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MEDIENINFORMATION (LEIPZIG, 30. AUGUST 2018)

NEUE URBANE PRODUKTION

Die kommende Ausstellung der HALLE 14 schafft eine visuelle Metapher zur aktuellen Renaissance der urbanen Produktion.


Eröffnung: Samstag, 8. September 2018, 15 Uhr (im Rahmen des Rundgangs der SpinnereiGalerien)

Sie sind herzlich eingeladen zu
Pressegespräch und Vorbesichtigung mit Kuratoren und Künstlern:

Donnerstag, 6. September 2018, 11 Uhr


Die Frage nach der Produktion ist wesentlich für gesellschaftlichen Wandel und soziale Organisation. Mit ihr hängen globale Machtverhältnisse zusammen, sie hat Einfluss auf Wertvorstellungen, Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt steht sie in einer erheblichen Wechselbeziehung zur gebauten Stadt. Das Ausstellungsprojekt »Neue Urbane Produktion« ist auf der Suche nach einem neuen Miteinander von Kunst, Design und Technologie als auch deren Sichtbarkeit im Stadtraum. Arbeit soll hier wertschätzend und stolz gezeigt und nicht versteckt werden, hinter verschlossenen Türen weit abseits von Lebensräumen.

Im Zuge von Industrialisierung, Mobilisierung und Globalisierung trennten sich in den vergangenen Jahrhunderten die im traditionellen Stadtleben eng verflochtenen Bereiche von Wohnen, Freizeit und Arbeit. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gipfelte die Auslagerung der Industriearbeit in sogenannte Schwellenländer in einer globalen Arbeitsteilung. Industrielle Produktion und die damit verbundene ökonomische und ökologische Ausbeutung wurden dadurch für die westliche Hemisphäre zunehmend unsichtbar. In den vergangenen Jahrzehnten ist eine gegenläufige Bewegung der Reintegration von Landwirtschaft, Manufakturen und Industrie in die Städte zu beobachten. Dabei handelt es sich vor allem um Kleinstproduktionen, die mit Do-It-Yourself-Esprit nicht nur an einzigartigen Produkten, sondern auch an überraschenden Produktionsformaten tüfteln.

Die Stadtforschung beschreibt diese Renaissance als Urban Manufacturing oder »neue urbane Produktion«. Diese Produktionsformen gehen einher mit einem Ideal von einem gerechten und nachhaltigen Miteinander von Arbeit und Leben und werden durch digitale Technologien beflügelt. Der Herstellungsprozess gewinnt an Bedeutung und wird zu einem integralen Bestandteil des Produktes. Ihre Wertmaßstäbe sind ein bewusster Umgang mit Ressourcen, hohe Individualität und eine lokale Produktion.

Diese auf der Schnittstelle von Kunst, experimentellem Design und sozialem Engagement angesiedelte Ausstellung verwandelt die HALLE 14, ein denkmalgeschütztes Industriegebäude aus der Gründerzeit in ein temporäres Zentrum für zeitgenössische urbane Produktion. Produktionsstraßen, Maschinen und Werkstätten von neun Designinitiativen u.a. aus Großbritannien, den Niederlanden, Israel und Deutschland rücken den Produktionsprozess in den Mittelpunkt. Diese metaphorischen und künstlerischen Ansätze ermutigen dazu, Visionen, Fragestellungen und Facetten dieses Themas zu beleuchten. Ihre Fertigungsmethoden und Formsprache nutzen günstige Baumarktmaterialien, verknüpfen traditionelle Verfahren mit digitalen Technologien – oder klammern diese bewusst aus. Sie sind manchmal überraschend schlicht, stets aufregend und weisen einen visionären Umgang mit der Produktion im 21. Jahrhundert auf.

Am Rundgangswochenende wird der niederländische Künstler Daniel de Bruin seinen analogen 3-D-Drucker präsentieren. Der Künstler Leon Kucharski aus Halle (Saale) fabriziert individuelles Schuhwerk für die BesucherInnen. 

FAKTEN ZUR AUSSTELLUNG

Ausstellungstitel: Neue Urbane Produktion
Künstlerliste: Benno Brucksch, Daniel de Bruin, Granby Workshop, Leon Kucharski, mischer'traxler, Itay Ohaly, Stefanie Rittler, Ottonie von Roeder & Anastasia Eggers, Studio Swine

Kuratoren: tri:polıs, Sascha Henken, Ezra Dilger, Marvin Schwark

Eröffnung: Samstag, 8. September 2018, 15 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. September bis 8. Dezember 2018
Rundgang der SpinnereiGalerien: 8. & 9. September 2018

Pressegespräch: Donnerstag, 6. September 2018, 11 Uhr

Öffnungszeiten: Di-So, 11-18 Uhr
Eintritt: 4 €, ermäßigt 2 € (Mittwochs freier Eintritt)
Ort: HALLE 14 — Zentrum für zeitgenössische Kunst
Adresse: Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig
Telefon: 0341 / 492 42 02 Fax: 0341 / 4924729

KONTAKT

Monique Erlitz (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
presseØhalle14.org

Tel.: 0341/492 42 02 | Mobil: +49 176 23 36 28 85

»Neue Urbane Produktion« wird gefördert durch:








Mit freundlicher Unterstützung von Seecon Ingenieure GmbH.


PROGRAMM DER HALLE 14 ZUM RUNDGANG

Öffnungszeiten:
8. September 2018, 11 bis 20 Uhr
9. September 2018 , 11 bis 18 Uhr

Veranstaltungen der HALLE 14:

8. September 2018, 15 Uhr

Eröffnung der Ausstellung »Neue Urbane Produktion« mit Begrüßung von Michael Arzt (Direktor der HALLE 14) und Einführung in die Ausstellung durch Kurator Sascha Henken (tri:polıs)

8. & 9. September 2018, 14-18 Uhr

»Pimp it Up« - Rundgangsangebot des Kunstvermittlungsprogramm

Ausgehend von der Idee des Upcycling erstellt das Kunstvermittlungsprogramm ein generationsübergreifendes Angebot, das die BesucherInnen und ihre Kinder dazu einlädt, die Werke der Ausstellung zunächst gemeinsam mit den Kunstvermittlern zu rezipieren und anschließend mittels eigener künstlerisch-praktischer Tätigkeit nachzuvollziehen. Angeleitet von der Künstlerin Juliane Maria Hoffmann wird Altglas zu neuem Glanz verholfen. Auf der eingerichteten Produktionsstrecke wird der Prozess der Produktion nachvollziehbar. Der Einstieg ist durchgängig möglich.

8. September bis 8. Dezember 2018

Zeichenzirkelpräsentation

Die Gruppenausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten von TeilnehmerInnen des Zeichenzirkels der vergangenen zwei Jahre. Der Zeichenzirkel der HALLE 14 findet wöchentlich unter wechselnder Leitung von Leipziger KünstlerInnen statt.

PRESSEDATEN

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.


Abb.: Ottonie von Roeder & Anastasia Eggers, Cow&Co, 2017

Druckfähige Datei zum Herunterladen (JPG, 1,8 MB)



Abb: Studio Swine, Can City, 2013

Druckfähige Datei zum Herunterladen (JPG, 500 KB)


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER HALLE 14 - ZENTRUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Foto: Claus Bach

Als nicht-kommerzielles Kunstzentrum ist die HALLE 14 Schauplatz, Denkraum und Kommunikationsort für zeitgenössische Kunst. Sie agiert seit 2002 in einem denkmalgeschützten Industriebau auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. Mit der Intention eines »Luxus der Leere« vor Augen hat die Initiative von Kunstenthusiasten in den großzügigen Gründerzeithallen einzigartige Räume geschaffen. Ein multifunktionales Besucherzentrum mit einer umfangreichen Kunstbibliothek bietet 600 m² Raum zum Informieren, Lesen und Verweilen. Eine 2.400 m² große Ausstellungshalle steht als Präsentationsfläche für internationale Gruppenausstellungen zeitgenössischer Kunst zur Verfügung. Im großzügigen Kunstvermittlungsraum finden regelmäßig Kurse, Workshops und Schulprojekte statt. Hinzu kommen 16 Ateliers für internationale und in Leipzig lebende Künstler sowie sieben Werkstätten. Die Spinnerei als dichtes Kunstsoziotop mit über einem Dutzend Galerien und Projekträumen, 130 Künstlerstudios und verschiedene Kreativbüros, einem Kino, Café u.v.m. bildet gemeinsam mit den zahllosen Kunsträumen in den umliegenden Stadtvierteln ein bereicherndes Umfeld.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER TRI:POLIS

Tri:polıs arbeitet seit 2010 an der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Design und urbaner Kulturproduktion. Die Projekte bespielen den öffentlichen Raum, erklären Orte und stellen Fragen. Ziel dieser Arbeit ist die Erforschung des aktuellen Zeitgeistes bezogen auf urbane und gesellschaftliche Themen. Die Projekte beziehen sich immer auf den Wandel von städtischem Raum und die Einflussgrößen, welche diesen Wandel bestimmen.


HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
officeØhalle14.org
www.halle14.org

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