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INHALT

NEUE AUSSTELLUNG: WIN/WIN - ANKÄUFE DER KULTURSTIFTUNG DES FREISTAATES SACHSEN 2016
AKTUELLE AUSSTELLUNG: CAPITALIST MELANCHOLIA
KUNSTVERMITTLUNG: YOURTOPIA - ABSCHLUSSPRÄSENTATION
KUNSTVERMITTLUNG: DIE GESCHICHTEN DER DINGE - SOMMERFERIENANGEBOT
BUCHTIPP DES MONATS: IVANA FRANKE - LABILITY
VORSCHAU: MEMORY IN DIALOGUE - DIPLOMAUSSTELLUNG VON KAI-HENDRIK WINDELER


NEUE AUSSTELLUNG

WIN/WIN 

Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2016


Eröffnung: Freitag, 24. Juni 2016, 19 Uhr
Dauer: 25. Juni bis 17. Juli 2016


Mit ihren Ankäufen unterstützt die Kulturstiftung seit 2005 ungewöhnliche künstlerische Ansätze und fördert hoffnungsvolle Talente. »Zeitgenössische Kunst in Sachsen steht für Ideenreichtum, Vielfalt und Freiheit. Junge Künstler widmen sich mit voller Hingabe der Entwicklung einer eigenen künstlerischen Handschrift. So viel Leidenschaft, Wille und Energie verdienen größten Respekt und unsere Unterstützung«, sagt Stiftungsdirektor Ralph Lindner.

In Kooperation mit der HALLE 14 werden seit 2011 nach jeder Juryentscheidung alle neu angekauften Kunstwerke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Jahr wird die Schau im Erdgeschoss in unserem neuen Ausstellungskubus zu sehen sein.

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Ausstellungen und auf der Webseite der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.





Abb.: CHTO, The Battle of Past and Present, 2016, Foto: Walther Le Kon, 2016

AKTUELLE AUSSTELLUNG

CAPITALIST MELANCHOLIA


bis 7. August 2016
Führungen auf Anfrage unter officeØhalle14.org oder 0341/492 42 02


Gregory Barsamian, Stefan Brüggemann, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova, CHTO, Jeannette Ehlers, Famed, Rumiko Hagiwara, David Maisel, Álvaro Martínez Alonso, Guido van der Werve

Sigmund Freud definierte die Melancholie als »eine Aufhebung des Interesses für die Außenwelt, durch den Verlust der Liebesfähigkeit, durch die Hemmung jeder Leistung und die Herabsetzung des Selbstgefühls«. Die Ausstellung Capitalist Melancholia überträgt den Begriff auf das gegenwärtige kapitalistische System. Die Wachstumsökonomie der vergangenen Jahrzehnte mit Leistungsdruck, Produktiviätssteigerung und Selbstoptimierungswahn führten zu einem Ausmaß an individueller und kollektiver, ideeller, materieller und ökologischer Erschöpfung, die in einer besonderen Form der Melancholie mündet. Eine melancholische Grundstimmung durchzieht beispielsweise das in der Ausstellung gezeigte Video »Nummer acht: Everything is going to be alright« des niederländischen Künstlers Guido van der Werve. Es zeigt ihn, wie er in einer einsamen Eislandschaft vor einem riesigen, bedrohlich wirkenden Eisbrecher, scheinbar seelenruhig, entlang spaziert. Wie bei van der Werve, sind auch die Arbeiten der Künstlerin Rumiko Hagiwara mit einer ironisch-humorvollen Note versehen. Ihre Installation »Outer Power« zeigt einen offensichtlich nicht eingesteckten Wasserkocher, der vorgibt in Betrieb zu sein. Über manifestierte Machtstrukturen und Repressionsmechanismen sowie die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen reflektiert die dänische Künstlerin Jeannette Ehlers in ihren beiden Arbeiten »Bustin' my knots« und »Atlantic (Endless Row)«. Die Geschichte der sozialen Kämpfe gegen die Ausbeutung im Kapitalismus thematisiert die Arbeit »The Battle of Past and Present« des französischen Künstlers CHTO. Inwiefern aufgrund steigender Kontrolle und technologischer Überwachung sichtbarer Protest zur hilflosen Geste verkommt, zeigt der »Invisibility Cloak« des Künstlerduos Anetta Mona Chisa und Lucia Tkacova. Der mexikanische Künstler Stefan Brüggemann konfrontiert den Besucher in der Textarbeit »time« mit der eigenen Vergänglichkeit, als eine Art Warnung über das Hasten nicht das eigene Leben zu verpassen: »From Life to Death in No Time«.

Insgesamt präsentieren zehn internationale Künstler ihre Gedanken zur Schwermut des 21. Jahrhunderts und laden ein zum Innehalten und Neuverorten.

Kuratoren: Michael Arzt, François Cusset & Camille de Toledo

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Ausstellungen.

Gefördert durch

















Foto: HALLE 14, 2016

KUNSTVERMITTLUNG

YOURTOPIA 

Abschlusspräsentation des Langzeitprojekts


Eröffnung: Mittwoch, 15. Juni 2016, 12 Uhr
Dauer: 16. bis 30. Juni 2016


Drei Monate lang haben sich 60 Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren mit gesellschaftlichen Dynamiken und der Verteilung von Macht und Reichtum auseinandergesetzt. Unter Rücksichtnahme aktueller sozialer und wirtschaftlicher Krisen haben sie sich die Frage gestellt »Wie wollen wir eigentlich leben?«. Daran anknüpfend wurden verschiedene Modelle der Gemeinschaft und des Zusammenlebens durchgespielt und künstlerisch erprobt. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Uwe Fischer haben die Gruppen anschließend utopische Städte aus Legosteinen erbaut. 

Zum Abschluss des Projekts zeigt diese Ausstellung die entstandenen Wunschgemeinschaften der Schüler. Darüber hinaus werden auch die Entwürfe, Pläne und Regeln für die einzelnen Gesellschaften präsentiert, die den Entstehungsprozess und die Gedanken der Jugendlichen illustrieren. 

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Kunstvermittlung.

Gefördert durch





KUNSTVERMITTLUNG

DIE GESCHICHTEN DER DINGE

Sommerferienangebot der HALLE 14


Workshop 1: 6. bis 8. Juli 2016, 10 bis 14 Uhr
Workshop 2: 25. bis 27. Juli 2016, 10 bis 14 Uhr

Alter: ab 10 Jahre
Teilnahme: kostenlos
Vorherige Anmeldung unter kunstvermittlungØhalle14.org


Unser Sommerferienangebot widmet sich in zwei Workshops Alltagsgegenständen. Im ersten Workshop Lost & Found sind die Teilnehmenden eingeladen sich gemeinsam mit den Objekt- und Theaterkünstlern Franziska Merkel und Guiseppe Sciarratta auf die Suche nach genutzten, verlorenen, ausgesetzten Dingen zu begeben, ihnen neues Leben zu schenken und für sie neue Funktionen zu erfinden. Im zweiten Workshop TraumRaum geht es darum mit den verschiedenen Eigenschaften von Gegenständen zu experimentieren, zu forschen und einen neuen Raum zu gestalten.

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Kunstvermittlung.

Gefördert durch








Abb.: Ivana Franke, From the Faraway Past and from the Future, 2014, Foto: Walther Le Kon, 2016

KUNSTBIBLIOTHEK

IVANA FRANKE - LABILITY

Buchtipp des Monats 

Ivana Franke »Lability: prostorno svjetlosne instalacije / light installation«; Zagreb : Art Pavillon, 2009; 31 S.; ISBN: 978-953-6890-35-4


»Erfahrungen fühlen und Empfindungen hervorrufen ist der Kreislauf, der unsere unmittelbare Einbindung in die Welt ausmacht«, meint die Künstlerin Ivana Franke. In ihrer künstlerischen Praxis befasst sich Franke mit der Wahrnehmung visueller Impulse, die vergänglich, flüchtig und ungewiss erscheinen. In der HALLE-14-Ausstellung Kontrollmodus Feedback (12.9. bis 8.11.2015) zeigte sie die Arbeit »From the Faraway Past and from the Future«, die die Wahrnehmung und die Erfahrung des Betrachters in Frage stellt und dazu einlädt über das Offensichtliche hinaus zublicken. Den ehrenamtlichen Mitarbeiter der HALLE 14 Thomas Kroll hat diese Installation nachhaltig beeindruckt, so dass er sich eingehend mit dem Werk der kroatischen Künstlerin beschäftigte und uns nun ihre Monografie »Lability« im aktuellen Buchtipp ans Herz legt.

Das Buch »Lability« ist in der Bibliothek einsehbar. Die ausführliche Besprechung von Thomas Kroll ist nachzulesen auf unserer Webseite unter Bibliothek.


Abb.: Kai-Hendrik Windeler, #2094, 2016

VORSCHAU

MEMORY IN DIALOGUE

Diplomausstellung von Kai-Hendrik Windeler


Eröffnung: Donnerstag, 7. Juli 2016, 18 Uhr

Dauer: 8. bis 17. Juli 2016


In seiner Diplomausstellung setzt sich Kai-Hendrik Windeler mit dem von seinem Vater angelegten Dia-Archiv der Familie auseinander. Mit der Fragestellung, was passiert, wenn das kommunikative Gedächtnis zu verblassen droht, untersucht Windeler die private Bildersammlung auf archivarische Methoden, verdichtet es, fügt eigene assoziative Beschreibungen an und löst das Material damit aus dem Privaten. Zu sehen sind großformatige Bilder im Leuchtkasten, Registerbücher voller Leerstellen und eine Soundcollage als poetische Reaktion auf fotografische Erinnerungsarchitekturen.

Nach dem Studium der Fotografie an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel wechselte Windeler 2013 in die Klasse für Medienkunst/Intermedia bei Prof. Alba D'Urbano an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In seinen installativen Arbeiten thematisiert er Formen der Erinnerungskultur und Identitätsbildung und behält dabei stets einen reflexiven Blick auf das Medium des Erzählens.

HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
officeØhalle14.org
www.halle14.org

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