früheren (und später inhaftierten) Parteiführer Envor Hoxha und den Tonmann des damaligen Filmstudios. Doch auch sie haben keine Erinnerung mehr. Erst bei einem Besuch in einer Schule für Taubstumme in Tirana können die Worte der Mutter rekonstruiert werden.<br />Anri Salas frühes Schlüsselwerk erzählt davon, wie eng Sprache mit den politischen Ideologien ihrer Zeit verbunden ist. Es ist damit auch ein Zeugnis des Versagens und des Verlustes der Sprache durch den Umbruch politischer Systeme: „Es ist ein bisschen so, als sei die Sprache zerbrochen“, meint Anri Sala selbst.<br /><strong>Harun Farocki und Andrei Ujica: Videogramme einer Revolution (DE 1992, 107')<br /></strong>Der Herbst 1989 blieb uns im Gedächtnis als eine Abfolge visueller Ereignisse. Den Bildern nach war die Geschichte wiedergekehrt. Wir sahen Revolutionen. Und das vollständigste Revolutionsszenario lieferte Rumänien. In nur zehn Tagen und nur zwei Städten spielte sich alles ab: Aufstand des Volkes, Sturz der Macht, Hinrichtung der Herrscher - in der Hauptstadt und vor der Kamera. Denn in Bukarest wurde der TV-Sender von Demonstranten besetzt, blieb etwa 120 Stunden auf Sendung und etablierte einen neuen historischen Ort: das Fernsehstudio. Das Geschehen wurde zudem von Videoamateuren und Kameramännern der staatlichen Filmstudios festgehalten. Wagte es beim Ausbruch des Aufstandes nur eine Kamera aufzuzeichnen, so waren ein Tag darauf gleich Hunderte im Einsatz. Zwischen dem 21. Dezember 1989 (der letzten Rede Ceausescus) und dem 26. Dezember 1989 (der ersten TV-Zusammenfassung seines Prozesses) nahmen Kameras die Ereignisse an den wichtigsten Schauplätzen in Bukarest fast vollständig auf. Harun Farocki und Andrei Ujica rekonstruierten aus Amateur- und Profifilmmaterial eine Montage jener Tage mit der Absicht, die sichtbare Chronologie jener Tage zu rekonstruieren und dabei präzise das Verhältnis zwischen Macht und Medien zu untersuchen.<br /><br /><strong>Sa, 14. Januar 2012<br />Videoinstallation<br />Susana de Sousa Dias: 48 (PT 2009, 93')<br />11 Uhr Eröffnung und 15 Uhr Künstlergespräch<br />14. Januar bis 12. Februar 2012<br /></strong>48: Das ist die Nummer, die die Anzahl der Jahre anzeigt, die Portugal unter der Diktatur von Salazar erlitten hat. Die portugiesische Künstlerin de Sousa Dias geht den Spuren der Schreckensherrschaft der politischen Polizei PIDE nach. Porträtaufnahmen, die von Menschen bei ihrer Verhaftung gemacht wurden, stellt sie den Entlassungsfotos gegenüber. Was kann ein Porträt über ein politisches System erzählen? Und was über erlittenes Leid? Erzählungen und Erinnerungen der ehemals politischen Gefangenen begleiten die Spurensuche. (Dunja Bialas)</p>
<h3>Kurzbiografien:</h3>
<p class="bodytext"><strong>Hagen Betzwieser</strong> studierte Kommunikationsdesign an der Merz Akademie in Stuttgart und an der University of Portsmouth in Großbritannien. Seine künstlerische Praxis besteht aus dem Spiel mit den Möglichkeiten. 2001 begründete er als Gedankenexperiment das „Institut für Allgemeine Theorie“. Hier arbeitet er in einem undefinierten Zwischenbereich, in der kein Unterschied mehr zwischen Fiktion und Wissenschaft, Kunst und Handwerk, Selbstständigkeit und Selbstausbeutung, zwischen Spiel, Experiment und bezahlter Arbeit, zwischen Versuchs- und Werkraum gemacht wird.<br /><br /><strong>Beatrice von Bismarck</strong> ist Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Von 1989 bis 1993 war sie am Städelschen Kunstinstitut, Frankfurt am Main, in der Abteilung 20. Jahrhundert tätig. Von 1993 bis 1999 lehrte sie an der Universität Lüneburg. Sie war Mitbegründerin und Leiterin des Kunstraum der Universität Lüneburg. Ebenso war sie im Jahr 2000 Mitbegründerin und Leiterin des /D/O/C/K-Projektbereich der HGB Leipzig. 2009 initiierte sie den Studiengang Kulturen des Kuratorischen. Ihre derzeitigen Forschungsgebiete umfassen Theorie und Praxis verbindende Ansätze kultureller Produktion, kuratorisches Handeln, der künstlerische Arbeitsbegriff, kulturelle Praxis und Globalisierungseffekte und Funktionen des postmodernen Künstlerbilds. Neben vielen anderen Publikationen veröffentlichte sie zusammen mit Hans-Peter Feldmann und Hans Ulrich Obrist “Interarchive. Archivarische Praktiken und Handlungsräume im zeitgenössischen Kunstfeld“, Köln 2002.<br /><br /><strong>Harun Farocki</strong> ist einer der wichtigsten Essay-Filmer Deutschlands. 1944 geboren in Nový Jicin (Neutitschein), gelegen in dem damals von den Deutschen annektierten Teil der Tschechoslowakei. 1966-68 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (West). 1974-84 Autor und Redakteur der Zeitschrift Filmkritik, München. 1998-99 „Speaking about Godard/Von Godard sprechen“, New York/Berlin. (Zusammen mit Kaja Silverman). 1993-99 visiting professor an der University of California, Berkeley. Seit 1966 über 100 Produktionen für Fernsehen oder Kino: Kinderfernsehen, Dokumentarfilme, Essayfilme, Storyfilme. Seit 1996 zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen in Museen und Galerien. 2007 mit „Deep Play“ Teilnahme an der documenta 12. Seit 2004 Gastprofessor und seit 2006 ordentlicher Professor an der Akademie für Bildende Künste, Wien.<br /><br /><strong>Andrew Hamilton</strong> ist in Dublin geboren und studierte Komposition an der Royal Irish Academy of Music und an der Chetham’s School of Music in Manchester und bewegt sich vorrangig im Feld Neue Musik. Er promovierte an der University of York. Die Kompositionen Hamiltons waren Teil verschiedener Festivals und wurden u.a. gespielt vom RTÉ National Symphony Orchestra, dem RTÉ Concert Orchestra, der BBC Philharmonic, den BBC Singers, dem Hilliard Ensemble, dem Crash Ensemble sowie dem National Chamber Choir of Ireland.<br /><br /><strong>Tabea Lurk</strong> studierte 1997 bis 2004 studierte Kunstgeschichte und Medientheorie in Karlsruhe, Leipzig und Osnabrück und arbeitet seit 2006 als Mitarbeiterin bei „Aktive Archive“ an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2010 ist sie dort Dozentin im Fachbereich Konservierung und Restaurierung. Ihre Forschungsfelder betreffen u.a. den Aufbau und die Etablierung von Konservierung, Restaurierung und Archivierung digitaler Kulturgüter mit Schwerpunkt auf komplexe digitale Objekte.<br /><br /><strong>Emanuel Mathias</strong> ist auf der Baumwollspinnerei ansässig und studierte von 2002 bis 2009 Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) und an der Universidad des Bellas Artes in Bilbao. Im Jahr 2009 machte er sein Diplom bildende Kunst bei Christopher Muller. Momentan ist er Meisterschüler bei Christopher Muller und Tina Bara an der HGB Leipzig.<br /><br /><strong>Anri Sala</strong>, geboren 1974 in Tirana, ist einer der führenden zeitgenössischen Künstler. Ausgehend von seinen persönlichen Erfahrungen setzen sich dessen frühe Videos und Filme mit dem sozialen und politischen Wandel seines Heimatlandes Albanien auseinander. Heute beschäftigt Sala sich in seinen poetischen Arbeiten zunehmend mit Sound und der Beziehung von Ton und Bild. Anri Sala lebt und arbeitet in Berlin. Er war nominiert für den prestigeträchtigen Hugo Boss Preis (2002) und erhielt den Goldenen Löwen für junge Künstler der Venedig Biennale (2001). Seine Werke wurden weltweit in prominenten Ausstellungen gezeigt, einschließlich der Venedig Biennale (1999, 2001 und 2003), der Istanbul Biennale (2003), der Berlin Biennale (2001 und 2006) und der Manifesta (2000). Einzelausstellung hatte er zuletzt u.a. in der Serpentine Gallery, London; Galerie Chantal Crousel, Paris; im Musée d’art contemporain de Montréal und im Kurimanzutto, Mexico Stadt.</p>
<p class="bodytext"><strong>Anna Schneider</strong> ist Kritikerin und Kuratorin aus München und arbeitet momentan am Museum Villa Stuck in München. 2009 erhielt sie ihren Master im Fachbereich Exhibition &amp; Museum Studies am San Francisco Art Institute. Als freie Kuratorin realisierte Schneider bereits verschiedene Ausstellungsprojekte, die sich mit der kuratorischen Praxis in Archiven beschäftigten, u.a. „Liquid Archives“ (2009), „Die Grammatik des Buches“ (2010) und „Performing the document“ (2011).<br /><br /><strong>Susana de Sousa Dias</strong> ist 1962 in Lissabon geboren. Studium der Kunst und Philosophie an der Universität von Lissabon und Film an der Escola Superior de Teatro e Cinema (ESTC). Sie arbeitet theoretisch und künstlerisch in den Bereichen Kunst, Film und Musik zur Zeit an der Université Paris 8 und an der Hochschule für Kunst in Lissabon. 2001 gründet sie die Produktionsfirma Kintop.<br /><br /><strong>Ulrike Syha</strong> arbeitete 1995-96 als Dramaturgin am Staatstheater Darmstadt – zuerst im Bereich Dramaturgie, später als Regieassistentin. Anschließend studierte sie Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Von 1999 bis 2002 hatte sie ein Engagement als Regieassistentin am Schauspiel Leipzig inne. Im April 2002 war Syha Teilnehmerin der Werkstatttage am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Im Jahr 2002 erhielt sie den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker. Ihr Stück „Nomaden“ war 2003 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, ebenso ihr Stück „Privatleben“. In der Spielzeit 2009/10 war Ulrike Syha Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.<br /><br /><strong>Andrei Ujica</strong> ist ein rumänischer Autor, Regisseur und Drehbuchautor. Er lebt seit 1981 in Deutschland und ist seit 2001 Hochschullehrer in Karlsruhe. Ujica studierte Literatur in Timișoara, Bukarest und Heidelberg. Ab 1968 veröffentlichte er in gewissen Abständen Prosa, Verse und Essays. Filme wie „Videogramme einer Revolution“ (1992), „Out of the Present“ (1999) und „Unknown Quantity“ (2005) sind wichtige Referenztitel der jüngsten Filmgeschichte. Seit 2001 ist er Professor für Film an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und seit 2002 Gründungsdirektor des ZKM | Filminstituts.</p>
<p class="bodytext">&lt;media 1201&gt;Diese Pressemitteilung als PDF herunterladen.&lt;/media&gt;</p>
<h3>Kontakt:</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Michael Arzt<br />Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br /><a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('pdlowr-suhvvhCkdooh47');" title="Opens window for sending email" class="mail" >presse&Oslash;halle14</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">+49 (0)341 492 42 02</p>]]></content:encoded>
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			<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 18:40:00 +0100</pubDate>
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