AKTUELLE PRESSEMELDUNG

halle 14 zum rundgang - zeit als gabe

(Leipzig, 9. September 2014) Die HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnet anlässlich des Rundgangs der SpinnereiGalerien zwei Ausstellungen, in deren Fokus die Zeit als Gabe steht. Die von Jörg van den Berg kuratierte Schau »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« widmet sich der »guten«, der gemeinsamen Zeit, im Gegensatz zur sich stets beschleunigenden Ich-Zeit.
Auch in »Trusted Time« steht die Zeit als Geschenk im Mittelpunkt. Präsentiert werden hier Ergebnisse des HALLE 14-Studioprogramms von drei schottischen Residenzkünstlerinnen.
Passend zum Thema begeben sich die Kunstvermittlerinnen der HALLE 14 mit den jungen Rundgangsgästen auf die »Suche nach der verlorenen Zeit«.
Im 1. Obergeschoss öffnen die derzeitigen Residenzkünstlerinnen Claudia Kleiner und Isabel Cordeiro ihre Ateliers für Besucher und zeigen aktuelle Arbeiten.

Am Samstag, den 13. September 2014, um 15 Uhr, eröffnet die HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst zwei Ausstellungen, die sich der Zeit als Gabe widmen. In zehn Werken und einer Performance widmet sich die Gruppenausstellung »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« (bis 9. November 2014) der »guten«, der gemeinsamen Zeit. Während unser Leben immer schneller zu verlaufen scheint, der Effizienz und Beschleunigung der Arbeitswelt gehorchend, und selbst die Pause nur der Regeneration von Arbeitskraft dient, nehmen wir uns selten noch genug Zeit, weder für uns noch für Andere. Diese »Krise der Zeit« thematisiert »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« und fordert dazu auf, sich selbst wieder mehr Zeit (als notwendig) zu nehmen und sie auch Anderen – dem Kunstwerk und dem Mit-Betrachter – zu geben. In der Ausstellung geht es um Erinnerung, Gegenwart, Zukunft und eine neue Zeitpolitik. Der Besucher soll die Werke »aushalten in ihrer schweigenden Wesentlichkeit, mit der sie uns in eine Wesentlichkeit unserer selbst einberufen.« (Michael Brötje) Für die Dauer des Rundgangs wird Anja Braun in der Ausstellung ihre Performance »Standbilder« zeigen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstverein Friedrichshafen.
Die zweite Ausstellung »Trusted Time« (bis 9. November 2014) präsentiert neue Arbeiten der drei schottischen Künstlerinnen Delia Baillie, Valerie Norris und Anna Orton. Die Künstlerinnen waren im Frühjahr und Sommer 2014 als Stipendiatinnen des HALLE 14-Studioprogramms in Leipzig zu Gast. Die Arbeiten sind während und nach ihrem Aufenthalt in Leipzig entstanden. Zudem wird am 13. September, um 16 Uhr, die Performance »Another Family Snap« der Ortonandons in der HALLE 14 zu sehen sein. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Künstlerhaus HospitalfieldArts in Arbroath, Großbritannien.

Passend zum Thema der Ausstellungen begibt sich das Kunstvermittlungsteam der HALLE 14 mit den jungen Rundgangsbesuchern ab 8 Jahren auf »Die Suche nach der verlorenen Zeit«. An beiden Rundgangstagen (Samstag um 16 Uhr, Sonntag um 14.30 Uhr) erkunden sie mit Kindern und Jugendlichen die Ausstellung »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« und das Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Im 1. Obergeschoss der HALLE 14 öffnen die Residenzkünstlerinnen Claudia Kleiner und Isabel Cordeiro am Rundgangswochenende ihre Ateliers für Interessierte und gewähren einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Zum September 2014 hat der bisherige Programmkurator Michael Arzt die neue Funktion des künstlerischen Direktors der HALLE 14 übernommen. Durch diese strukturelle Neuerung, die sich an der Struktur klassischer Kunstvereine orientiert, liegen inhaltliche und geschäftsführende Leitung der HALLE 14 erstmals in einer Hand. Frank Motz, der ergänzend zu seiner Tätigkeit als Direktor der ACC Galerie Weimar 12 Jahre lang die HALLE 14 als künstlerischer Leiter entscheidend geprägt hat, verlässt das operative Geschäft und wechselt in den Vorstand.


PRESSEKONTAKT

Susanne Reinhardt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Tel.: +49 157 / 376 44 753
E-Mail: presse@halle14.org


PRESSEFRÜHSTÜCK

Donnerstag, den 11. September 2014, 11 Uhr
Vorabbesichtigung der Ausstellung »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« für Medien-vertreterinnen und Medienvertreter mit dem Kurator der Ausstellung Jörg van den Berg


FAKTEN

Adresse: HALLE 14, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig
www.halle14.org, officeØhalle14.org
Tel: 0341/4924202,
Fax: 0341/4924729
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr

AUSSTELLUNGEN UND VERANSTALTUNGEN IN DER HALLE 14 ZUM RUNDGANG DER SPINNEREIGALERIEN

Öffnungszeiten zum Rundgang der SpinnereiGalerien:
Sonnabend, 13. September 2014, 11 bis 20 Uhr
Sonntag, 14. September 2014, 11 bis 18 Uhr

Alle SpinnereiGalerien eröffnen neue Ausstellungen zum Rundgang: www.spinnereigalerien.de

Ausstellung:
diezeiten: More Than Fifteen Minutes
Künstler: Judith Albert, Horst Antes, Anja Braun, Leonie Felle, Carsten Fock, Bettina Grossenbacher, Esko Männikkö, Joseph Marioni, Sophie Reinhold, August Sander, Christoph Schäfer
Dauer: 13. September bis 9. November 2014
Eröffnung: Samstag, den 13. September 2014, 15 Uhr
mit einer Einführung des Kurators Jörg van den Berg
Führungen: ab 20. September 2014, jeden Samstag um 16 Uhr
Eintritt: frei
Beschreibung: Alle Zeitformen, die nicht dem Diktat der Effizienz und Beschleunigung gehorchen und die Kreisläufe der Information, der Kommunikation und des Kapitals behindern, sind uns abhanden gekommen. Zeit hat heute kein Halten mehr und wird immer schneller. Selbst die Pause und die allseits angepriesenen Entschleunigungspraktiken dienen letztlich nur der Regeneration von Arbeitskraft. Sie verbleiben im Modus der Arbeitszeit, die alle anderen Zeitformen – den Feierabend, die Muße, die Zeremonie und das Fest – kolonialisiert hat.
In zehn Werken und einer Performance widmet sich die Ausstellung »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« der Zeit als Gabe. »Die Zeit, die sich beschleunigen lässt, ist eine Ich-Zeit.  ... Es gibt aber auch eine andere Zeit, nämlich die Zeit des Mitmenschen, eine Zeit, die ich ihm gebe. Die Zeit des Anderen als Gabe lässt sich nicht beschleunigen. ... Im Gegensatz zur Ich-Zeit, die uns isoliert und vereinzelt, stiftet die Zeit des Anderen die Gemeinschaft, ja die gemeinsame Zeit. Sie ist die gute Zeit«, so der Philosoph Byung-Chul Han.
Es geht um die Krise der Zeit und eine neue Zeitpolitik, um absolute Gegenwart und endlose Dauer, um vorwärts- und rückwärtsgewandte Wiederholungen. Es geht darum, sich selbst und den Anderen – dem Kunstwerk und dem Mit-Betrachter – mehr Zeit als nötig zu geben. Es geht um den »Anspruch der Bilder an uns: Sie auszuhalten in ihrer schweigenden Wesentlichkeit, mit der sie uns in eine Wesentlichkeit unserer selbst einberufen.« (Michael Brötje)
Förderer: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturamt der Stadt Leipzig, Stiftung Federkiel
Kooperationspartner: Kunstverein Friedrichshafen
Weitere Informationen: www.halle14.org

Ausstellung:
Trusted Time
Künstler: Delia Baillie, Valerie Norris, Anna Orton & Ortonandon
Dauer: 13. September bis 9. November 2014
Eröffnung: Samstag, den 13. September 2014, 15 Uhr
Eintritt: frei
Beschreibung: Im Rahmen einer Kooperation mit dem schottischen Künstlerhaus HospitalfieldArts waren drei Künstlerinnen aus Dundee im Frühjahr und Sommer 2014 eingeladen, eine Residenz an der HALLE 14 zu verbringen. Delia Baillie, Valerie Norris und Anna Orton verbindet ein Interesse an Formen und Sprache und das bewusste Agieren im Spannungsfeld zwischen Intuition und tiefer Kenntnisse kultureller Bezüge. Sie wurden ausgewählt, für eine begrenzte Zeit in Leipzig zu leben und zu arbeiten. Diese Präsentation zeigt ihre neuen Arbeiten, die während und nach dem Aufenthalt entstanden sind.
Delia Baillie präsentiert eine Serie von Arbeiten auf Papier, die sowohl eine direkte Reaktion auf Leipzig als auch eine Reflektion über ihre malerische Praxis zwischen Figuration und Abstraktion der letzten zwei Jahre darstellen. Ausgangspunkt waren Fotografien einer großen Baustelle zur Erneuerung der Uferanlage von Dundee, die Baillies tägliche Wege veränderte und ihr Interesse weckte: Neben Schutt, der zum Abtransport bereit lag, warteten neue Materialien gestapelt auf ihre Verwendung. Diese Bestandteile von Erneuerung und Zerstörung teilten einen gemeinsamen Kontext: Alle waren auf Baustoffpaletten gelagert, die ihnen zufällig eine einheitliche Form verliehen, und glichen so abstrakten Skulpturen auf Sockeln. Die Körperlichkeit dieser Metall- und Betonstrukturen waren die Basis für gegenstandslose Kompositionen. Die Titel dieser Arbeiten stammen von phonetischen Instruktionen, die Baillie ihrem Deutsch-Sprachführer entnahm. Baillie nummerierte ihre Gemälde in der Chronologie ihrer Entstehung. Wenn Baillie ihr 26. Bild »zehks oond tsvahn tseek« nennt, spielt sie humorvoll mit der Beschreibung einer Sprache durch eine andere, die zugleich konkret greifbar wie nebulös bildhaft ist.
In den Arbeiten von Valerie Norris entstehen die Bedeutungsschichten durch das Zusammenspiel einer visuellen Sprache zwischen Malerei, Objekten, Form, Farbe, Bild und Text. Norris’ Werk ist durch eine Vielzahl von Referenzen aus Archivbildern, Fundobjekten, Gebrauchtwaren, Zitaten aus Magazintexten, Filmen, Mode, Musik, Natur, Literatur und Poesie beeinflusst. Nicht-lineare Erzählformen und zufällige Assoziationen werden durch einen Prozess von Anordnung und Spiel erschaffen. Für diese neue Werkgruppe verwendete Norris ortsspezifische Materialien und gefundene Objekte, mit denen sie Vorstellungen und Ideen zu den Bereichen Farbe, Sprache und Form ausdrückt. Indem sie sich in ihren Collagen und Skulpturen auf eine ganz bestimmte Farbpalette des Designs aus dem 20. Jahrhundert bezieht und auf literarische Strukturen und Wahrnehmungsformen anspielt, erkundet ihr Werk Irritationen in der Wahrnehmung und die Spannung zwischen Realität und Phantasie.
Anna Orton verfolgt einen multidisziplinären Ansatz, der Malerei, Bildhauerei, Druckgrafik, Theater, Modellbau und digitale Bilder verbindet. Das autobiografische Element, welches sie in einem weiten politischen und sozialen Kontext erforscht, steht meist im Kern ihrer Arbeit. Für die Ausstellung schuf sie die ortsspezifische Installation »Come eat with me, my imaginary friend«. Ortons individuelle künstlerische Praxis verbindet sich mit dem Gemeinschaftsprojekt  Ortonandon – einer offenen Zusammenarbeit mit ihren beiden Schwestern Katie und Sophie Orton. Am 13. September, um 16 Uhr, präsentieren die Ortonandons ihre neue Performance »Another Family Snap«.
Förderer: British Council Deutschland, Creative Scotland
Kooperationspartner: HospitalfieldArts, Künstlerhaus in Arbroath, Großbritannien
Weitere Informationen: www.halle14.org, www.deliabaillie.com, www.valerienorris.tumblr.com, www.ortonandon.com
Pressebilder: www.halle14.org/presse/pressebilder.html

Veranstaltung:
»Standbilder« – Performance von Anja Braun
Termin: Samstag, 13. September 2014, 11 bis 20 Uhr
Sonntag, 14. September 2014, 11 bis 18 Uhr

Veranstaltung:
»Another Family Snap« – Performance von Ortonandon
Künstler: Anna, Katie und Sophie Orton
Termin: Samstag, 13. September 2014, 16 Uhr

Angebot für die jungen Besucher des Rundgangs der SpinnereiGalerien:
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Termine: Samstag, 13. September 2014, 16-17:30 Uhr
Sonntag, 14. September 2014, 14:30-16 Uhr
Teilnehmer: ab 8 Jahren
Beschreibung: Du magst Rätsel und Geheimnisse? Dann bist du beim Rundgangsangebot des Kunstvermittlungsprogramms genau richtig! Gemeinsam treffen wir auf rätselhafte Objekte, erkunden mysteriöse Relikte der Vergangenheit und machen uns auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Sei dabei und begib dich mit dem Kunstvermittler-Team der HALLE 14 auf eine spannende Spurensuche in der Ausstellung »diezeiten: More Than Fifteen Minutes« und auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei!
Materialbeitrag: 2 €
Treffpunkt: Besucherzentrum der HALLE 14

Open Studios der Stipendiaten der HALLE 14:
Open Studio: Claudia Kleiner
Beschreibung: Bereits zum 9. Mal hat die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen das Heimspiel-Stipendium vergeben. In diesem Jahr wurde die Dresdner Malerin Claudia Kleiner von der Jury für das dreimonatige Stipendium inklusive  Atelier in der HALLE 14 ausgewählt. Kleiner hat 2013 ihr Meisterstudium an der Hochschule für bildende Künste Dresden abgeschlossen. Zum Rundgang präsentiert sie in ihrem Studio Bilder mit abstrakt-expressionistischen Farblandschaften, die zwischen bekannten, konkreten und vagen Formen navigieren.
Ort: Studio 2, 1. OG der HALLE 14, Aufgang C
Weitere Informationen: www.claudiakleiner.de

Open Studio: Isabel Cordeiro – The Comma in the Right Place
Beschreibung: Die Künstlerin Isabel Cordeiro stammt aus Portugal und lebt derzeit in Amsterdam. Mit der Unterstützung der Calouste Gulbenkian Foundation nimmt sie für zwei Monate am Residenzprogramm der HALLE 14 teil.
Am 13. und 14. September öffnet sie ihr Atelier, um Arbeiten zu präsentieren, in denen sie untersucht, wie Gemälde an Architektur erinnernde dreidimensionale Räume abstecken. Dazu konstruierte sie eine Serie von Strukturen aus Aluminium und Holz, die einen Raum umreißen und als Gerüst für Gemälde dienen. Auf diesem Weg entsteht ein Eindruck von Volumen und ein der Malerei eigener Raum.
Ort: Studio 7, 1. OG der HALLE 14, Aufgang C
Weitere Informationen: www.isabelcordeiro.com

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"Does Humor Belong in Art?" – Internationale Gruppenausstellung des Leipziger Kunstzentrums HALLE 14 widmet sich dem Humor in der Kunst

Welchen Platz nimmt der Humor in der gegenwärtigen Kunstpraxis ein? Und gehört Humor überhaupt zur Kunst? Mit diesen grundsätzlichen Fragen beschäftigt sich die kommende Ausstellung der HALLE 14 „Does Humor Belong in Art?“ Künstler aus sechs Ländern demonstrieren mit ihren Werken vom 3. Mai bis 6. Juli 2014 den Umgang der zeitgenössischen Kunst mit dem Thema Humor. Zu sehen sind unter anderem Video-, Foto- und Objekt-Installationen, Gemälde und Drucke. Zu den Künstlern der internationalen Gruppenausstellung gehören Tymek Borowski (Polen), Jannike Låker (Norwegen), Yoshua Okón (Mexiko), Young-Hae Chang Heavy Industries (Korea), Bob und Roberta Smith (Großbritannien) und Egill Sæbjörnsson (Island).

Lach- und Sachgeschichten

Wie gewohnt wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. So laden die Leipzigerin Antje Hellriegel (Lachyogatrainerin, Mitglied im HumorCare Deutschland e.V., Leipzig) und die Kunstvermittlerinnen der HALLE 14 im Rahmen der Ausstellung zu ganz besonderen Trainingseinheiten ein: „Ho Ho hahaha – Drei Übungsstunden - Kunst und Humor zu verbinden“. Das Publikum kann in drei Sessions mit der Lachyogatrainerin die positiven Energien des Lachens erleben und im Anschluss beschwingt mit den Kunstvermittlerinnen der HALLE 14 die Ausstellung besuchen. Außerdem wirft der Bremer Kulturwissenschaftler Rainer Stollmann am 14. Mai in seinem Vortrag einen Blick in die „Kulturgeschichte des Lachens“.

Recherche leicht gemacht

Die Kunstbibliothek der HALLE 14 offeriert einen Handapparat mit Katalogen zu den präsentierten Künstlerinnen und Künstlern sowie weiterführende Literatur zum Thema Humor in der Kunst, der den Besuchern zur eigenen Recherche bereitsteht. Zudem bieten die Kunstvermittler der HALLE 14 auf Anfrage Workshops für Jugendliche bzw. Schulklassen zu ausgewählten künstlerischen Positionen an.

Hintergrund Kunst und Humor

Humor hatte in der sakralen Kunst nichts verloren, die klassische Kunst mied das Lachen, im frühen Christentum und Mittelalter war Fröhlichkeit verpönt, galt als unstatthaft. Wenngleich zu allen Zeiten gelacht wurde, lehnt die „hehre“, „wahre“, „ernste“, „erhabene“, „zeitlose“ bildende Kunst nicht selten die Darstellung oder Auslösung dieses Gefühlsreflexes ab – trotz ihrer langen Tradition des Humoristischen von Rembrandt van Rijn, Francisco de Goya und Honoré Daumier über Marcel Duchamp und René Magritte zu John Waters, Raymond Pettibon und Vik Muniz. Auch Kunstgeschichtler neigen dazu, Humor zu umgehen. Oft findet Humor seinen Ausdruck in der Kunst durch die Überlagerung von visueller und sprachlicher Ebene oder Wortspiele, die Spiegelung des eigenen (Gesellschafts)Systems oder Kontextverschiebungen, das Umkehren von Sinn, Logik und gesundem Menschenverstand oder das Kollidieren verschiedener Wertesysteme, Alltagsrealitäten und Vorstellungen. Immer hängt, worüber man lacht, von den jeweiligen moralischen und ästhetischen Vorstellungen einer Zeit ab, auch in der Kunst. Nicht immer gibt es nur eine Pointe und manchmal wissen wir nicht, ob es in Ordnung ist, zu lachen oder nicht, ob ein Kunstwerk gleichzeitig voller Humor und kritisch sein kann oder ob sich Gegenwartskünstler immer ernst nehmen. Oder ob es wirklich „keine größere Macht als die Macht des Lachens gibt“, ob also im Humor, auch dem in der Kunst, eine gesellschaftliche oder politische Sprengkraft verborgen sein kann. Humor ist in all seinen Facetten ambivalent. Während man durch versöhnliches Scherzen einen Streit zu schlichten vermag, sind stichelnde Ironie und bitterer Sarkasmus schnell dessen Auslöser. Humor ist eine notwendige Überlebensstrategie. Wer zuletzt lacht, lacht am längsten. Generell ist die anthropologische Funktion des Humors offensichtlich und allgegenwärtig: er ist unabdingbare Grundlage für Freund- und Partnerschaften, wirkt anziehend – und ist so ein wichtiges Verbindungsglied zwischen uns und unserem Gegenüber.

Hintergrund Lachyoga

Während Kinder noch bis zu 400-mal am Tag lachen können, schrumpfen die tagtäglichen Lacher im Erwachsenenalter auf schmale 15 Mal. Dabei ist es sprichwörtlich, dass Lachen gesund ist. Diesem Missstand nahm sich der indische Arzt Dr. Madan Kataria 1995 an, als er den ersten Lachklub in einem Park Mumbais gründete. Zuerst versuchte er, die Menschen mit Witzen zu erheitern. Da das nur mäßig funktionierte, und das menschliche Gehirn ohnehin nicht zwischen gespieltem und echtem Lachen unterscheidet, konzentrierte er sich schnell auf die physiologische Komponente. Daraus entstand Lachyoga, eine Kombination aus Klatsch-, Atem- und Pantomimeübungen wie dem Hahn, dem Gorilla oder dem Löwen, gepaart mit einer kindlichen Verspieltheit. Termine: Freitags, 16. Mai, 23. Mai und 30. Mai 2014, jeweils 15 Uhr (1. Kurs) Freitags, 13. Juni, 20. Juni und 27. Juni 2014, jeweils 15 Uhr (2. Kurs) 3er-Karte 12 EUR/ ermäßigt 10 EUR
Um Anmeldung unter 0341/4924202 oder officeØhalle14.org wird gebeten. Daten und Fakten "Does Humor Belong in Art?" Internationale Gruppenausstellung der HALLE 14
Eröffnung: zum Frühjahrsrundgang der SpinnereiGalerien am 3. Mai 2014

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HALLE 14 LIEST

Dinos, Kunst und „Meystersinger“

(Leipzig, 4. März 2014) Einst als Popsternchen mit ihrem Hit „Mädchen“ berühmt, agiert Luci van Org heute als erfolgreiche Sängerin, Schriftstellerin, Moderatorin und Drehbuch- und Theaterautorin. Im „Leipzig liest“-Programm der HALLE 14 stellt sie sich gemeinsam mit Greenpeace-Mitbegründerin Monika Griefahn und Philosoph Michael Schmidt-Salomon in einer Podiumsdiskussion der zentralen Menschheitsfrage „Wie wollen wir leben“.

Das Kunstzentrum HALLE 14 beteiligt sich in diesem Jahr so umfangreich wie nie am Rahmenprogramm der Leipziger Buchmesse „Leipzig liest". Vom 13. bis 15. März laden Geschäftsführerin Sophia Littkopf und ihr Team zu neun Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, Kunstinteressierte und Weltverbesserer auf das Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei ein. Das Programm präsentiert Lesungen, Kinder-Workshops, Kunst aus Finnland, Fotografie aus Sachsen, weltbedeutende Grafik aus Leipzig, eine mexikanische Installation und als krönenden Abschluss einen musikalischen Ausklang mit Luci van Org und ihrem unplugged-Gesangsduo „Meystersinger“. Am 15. März verwandelt sich die Kunstbibliothek der HALLE 14 von 11 bis 23 Uhr in ein gemütliches „Lesecafé“ für Familien mit Lesungen, Kaffee und Kunst. Zusätzlich wird während der Leipziger Buchmesse vom 13. bis 23. März im Besucherzentrum der HALLE 14 die Installation „The Questions Library“ der mexikanischen Künstlerin Claudia de la Torre gezeigt. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.

Das Programm im Überblick
13. März,
11 - 12 Uhr,
Lesung für Jugendliche: „Lost Places“
Autor Johannes Groschupf erzählt in „Lost Places“ über die Szene der Urban Explorers (Oetinger Verlag). Aus dem Inhalt: Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen... Ein Roman mit Krimi-Elementen über die wachsende Szene der Urban Explorers.

14. März,
10 - 12 Uhr,
Workshop für Kinder
Kinder stellen unter Anleitung des Kunstvermittlungsteams der HALLE 14 Exlibris her und können diese mit nach Hause nehmen.
Die vielfältig gedruckten Bücherkennzeichen werden vor Ort ausgestellt.

14. März,
19 - 21 Uhr,
Buchpräsentation
Die finnische Künstlerin Niina Lehtonen Braun stellt ihren neuen Kunstkatalog „Mother Said“ vor (Kerber Verlag).
Für ihr Buch sammelte Niina Lehtonen Braun über fünf Jahre lang mütterliche Ratschläge, Lebensauffassungen und Mahnungen. Liebevolle, besorgte, lustige, aber auch kalte, zynische oder befremdende Beiträge hat die Künstlerin in multimediale Collagen übersetzt. Gleichzeitig ist „Mother Said“ eine kollektive Erinnerung an die prägenden Jahre.

15. März,
11 - 23 Uhr
Die Kunstbibliothek wird zum Lesecafé.

15. März,
10.30 - 11.30 Uhr,
Lesung für Kinder ab 6 Jahre
Die Autorin und Illustratorin Ute Krause liest aus „Minus Drei - Humorvolle Geschichten rund um Dinosaurier Minus und Urzeitmensch Lucy“ (cbj Verlag) und zeichnet live dazu.

15. März,
12 - 16 Uhr,
Workshop für Kinder
Kinder erstellen unter Anleitung des Kunstvermittlungsteams der HALLE 14 Exlibris und können diese mit nach Hause nehmen. Die vielfältig gedruckten Bücherkennzeichen werden vor Ort ausgestellt.

15. März,
17 Uhr ,
Buchpräsentation „White Noise“
Die Leipziger Künstlerin Christiane Baumgartner stellt im Gespräch mit Christian Rümelin (Herausgeber) ihre neue Monografie "White Noise" vor (Scheidegger&Spiess). Baumgartner ist mit großformatigen Holzschnitten international bekannt geworden. Sie zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Druckgrafikerinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Werke sind in Einzel- und Gruppenausstellungen bereits in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, den USA und Japan ausgestellt worden. Christian Rümelin ist Kunsthistoriker und Kurator.

15. März,
19 Uhr,
Buchpräsentation „Farben des Verfalls“
Der Fotograf Burkhard Schade präsentiert seine neueste Publikation „Farben des Verfalls" (Mitteldeutscher Verlag).
Der Dresdner Fotokünstler hat vergessene Orte in Sachsen aufgesucht. Auf den ersten Blick sieht der Betrachter zunächst nur Zerfall und Niedergang. Doch Schade hat sie aus dem richtigen Winkel entdeckt, ins rechte Licht getaucht und fotografiert – und so die Geschichte des Verfalls in beeindruckenden Farben sichtbar gemacht. Sein Motto: „Nicht die Sicht auf die Fassade, sondern der Blick dahinter ist mir wichtig." Die Moderation übernimmt der MDR-Journalist Sebastian Hesse-Kastein.

15. März,
21 - 22.30 Uhr,
Manifestpräsentation / Podiumsdiskussion / Live-Musik
Auf der Grundlage des Buches „Manifest" des Künstlers Helge Hommes diskutieren Monika Griefahn (Bundestagsabgeordnete a.d.), Michael Schmidt-Salomon (Philosoph) und Luci van Org (Sängerin & Schriftstellerin) die Frage "Wie wollen wir leben?". „Wie wollen wir leben?“ ist hier nicht bloß eine Frage des individuellen Lebensstils, sondern von globaler Bedeutung. Es ist evident, dass sich die Menschheit weiterentwickeln muss, will sie nicht vorzeitig von der Bühne des Lebens abtreten. Doch in welche Richtung sollte es gehen? Und was kann der Einzelne dafür tun? Finden wir in der Wissenschaft, der Philosophie, der Kunst überzeugende Antworten auf die existenziellen Probleme der Gegenwart? Inwiefern kann ein spezieller Lebensbereich wie zum Beispiel Popkultur Zündfunke sein für ein bewussteres Leben, statt einfach nur Zerstreuung zu bieten? Kann, darf, sollte „Weltverändern“ unterhaltsam sein? Die Moderation übernimmt Anette Ehlers (Juristin). Im Anschluss sorgt Luci van Org mit ihrem unplugged-Gesangsduo „Meystersinger" für den musikalischen Ausklang des Abends.

13. - 23. März,
Installation „The Questions Library“
Die Installation „The Questions Library“ ist ein partizipatives Projekt der Mexikanerin Claudia de la Torre. Die Künstlerin empfindet eine typische Bibliothek in ihrem Aufbau mit Tisch, Stühlen, Leselampe und Bücherregal nach. Der Bestand dieser Bibliothek umfasst momentan mehr als 500 Bücher, die Claudia de la Torre durch verschiedene Ausstellungen und einen öffentlichen Aufruf auf der Projektseite (www.thequestionslibrary.tumblr.com) zusammentragen hat. Jeder Buchtitel besteht aus einer Frage, die ganz unterschiedlichen Themengebieten entstammen kann: „Zum Dasein verflucht?“, „Wo bin ich?“ oder „Skilanglauf wie und wo?“ Die Künstlerin klassifiziert die Bücher nicht nach Inhalt, wie üblich, sondern nach der Art der Fragestellung (u.a. Ja/Nein- Fragen, Modal-Fragen, Temporal-Fragen). Dadurch ergeben sich neue inhaltliche Korrespondenzen und Kategorien, die Lust machen, sich auf der Suche nach Antworten der Lektüre vor Ort zu widmen oder auch das eigene Bücherregal zu Hause auf fragende Sachtitel zu überprüfen. Diese können dann auch während der Ausstellung als neue Exponate in die HALLE 14 mitgebracht werden, denn der Bestand der „Questions Library“ wird ständig erweitert. 

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KÜNSTLERAUSTAUSCH ZWISCHEN LEIPZIG UND SCHOTTLAND STARTET

(Leipzig, 3. März 2014) Im März 2014 startet ein vom British Council und Creative Scotland geförderter Künstleraustausch zwischen dem Künstlerresidenzprogramm HospitalfieldArts (Arbroath, GB) und dem Zentrum für zeitgenössische Kunst HALLE 14 in Leipzig. Im Rahmen des fünfmonatigen Austauschs werden drei Künstler aus Schottland teilnehmen und neben einem Stipendium, ein Studio in der HALLE 14 und eine Unterkunft gestellt bekommen. Auf Einladung der HALLE 14 wird HospitalfieldArts die in Dundee lebenden Künstler Delia Bailie (März bis April), Valerie Norris (Mai bis Juni) und Mick Peter (August) nach Leipzig schicken. Sie sollen hier Zeit finden, fernab alltäglicher Verpflichtungen konzentriert an neuen Werken zu arbeiten und Leipzig erkunden, um neue Anregungen zu entdecken und Kontakte zur hiesigen Kunstszene zu knüpfen.

Zu den Künstlern: Um ihren künstlerischen Ansatz zu verdeutlichen, erzählt die Malerin Delia Bailie (*1977) die Anekdote eines sichtbar aufgewühlten, jungen Mannes, der im Gang eines Busses steht. Obwohl es leere Sitze gibt, nimmt er immer diese in Anspruch, die schon besetzt sind. Jedes Mal, wenn der Bus hält, reißt er sich am linken Ohr und zählt drei Mal bis Drei. Zwanghaftes Verhalten wird oft als Behinderung angesehen. Bailie sieht jedoch im Erschaffen sich wiederholender Formen einen Akt von Katharsis. Sie nutzt die Verbindungen zwischen geschichteten und collagierten Materialien und die Manipulation von Pigmenten und Farben um zu ergründen, wie Gesellschaften mit den sichtbaren Aspekten des Menschseins und der Kollision von äußerer und innerer Erfahrung umgehen. In dem zweimonatigen Aufenthalt möchte sie sich auf eine neue Werkgruppe konzentrieren. (www.deliabailie.com)

Valerie Norris (*1972) arbeitet im Grenzbereich zwischen Malerei und Skulptur und experimentiert mit Verbindung und Zergliederung an den Schnittstellen zwischen Wirklichkeit und Einbildung, zwischen Natur und Kunstfertigkeit und zwischen dem Nachsinnen über das Transformationspotential von Objekten und alltäglichem Schutt. Ihre Werke entstehen aus Archivbildern, Fundobjekten, Gebrauchtwaren, Zitaten aus Magazintexten, Filmen, Mode, Musik, Natur, Literatur und Poesie. Im Zwischenspiel von Malerei, Objekten, Formen, Farben, Bildern und Texten entstehen neue Bedeutungsebenen mit Referenzen zu Kubismus, Konstruktivismus, Dada und Surrealismus. (valerienorris.tumblr.com)

Wenn es um das konzertante Zusammenspiel von Skulptur, Grafik und Text geht, ist Mick Peter (*1974) ein Virtuose: Wie auf einer Bühne verweisen Zeichnungen auf Details von Skulpturen. Durch die Skulpturen nehmen die gezeichneten Charaktere Gestalt an. Die Texte eröffnen eine Vielzahl an literarischen und mündlichen Bezügen. Die Skulpturen bilden wiederum die Bühne für die Erzählung der Texte und die Texte hauchen den Skulpturen Leben ein. Das Überraschungsmoment in diesem Kreislauf der Referenzen ist einem Anti-Realismus geschuldet, der alltägliche Objekte absichtlich falsch wiedergibt, wo die Illusion durch das Wissen um ihre Ersetzung zerstört wird. Fasziniert von Comics und der obskuren Welt des Science Fiction schafft Peter in Zeichnungen und Skulpturen ausgetüftelte, unerklärbare Szenen, die den Rahmen für einen Comic Strip, eine Illustration oder eine metaphysische Geschichte bilden könnten. (www.mickpeter.com)

HospitalfieldArts (Arbroath, Schottland, GB): Seit über 120 Jahren empfing das Hospitalfield House und dessen wundervolle Umgebung an der schottischen Nordseeküste Förderkünstler, Studierende, Lehrende, Schriftsteller und andere, die im weiten Feld zeitgenössischer Kunst, Design und kultureller Ideen arbeiten. Dieser Ort spielt eine zentrale Rolle in den Künsten und im kulturellen Klima Schottlands. Mit dem 2013 erneuerten Programm soll der Ansatz, Gegenwartskultur zu fördern und Fragen zur Rolle von Kunst und Kultur heute zu stellen, auch in der Zukunft fortgesetzt werden. (hospitalfield.org.uk)

Der Künstleraustausch wird gefördert durch: BRITISH COUNCEL und Creative Scotland. 

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"..auf gepackten Koffern"

- Malwettbewerb zum Jubiläum der Mädler-Passage

(Leipzig, 22. Januar 2014) Zu Ehren des 100. Jubiläums der Mädler-Passage veranstaltete das Leipziger Kunstzentrum HALLE 14 einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche zum Thema: „...auf gepackten Koffern“.Unter Anleitung der Maler Sebastian Burger, Claus Georg Stabe und Maria Sainz Rueda befassten sich Leipziger Schülerinnen und Schüler mit dem Themenfeld Reise, Aufbruch, Ankunft und Unterwegssein und erstellten dazu eigene malerische Werke, die vom 27. Januar bis 7. Februar 2014 in den Schaukästen der Mädler-Passage ausgestellt werden. Eine fünfköpfige Jury wählt dazu in den Altersklassen 10 bis 14 Jahre und 15 bis 18 Jahre jeweils einen Preisträger, die mit einem einen Koffer voller wertvoller Malutensilien belohnt werden. Außerdem wird ein Publikumsgewinner gesucht. Dazu liegen in den Läden der Mädler-Passage Stimmzettel zur Bewertung der Bilder aus. Als attraktiver Preis winkt den teilnehmenden Passage-Besuchern ein Gutschein für ein Familiendinner in Auerbachs Keller.

Was: Ausstellung "..auf gepackten Koffern" - Malwettbewerb zum Jubiläum der Mädler-Passage

Wo: Mädler-Passage Wann: 27. Januar bis 8. Februar 2014

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Party mit schrägen Tönen

HALLE 14 feiert den „1.000.051. Geburtstag der Kunst“

(Leipzig, 12. Januar 2014) Partytime in HALLE 14: Am 17. Januar 2014 feiert „die Kunst“ ihren 1.000.051. Geburtstag. In einem avantgardistischen Willkürakt legte der französische Fluxuskünstler Robert Filiou diesen Geburtstag der Kunst vor 51 Jahren fest. An jenem Tag, eben vor 1.000.051Jahren, so Filiou, tauchte jemand einen trockenen Schwamm in einen Eimer mit Wasser - die Kunst war geboren. Seit über zwanzig Jahren begeht ein loses Netzwerk von Künstlern und Kunstinstitutionen weltweit jährlich diesen Tag mit ausgefallenen Aktionen und Performances. Ihre Austauschbörse ist die Internetplattform artsbirthday.net. In diesem Jahr feiert die HALLE 14 mit. Das Kunstzentrum in der Leipziger Baumwollspinnerei hat dazu für den 17. Januar Klang- und Performancekünstler eingeladen, zu Ehren der Kunst aktuelle Projekte in der HALLE 14 zur Aufführung zu bringen.

Zur Geburtstagsparty mit vielen schrägen Tönen kommen u.a. die Klangkünstler Ludger Hennig und Robert Rehnig. Aus 16 Lautsprechern erzeugen sie eine Klanglandschaft bestehend aus aus Fieldrecordings und transformierten Klängen im Besucherzentrum der HALLE 14. (www.hennig.schwingkreise.de, www.robert-rehnig.com, www.klangkunstprojekte.org)

Unter dem Pseudonym 20goto10 präsentiert der in verschiedenen Theaterkollektiven agierende Musiker Nikolaus Woernle seine „Bach Partita #2 Allemande für Violine und Modularsystem“ – ein Zusammenspiel einer Videoaufzeichnung mit einem selbstgenerierenden Modularsystem. (www.20goto10.net)

Seit 2011 treten ULTRALALA vorsätzlich anonym und in wechselnden Besetzungen auf. An diesem Abend wird mit „RITUS“ ein Ritual vollzogen. Außerdem wird das Interlude „Die Künstler ist anwesend“ gegeben. (www.ultralala.de)

Andy McCornrich und YourNailsareFascists, Megatron! bringen uns Neuigkeiten aus Noize, Pop und Electro als Soundtrack zur Preview von Stephan Murers „Gelb – Der Film“. (Moremanypeople.tumblr.com)

Als Hommage an Filiou, wird der Konzept- und Performancekünstler Stefan Riebel nach Abschluss des 1.000.051ten Geburtstagsfestes die Kunst verpacken und für die nächsten 1.000.010 Jahre in der HALLE 14 einlagern. (www.stefanriebel.de)

Was: Art's Birthday 2014 – Der 1.000.051. Geburtstag der Kunst! Mit AndyMcCornrich & YourNailsareFascists, Megatron, Ludger Hennig & Robert Rehnig, Stefan Riebel, ULTRALALA sowie Nikolaus Woernle aka 20goto10
Wann: 17. Januar 2014, ab 18 Uhr
Wo: Besucherzentrum HALLE 14, Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7 04179 Leipzig

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Kunst für die Kunst:

Benefizauktion für die HALLE 14 erbrachte 30.000 Euro

(Leipzig, 13.Januar 2014) Rund 30.000 Euro kamen am 11. Januar 2014 auf der Benefizauktion für die HALLE 14 zusammen. Geld, das dringend für den Betrieb des Kunstzentrums in der Leipziger Baumwollspinnerei gebraucht wird. Rund 1.500 Interessierte verfolgten die spannende Auktion, fachkundig und humorvoll geleitet von Schriftsteller Clemens Meyer und Galerist Uwe-Karsten Günther (LADEN FUER NICHTS) als Auktionatorenduo „Günther Meyer“.
51 Kunstwerke, die von Künstlern und den in der Baumwollspinnerei ansässigen Galerien solidarisch zur Verfügung gestellt worden waren, kamen unter den Hammer.
Die Auktion fand im Rahmen des Kleinen Winterrundgangs der Spinnereigalerien statt (www.spinnerei.de).
„Publikum, und Künstler haben mit ihrem Engagement ein deutliches Zeichen für unser gemeinnütziges Kunstzentrum gesetzt“, sagt HALLE 14-Geschäftsführerin Sophia Littkopf. „Wir sagen herzlich DANKE an alle beteiligten Künstler, Galerien und natürlich an Clemens Meyer und Uwe-Karsten Günther“.
Die Einnahmen des ertragreichen Abends fließen in verschiedene Projekte der HALLE 14, wie geplante Jahresausstellungen internationaler Künstler und das begehrte Kunstvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche.

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AKTUELLE PRESSEMELDUNG

Winterrundgang mit Benefiz-Auktion

Spinnerei-Künstler unterstützen gemeinnütziges Kunstzentrum HALLE 14 mit Bilderspende

(Leipzig, 1. Januar 2014) Dieser Winter wird heiß: Wenn die Galerien der Leipziger Baumwollspinnerei am 11. Januar 2014 zum traditionellen Winterrundgang einladen, dann sollten Kunstfreunde einen längeren Stopp in der HALLE 14 einplanen. Denn Sophia Littkopf, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Zentrums für zeitgenössische Kunst in Leipzig, lockt an diesem Tag ab 16 Uhr Sammler und Kunstbegeisterte mit einer Benefiz-Auktion in „ihre“ Halle. Versteigert werden 52 Werke, die von Künstlern und den in der Baumwollspinnerei ansässigen Galerien solidarisch zur Verfügung gestellt werden. Unter den Hammer kommen beispielsweise Arbeiten von Matthias Weischer, David O’Kane, Tilo Baumgärtel, Hans Aichinger, Sebastian Speckmann, Ricarda Roggan, Henriette Grahnert, KAESEBERG, Jochen Plogsties, Johannes Rochhausen und Edgar Leciejewski. Der Auktionskatalog ist ab dem 20.12. 2013 online auf www.halle14.org zu finden.

Hintergrund der Aktion ist die angespannte wirtschaftliche Situation des HALLE 14 e.V. „Ein Kunstzentrum dieser Art und Größe erfolgreich und mit Qualität zu führen, ist immer ein gewaltiger Kraftakt, nicht nur organisatorisch, sondern vor allem finanziell. Darauf muss man sich einstellen und neue Wege finden, um Ausstellungen, Studioprogramme, Kunstvermittlungsangebote, Veranstaltungen und eine Kunstbibliothek auf die Beine stellen zu können“, erklärt Littkopf. Der Erlös der zum Aufruf kommenden Werke wird den Projekten der HALLE 14 zufließen.

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ist weniger wirklich mehr? - Wenn die mäßigung zum exzess wird

(Leipzig, 06. Oktober 2013) „Statt zu fragen, wofür wir leben, fragen wir uns nur noch, wie wir möglichst lange leben. Wir mäßigen uns maßlos. Das ist das Merkmal unserer Epoche, ihr Krankheitssymptom“; laut Robert Pfaller (Universität für angewandte Kunst Wien, AT) scheint das der Grundtenor unserer heutigen Konsum- bzw. „Light“-Konsumgesellschaft zu sein: Es gibt Kaffee ohne Koffein, Bier ohne Alkohol, Cola ohne Kalorien, Schlagsahne ohne Fett, Sex ohne realen Körperkontakt. Eben alles das, was Spaß macht, nur leider ohne den gewissen Spaßfaktor.

In seinen unterhaltsam geschriebenen und messerscharf pointierten Analysen unserer Verbotsgesellschaft prangert Robert Pfaller genau diese Reduzierung des Lebens an.

Ein Vortrag mit Verführung: Der österreichische Kulturwissenschaftler im Gespräch über die Frage „Wozu es sich zu leben lohnt?“ / Do., 10. Oktober 2013, 19 Uhr / HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst

 

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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Melancholisches Gemüse, vermöbelte Muscheln, ungehorsame Nahrungsbefreiungsarmisten und Biertrinken als Kunst

(Leipzig, 07.08.2013) Die HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnet im Rahmen des Rundgangs der Spinnereigalerien am 21.September 2013 die Gruppenausstellung „THE POLITICS AND PLEASURES OF FOOD“.

Da ist Pfeffer drin: In ihrer Herbstausstellung thematisiert die HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst in Leipzig - die politische Dimension des Essens. Unter dem Titel „The Politics and Pleasures of Food“ werden sich 16 renommierte internationale zeitgenössische Künstler aus 12 Ländern auf ihre ganz persönliche Art mit dem Thema auseinandersetzen. Dabei trifft Dritte Welt auf den Fresswahn des Westens, Genfood auf die Bonsai-Kartoffel. Die Botschaft der Ausstellung ist eindeutig: Essen ist politisch!

Kurator Frank Motz zum Ziel der Ausstellung: „Wir möchten über die Widersprüchlichkeiten im Kontext mit Nahrung und Essen aufklären, Zusammenhänge zwischen politischen, sozialen und ökonomischen Systemen und der Nahrungsproduktion sowie bestehende Konfliktlinien im Kampf um Nahrung, ihre Produktion, Verteilung und Verwertung aufzeigen, nach Auswegen suchen, Formen des praktizierten zivilen Ungehorsams benennen, Mut zu eigenem Handeln machen und dafür beispielhaft ausloten, wie Künstler, Kollektive, Aktivisten und andere Akteure neue Perspektiven und Handlungsspielräume eröffnen.

Termin: 21. September bis 17. November 2013

Ort: HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst, Baumwollspinnerei, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

 

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Pressemitteilung (englisch)


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Rafram Chaddad erhält Stipendium im Rahmen der Ausstellung „The Politics and Pleasures of Food“

(Leipzig , 13.08.2013) Im Rahmen der kommenden Gruppenausstellung „The Politics and Pleasures of Food” (Eröffnung am 21. September, 21. September bis 17. November 2013) hat die HALLE 14 ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium an den Künstler Rafram Chaddad (Israel/Tunesien) vergeben.

Im Zusammenhang mit der kommenden, international besetzten Kunstausstellung „The Politics and Pleasures of Food” hatte die HALLE 14 bereits Anfang Juli 2013 ein themengebundenes Aufenthaltsstipendium ausgeschrieben. Künstler weltweit waren eingeladen, sich bis zum 5. August 2013 mit einer Projektidee zu bewerben.

Bis zum Fristende haben sich insgesamt 121 Künstler aus 51 verschiedenen Ländern beworben. Am 9. August 2013 tagte die dreiköpfige Kunstexpertenjury, die sich aus Dr. Petra Lewey (Leiterin der Kunstsammlung Zwickau), Stéphane Bauer (Leiter des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin) und Frank Motz (Künstlerischer Leiter der HALLE 14, Leipzig) zusammensetzte.

 

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Studio Exhibition in der HALLE 14 – Der Stipendiat Peter Cábocky zeigt seine in Leipzig entstandenen Arbeiten.

Am Donnerstag, 15. August 2013, lädt der Künstler Peter Cábocky um 19 Uhr zur Eröffnung seiner Studio Exhibition in die HALLE 14 auf das Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei ein.

Cábocky war für drei Monate als Stipendiat im Rahmen des Košice Artist in Residence Programm in Leipzig zu Gast. Den Abschluss dieser Zeit begeht Cábocky mit der Präsentation der Ergebnisse seiner Residenz. Unter dem Titel „How To Build A Submarine In Ninety Days“ ist das Studio anschließend vom 16.8-18.8.2013 von 14 bis 18 Uhr geöffnet.


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Malwettbewerb „... auf gepackten Koffern“  

(Leipzig, 12. Juli) Im Rahmen des 100. Jubiläums der Leipziger Mädler-Passage veranstaltet die HALLE 14 einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Man kann an einer Exkursion teilnehmen und einen zweitägigen Malwettbewerb mit Leipziger Künstlern besuchen – alles kostenlos. Am Ende hat jeder Teilnehmer die Chance, dass sein Werk Teil einer Ausstellung in der Mädler-Passage wird. Das beste Bild der Ausstellung gewinnt einen Koffer mit allem, was man zum Malen braucht! Bis zum 15. Juli 2013 können junge Talente zwischen 10 und 18 Jahren ein gemaltes Bild bei der HALLE 14 einreichen, auf dessen Rückseite der ausgefüllte Teilnahmeschein – zu finden unter www.halle14.org/kunstvermittlung/aktuelle-angebote.html – geklebt werden muss.  

Kontakt:

Susanne Tenzler-Heusler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, HALLE 14
Email: tenzler@halle14.org
Tel.: +49(0)341/492 42 02
Mobil: +49(0)1733786601    

 

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Stairway Stories - Comics im Treppenhaus; Treppenhaus der HALLE 14 verwandelt sich in einen begehbaren Riesen-Comic  

(Leipzig, 12. Juli) "Alles kann zum Comic verwendet werden", so der Comiczeichner Max Baitinger. Er wird im Rahmen des Kunstvermittlungsprogramms der HALLE 14, Zentrum für zeitgenössische Kunst, in einem viertägigen Workshop mit Kindern und Jugendlichen das Treppenhaus der HALLE 14 in einen riesigen Comic verwandeln. Die Geschichte wird gemeinsam entworfen, gezeichnet, anschließend groß kopiert und auf die Wand im Treppenhaus übertragen. Noch gibt es freie Plätze im Kurs.

Die Termine: 22. bis 25. Juli 2013, und 19. bis 22. August 2013. Zudem findet der Kurs auch in den Herbstferien statt: 21. bis 24. Oktober 2013, jeweils von 11 bis 14 Uhr Materialbeitrag: 15 € mit Ferienpass/ 20 € ohne Ferienpass. Um Anmeldung wird gebeten unter 0341/ 492 4202 oder unter kreative-spinnerØhalle14.org  

Hintergrundinformationen:  

Über den Künstler: Max Baitinger studierte Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und arbeitet heute als freischaffender Grafiker an Comics, Animationsfilmen, Illustrationen und unterstützt Projekte, wie das des Kunstvermittlungsprogramms der HALLE 14.  

Übrigens: Schon in der Antike war der Comic ein gängiges Medium, das eine Geschichte in Form einer Bilderfolge darstellte. Jedoch das hier angewandte Paste-Up-Verfahren, ein Begriff aus der Streetart, existiert noch nicht so lange und nimmt in vielen Städten immer mehr zu. Dabei wird mit Kleister oder Leim ein zuvor gestaltetes Plakat an eine Wand aufgezogen - öffentliche Flächen werden folglich zur künstlerischen Gestaltung genutzt. 

Kontakt:

Susanne Tenzler-Heusler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, HALLE 14
Email: tenzler@halle14.org
Tel.: +49(0)341/492 42 02 
Mobil: +49(0)1733786601  

 

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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Goldrausch in Transsilvanien 

DOKUMENTARFILM »Roșia Montană - Dorf am Abgrund« zeigt soziale und ökologische Folgen des Bergbaus / Diskussion im Anschluss mit Regisseur Fabian Daub

(Leipzig, 2. Juli 2013) Nein, dieses Mal geht es nicht um liebestrunkene Vampire. Statt dessen geht es um die Folgen der Globalisierung, die die Einwohnerschaft eines kleines Karpatendorfes tief spaltet. Am Samstag, den 6.Juli 2013 um 21.30 Uhr zeigt die HALLE 14 „Roșia Montană - Dorf am Abgrund“ - einen Dokumentarfilm, der das historische Karpatendorf Roșia Montană porträtiert, unter dessen alten Häusern und Gärten die größten Goldvorkommen Europas lagern. Im Anschluss diskutieren Regisseur Florian Daub mit Hannah Kappes (Journalistikstudentin, Leipzig) und Tobias Schillinger (Geographiestudent, Leipzig) über den Film, die Entwicklung im postkommunistischen Rumänien und die Frage einer alten Frau im Film: "Welches europäische Land nimmt seiner Bevölkerung den Besitz ab und verkauft ihn ins Ausland?". Darum geht es: Ein Bergbaukonzern mit starken ausländischen Investoren plant, große Teile des Ortes und der Umgebung dem Erdboden gleichzumachen, um an das begehrte Edelmetall zu kommen. Das Projekt sieht den Bau einer gigantischen Tagebaumine vor. Zur Gewinnung des Goldes soll hochgiftiges Zyanid verwendet werden – vielleicht ein notwendiges Risiko, um die Gegend wirtschaftlich zu entwickeln – aber möglicherweise fatal für die wunderschöne Natur in der Region. Die Bewohner des uralten Fleckens inmitten der wildromantischen Bergnatur sind gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Viele haben sich für die Umsiedlung in große Städte entschieden, aber eine kleine Gruppe stemmt sich mit aller Kraft gegen die Zerstörung ihrer Häuser. Die Menschen verteidigen diese mit allem, was sie haben. Doch der Druck wächst ständig, nicht zuletzt wegen des hohen Goldpreises. Ein zäher Kampf in einem tief gespaltenen Dorf, wo der Graben zwischen Befürwortern und Gegnern oft quer durch die Familien verläuft.

 

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Spielwiese für Supereiche - Millionenblase Kunstmarkt LURU Kino auf der Spinnerei zeigt preisgekrönte Doku „The Great Contemporary Art Bubble“ / Im Anschluss Diskussion mit Autor und Filmemacher Ben Lewis

„Der Kunstmarkt ist nichts anderes als eine Spielwiese für Superreiche, auf der mit Fantasiesummen jongliert wird“, sagt der Londoner Kunstkritiker Ben Lewis. Der preisgekrönte britische Dokumentarfilmer hat in seinem 2008/2009 gedrehten Film „The Great Contemporary Art Bubble / Die Millionenblase“ die Exzesse des internationalen Kunstmarkts aufs Korn genommen.

Dabei befasst er sich mit der Tatsache, dass der zeitgenössische Kunstmarkt trotz der weltweiten Wirtschaftskrise boomt, fast zufällig dokumentiert er die Hochstimmung des Kunstmarktes, während die Immobilienblase platzte. Ben Lewis‘ Dokumentation untersucht eine Welt aus verschwiegenen Geschäften, Spekulationen, Steuererleichterungen und Marktmanipulation, die die ganze Kunstwelt umfasst, darunter Händler, Sammler, Galerien, Auktionshäuser und sogar öffentliche Museen. Der 90-minütige Film wird am 27. Juni um 20 Uhr in Originalsprache mit Untertiteln gezeigt. Ben Lewis wird während der Vorführung anwesend sein und freut sich auf die Fragerunde und Diskussion mit dem Publikum in Leipzig. (Der Eintritt kostet 5 Euro.)
Weitere Informationen unter www.benlewis.tv
Auf Wunsch können wir Ihnen gern ein Pressebild zuschicken.

Pressekontakt HALLE 14: Susanne Tenzler-Heusler T: +49 341-49 341 2246 860 Mobil +49 173 378 66 01 tenzler@halle14.org

www.halle14.org

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Jetzt wird‘s übersinnlich: Release-Party mit Riesenkäfern und Murmeltieren; Berliner Künstlermagazin Occulto feiert seine 3. Ausgabe in der HALLE 14

(Leipzig, 14. Juni 2013) „How much wood would a woodchuck chuck if a woodchuck could chuck wood?“ Wer eine erschöpfende Antwort auf diese Frage haben möchte, der sollte sich am 22. Juni unbedingt in die HALLE 14 aufmachen, wenn das Berliner Occulto Magazine auf Einladung der hier ansässigen Kunstbibliothek unter dem Titel Metamorphose seine dritte Ausgabe feiert.
Wie gewohnt mit einem aufregenden Crossover von Text, Kunst und Musik, Mutanten und Riesenkäfer inklusive. Mit dabei sind Magazin-Macherin Alice Cannava und Fabio Orsi, süditalienische Hoffnung cooler elektronischer Musik. Sein Musikstil wird als charmanter Mix aus Tradition und Avantgarde beschrieben. Das 2009 von Cannava und Irene Lumpa Rossi gegründete Hochglanz-Magazin erforscht neue Möglichkeiten in der Popularisierung der Wissenschaft in Verbindung mit anderen Bereichen – wie der bildenden Kunst, parawissenschaftlichen Theorien und Ideengeschichte. Das Magazin versammelt Artikel über Biologie, Mathematik, Religionsgeschichte ebenso wie über Künstlerprojekte. Occulto ist nicht nur ein „Geheimtipp“, sondern lebt die oft theoretisierte Medien-Konvergenz mit seinem intermedialen Ansatz aktiv vor. So bietet es seinen Lesern in Zusammenarbeit mit dem Musiklabel Boring Machines via Online- oder CD-Compilations die passenden Sounds zu den Heften.

Wann: 22. Juni 2013, 19 Uhr

Wo: HALLE 14, Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig

Weitere Informationen unter: www.occultomagazine.com www.occulto.bandcamp.com
http://fabioorsi.bandcamp.com/

Pressekontakt HALLE 14: Susanne Tenzler-Heusler
T: +49 341-49 341 2246 860
Mobil +49 173 378 66 01
tenzlerØhalle14.org
www.halle14.org

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„Facing the Scene“ – Kulturstiftung des Freistaates Sachsen erwirbt Werke der zeitgenössischen Bildenden Kunst

Insgesamt 26 Werke mit einem Gesamtwert von rund 110.000,00 € wurden von der Kultur-stiftung im Rahmen der Förderankäufe 2013 erworben. Nominiert waren 30 Künstlerinnen und Künstler, deren Gemälde, Installationen, Foto- und Papierarbeiten in engem Bezug zum Freistaat Sachsen stehen.
Angekauft wurden die Werke von: Paul Barsch, Benjamin Dittrich, Ulrike Dornis, Jakob Flohe, Tony Franz, Martin Groß, Grit Hach-meister, Klaus Hähner-Springmühl, Franziska Hesse, Julius Hofmann, Jens Klein, Jan Kromke, Romy Julia Kroppe, Daniel Krüger, Johannes Ulrich Kubiak, Stefan Kübler, Felix Lippmann, David Röder, Titus Schade, Katharina Schilling, Luise Schröder/Anna Baranowski, Künstlerinnengruppe VIP, Christiane Wittig Die Eröffnung ist am Freitag, den 14. Juni 2013 um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Für Rückfragen: Dr. Manuel Frey, Tel. 0351/88 480 15

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Ausstellung in der Halle 14: WIN/WIN – Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2013

Junge Künstler brauchen Unterstützung in den verschiedensten Formen. Mit ihren jährlichen Förderankäufen unterstützt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Künstler mit Schaf-fensmittelpunkt oder Wohnsitz im Freistaat Sachsen. Ein unabhängiger fünfköpfiger Beirat hat in diesem Jahr 30 Künstlerinnen und Künstler nominiert, die für den Ankauf von Werken in Betracht kommen. Anfang Juni wird die Jury der Kulturstiftung ihre Auswahl treffen. Bis zu 170.000,00 Euro stehen insgesamt zum Ankauf von Kunstwerken in diesem Jahr zur Verfügung.

„Unser Anliegen ist es, zum einen junge Talente zu fördern; zum anderen aber auch das künstlerische Schaffen im Freistaat kontinuierlich in seiner ganzen Vielfalt und Qualität zu dokumentieren. Damit zeigen wir einen einzigartigen Überblick über die Kunstentwicklung in Sachsen“, sagt Ralph Lindner, Stiftungsdirektor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und Geschäftsführer des Sächsischen Kultursenats. Seit Gründung der Kulturstiftung 1993 konnten über 350 Werke aller Disziplinen der bildenden Kunst von rund 200 Künstlern ange-kauft werden, darunter Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Design, Konzept-, Video- und Installationskunst sowie Arbeiten im öffentlichen Raum. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden nach der diesjährigen Juryentscheidung alle neu angekauften Kunstwerke in der Ausstellung „WIN/WIN - Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2013“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im 2. Obergeschoss der HALLE 14 auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei wird die Schau für eine Woche (15. bis 23. Juni 2013, täglich 11.00 bis 18.00 Uhr) zu sehen sein.
Die Eröffnung findet am Freitag, den 14. Juni 2013, um 19.00 Uhr statt. Die Namen der Künstler, deren Werke angekauft wurden, gibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 12. Juni 2013, um 11.00 Uhr in der HALLE 14 bekannt.
Weitere Informationen zu den Förderankäufen durch die Kulturstiftung des Freistaates Sach-sen unter www.kdfs.de/foerderung/ankaeufe/ Weitere Informationen zum Kunstzentrum HALLE 14 und zur Ausstellung unter www.halle14.org.

Fakten Pressegespräch:

Mittwoch, 12. Juni 2013, 11.00 Uhr, HALLE 14 Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und Mitglieder ihres Fachbeirats Bildende Kunst präsentieren die angekauften Werke. Außerdem werden die Namen der Künstlerinnen und Künstler bekanntgegeben.

Ausstellungseröffnung: Freitag, den 14. Juni 2013, um 19.00 Uhr, HALLE 14 Ausstellung: WIN/WIN - Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2013

Dauer: 15. bis 23. Juni 2013

Adresse: HALLE 14, 2. OG, Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig Öffnungszeiten: Täglich 11.00-18.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Kontakte:

Dr. Manuel Frey
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
manuel.frey@kss.smwk.sachsen.de
Tel. +49 (0)351/88 48 015

Susanne Tenzler-Heusler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, HALLE 14
tenzler@halle14.org
Tel. +49(0)341/492 42 02
Mobil +49(0)1733786601

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Haben, besitzen und bloß nicht abgeben – In der HALLE 14 eröffnet eine Ausstellung zum Thema Habgier

(Leipzig, 30. April 2013) Die HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnet im Rahmen des Rundgangs der Spinnereigalerien am 4. Mai um 15 Uhr die Gruppenausstellung „To Have and Have Not“. Zwölf internationale Künstler präsentieren Arbeiten, die sich mit dem Phänomen der Habgier, ihren Mechanismen, zerstörerischen Effekten und ihrer psychologischen Dimension beschäftigen. Die Ausstellung läuft bis zum 7. Juli und wird von der Veranstaltungsreihe „Must-have“ sowie von generationenübergreifenden Kunstvermittlungsangeboten begleitet.

Aktueller kann ein Ausstellungsthema nicht sein: Die Vorbereitungen zur Eröffnung wurden von der Nachricht des Unglücks in der Textilfabrik im Billiglohnland Bangladesch begleitet, das Dutzenden von Näherinnen ihr Leben kostete und noch mehr schwer verletzte. Nichts anderes als Habgier veranlasste den Fabrikbesitzer, die Frauen illegal in dem einsturzgefährdeten Gebäude einzupferchen. Doch Schuld sind auch wir, die wir nicht bereit sind, unseren Konsum einzuschränken oder wenigstens zu überdenken. Alle wollen immer mehr: Haben, besitzen und bloß nicht abgeben. Eine nicht wenig prominente und von vielen geachtete Fußballpersönlichkeit geht mit gutem Beispiel voran.

Die Ausstellung in der HALLE 14 versucht, der Mentalität dieses Immer-mehr-haben-Wollens auf den Grund zu gehen. Die teilnehmenden Künstler kommen aus elf Ländern und nähern sich dem Phänomen der Habgier auf verschiedene Art und Weise und mittels unterschiedlicher Medien. Zwei von ihnen, die schwedische Foto- und Videokünstlerin Lisa Strömbeck und der Italiener Fabio Cifariello Ciardi, der zuletzt mit seinen „NASDAQ Voices“, der Vertonung von Börsentransaktionen, für Aufsehen gesorgt hat, sind zur Eröffnung am 4. Mai anwesend. Um 16 Uhr werden sie gemeinsam mit Ausstellungsmacher Frank Motz im Besucherzentrum der HALLE 14 an einem Künstlergespräch teilnehmen.

Am gleichen Ort halten der Medientheoretiker und Kunstkritiker Stefan Heidenreich und der Autor Ralph Heidenreich am Sonntag, 5. Mai um 14 Uhr, den Vortrag „Besitzer und Besessene. Zur Fabrikation der Zukunft durch Schulden“.

Junge wie ältere HALLE-14-Besucher können an beiden Rundgangstagen, jeweils um 12, 14 und 16 Uhr, selbst künstlerisch tätig werden. Getreu dem Motto „Haben und Nicht-Haben“ lädt das Vermittlungsprogramm des Kunstzentrums zum Workshop „Smash it! Die Kunst der Zerstörung“ ein.

„To Have and Have Not“ ist von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Museumsnacht in Halle und Leipzig kann die Ausstellung am 4. Mai auch von 18 - 1 Uhr besucht werden. Um 20 und 22 Uhr finden öffentliche Führungen statt.

Gefördert durch die Stadt Leipzig, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Stiftung Federkiel, mit freundlicher Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung, der Botschaft des Königreichs der Niederlande, der Flämischen Repräsentanz in Berlin und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und gesponsert vom Saturn-Markt Leipzig und der Spinnerei. Medienpartner ist die taz.

KONTAKT

Hannah Moser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
moser@halle14.org
Tel: 0341 / 492 42 02

 

Presseempfang: Sonnabend, 4. Mai, 11 Uhr, Führung durch die Ausstellung „To Have and Have Not“ mit Kurator Frank Motz und anwesenden Künstlern

 

DIE FAKTEN

To Have and Have Not
Internationale Gruppenausstellung
4. Mai. - 7. Juli 2013

Mit: James Cauty (GB), Fabio Cifariello Ciardi (IT), Ingo Günther (DE), Jan Peter Hammer (DE), Pablo Helguera (MX), Han Hoogerbrugge (NL), Sven 't Jolle (BE), Nevan Lahart (IE), Thomas Rentmeister (DE), Oliver Ressler (AT) & Zanny Begg (AU), Lisa Strömbeck (SE), Ubermorgen.com (CH/US/AT)

Eröffnung: 4. Mai, 15 Uhr im Rahmen des Rundgangs der SpinnereiGalerien Öffnungszeiten: Di-So, 11-18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten zur Museumsnacht am 4. Mai: 18 - 1 Uhr Führung: Jeden Sonnabend, 16 Uhr
Eintritt frei

Ort: HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Adresse: Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig Telefon: 0341 / 492 42 02
Fax: 0341 / 4924729

Programm der HALLE 14 zum Rundgang der SpinnereiGalerien

Must-have #2
Künstlergespräch: Blütezeit der Untugend
Mit Fabio Cifariello Ciardi (Rom, IT) und Lisa Strömbeck (Borrby, SE/Kopenhagen, DK), Moderation: Frank Motz (Kurator, Weimar/Leipzig)
Sonnabend, 4. Mai, 16 Uhr
Eintritt frei

Must-have #3
Besitzer und Besessene. Zur Fabrikation der Zukunft durch Schulden. Vortrag
Mit Ralph Heidenreich (Autor, Biberach/Riß) und Stefan Heidenreich (Medientheoretiker und Kunstkritiker, Berlin)
Sonntag, 5. Mai, 14 Uhr
Eintritt frei

Smash it! Die Kunst der Zerstörung
Generationenübergreifender Workshop
Frei nach dem Motto „Haben und Nicht-Haben“
Sa/So, 4./5. Mai, 12, 14 und 16 Uhr
Teilnahme ab 10 Jahre
Eintritt frei


Alle weiteren Veranstaltungen der Reihe „Must-have“ sowie des Kunstvermittlungsprogramms finden Sie unter Veranstaltungen und Kunstvermittlung

 

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Pressebilder

Die Verwendung des Bildmaterials ist ausschließlich im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die aktuelle Ausstellung der HALLE 14 gestattet, sowie nur unter Angabe des angeführten Copyrights!

 

 


Svent ’t Jolle, „Discountmilliardär und der doppelte Gebrauchswert der Warenhaustaschen“
, 2007
Beton, Metall, verschiedene Materialien
ca. 220 x 100 x 55 cm
Courtesy Galerie Vera Gliem

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Lisa Strömbeck
Uniform I 2008 – 10
c-print
85 x 90 cm

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Ubermorgen.com
WOPPOW – Crash Color
2010-2011
Videostill

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