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INHALT

VERANSTALTUNG: A GOVERNMENT OF TIMES - SYMPOSIUM-PERFORMANCE VON LE PEUPLE QUI MANQUE
AKTUELLE AUSSTELLUNG: CAPITALIST MELANCHOLIA
KUNSTVERMITTLUNG: YOURTOPIA
KUNSTVERMITTLUNG: ZEICHENZIRKEL MIT CLAUDIA RÖSSGER
KUNSTVERMITTLUNG: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IM SCHLOSS TAUCHA
VORSCHAU: WIN / WIN - DIE ANKÄUFE DER KULTURSTIFTUNG DES FREISTAATES SACHSEN 2016


VERANSTALTUNG

A GOVERNMENT OF TIMES

Symposium-Performance kuratiert von
le peuple qui manque | a people is missing

Samstag, 28. Mai 2016, 13:30 bis 19 Uhr
Teilnahmegebühr: 4 € / ermäßigt 2 €  
(inkl. Ausstellungsbesuch) // Für Vereinsmitglieder frei
Konferenzsprache: Englisch


Referenten: Diann Bauer (Künstlerin & Autorin, London), François Cusset (Philosoph, Paris), François Hartog (Historiker, Paris), Maurizio Lazzarato (Philosoph, Paris), Émilie Notéris (Autorin, Paris), Benjamin Noys (Autor, London), Lionel Ruffel (Literaturtheoretiker, Berlin), Tiphaine Samoyault (Literaturtheoretikerin, Paris), Camille de Toledo (Schriftsteller & Künstler, Berlin)

Niemand zweifelt daran, dass es eine Ordnung von Zeit gibt - oder vielmehr dass sich diese Ordnung je nach Epoche und Raum verändert. Dem französischen Geschichtsprofessor François Hartog zufolge traten die westlichen Gesellschaften 1989 in eine neue Zeitordnung ein, in der die Gegenwart omnipräsent wurde, dem sogenannten Präsentismus. Die Gegenwart überlagert die Bereiche der Vergangenheit und Zukunft und wird infolgedessen als Beschleunigung unseres sozialen Lebens erfahren. Die Zukunft ermutigt hingegen nicht mehr, wird nicht als Versprechen, sondern als Bedrohung wahrgenommen. Wie kann man Zeit wieder in Bewegung setzen? Wie kann man sich von der Tyrannei des Gegenwärtigen befreien? Als Antwort auf den Präsentismus entwickelte sich jüngst die Bewegung des sogenannten contemporary accelerationism: die Beschleunigung als Methode sozialer Emanzipation. Der einzige Weg aus dem Kapitalismus heraus sei das Weitermachen, ihn bis an die Grenzen der Produktion zu beschleunigen, der Entortung bis zum Ende zu folgen, und so die Schranken des Kapitals selbst zu durchbrechen.

Als Kulminationspunkt der aktuellen Ausstellung Capitalist Melancholia folgt die Symposium-Performance diesem Gedanken und fragt nach alternativen Zeitregimen der Zukunft, nach der Möglichkeit, Zeiten unterschiedlich zu regulieren: Sie denkt über eine andere Regierung der Zeit nach.

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Veranstaltungen und auf der Webseite von le peuple qui manque

Gefördert durch









Abb.: David Maisel, The Lake Project, 2001/2 Foto: Walther Le Kon, 2016

AKTUELLE AUSSTELLUNG

CAPITALIST MELANCHOLIA


Dauer: 30. April bis 7. August 2016
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr
Eintritt: 4 € / ermäßigt 2 € // Mittwochs und für Vereinsmitglieder frei


Gregory Barsamian, Stefan Brüggemann, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova, CHTO, Jeannette Ehlers, Famed, Rumiko Hagiwara, David Maisel, Álvaro Martínez Alonso, Guido van der Werve

Der kapitalistische Gedanke der Profitmaximierung und der allgegenwärtigen Beschleunigung fordert seinen Tribut bei den natürlichen Ressourcen und beim Menschen. Sinnbildlich dafür zeigt der amerikanische Künstler Gregory Barsamian in Form der kinematischen Skulptur »Runner«, kleine Metallfiguren, die ziellos auf einem rotierenden Sägeblatt rennen, krampfhaft versuchen Schritt zu halten. In der Arbeit »Free Your Soul« des Künstlerduos Famed schwankt das erfolgreichste Merchandise-Produkt der Welt, die Micky Maus, zwischen Ermüdung und Aufbegehren. Aus den Fugen geraten ist auch das Leben der Menschen, die auf den Fotografien des Künstlers Álvaro Martínez Alonso abgebildet sind: Junge Spanier, die ihren Job verloren haben, nicht wissen wie es weitergeht, werden schwebend, in unbequemen Positionen gezeigt. Die Auswirkungen menschlichen Raubbaus zeigt David Maisel in seltsam schönen Fotografien. Mit der Frage, ob und wie man der Ökonomie des Verlangens und dem System der Anhäufung etwas entgegensetzen kann, beschäftigen sich unter anderem die Arbeiten von CHTO, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova

Insgesamt präsentieren zehn internationale Künstler ihre Gedanken zur Schwermut des 21. Jahrhunderts und laden ein zum Innehalten und Neuverorten.

Kuratoren: Michael Arzt, François Cusset & Camille de Toledo

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Ausstellungen

Gefördert durch

















Foto: HALLE 14, 2016

KUNSTVERMITTLUNG

YOURTOPIA 


Dauer: April bis Juni 2016


Jugendliche wachsen in eine Welt hinein, die einerseits von sozialen und wirtschaftlichen Krisen und andererseits von medialer Ablenkung geprägt ist. 60 Schüler im Alter zwischen 13 und 16 Jahren setzen sich seit April forschend und künstlerisch mit den gesellschaftlichen Dynamiken und der Verteilung von Macht und Reichtum auseinander. Gemeinsam mit dem Künstler Uwe Fischer wird eine utopische Stadt aus Legosteinen erbaut und in dieser Modelle des Zusammenlebens erprobt und sich mit der Frage auseinandergesetzt: »Wie wollen wir eigentlich miteinander leben?« Anhand von Interviews, Zeitungsartikeln und Statistiken illustrieren die Jugendlichen das Leben in ihrer Wunschgemeinschaft.

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden zum Abschluss des Projekts in einer Ausstellung öffentlich präsentiert.

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Kunstvermittlung

Gefördert durch





Abb.: Claudia Rößger, Robin Hood, 2015

KUNSTVERMITTLUNG

ZEICHENZIRKEL MIT CLAUDIA RÖSSGER


Dauer: 12. Mai bis 30. Juni 2016
Jeden Donnerstag, 16:30 bis 18 Uhr, ohne vorherige Anmeldung
Teilnahmegebühr: 6 € / ermäßigt 3 €


Die Künstlerin Claudia Rößger (*1977 in Mittweida) studierte von 1998 bis 2004 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Klasse für Malerei bei Prof. Arno Rink und absolvierte im Anschluss ihr Meisterschülerstudium. Als Malerin und Zeichnerin widmet sich Claudia Rößger »der unablässigen Suche nach einer Formensprache, die einem Gefühlszustand oder einem situativen Moment einen verdichteten und bisweilen metaphorischen Ausdruck verleiht.« (Natalia Raaben, Kunsthistorikerin, Berlin) 

In dem Zeichenzirkel soll die Entwicklung einer persönlichen Bildsprache im Vordergrund stehen. Es geht um die Auseinandersetzung mit inhaltlichen und formalen Prozessen. Jeder Teilnehmer kann seinen individuellen Vorstellungen folgen, die Claudia Rößger mit Anregungen begleiten wird.

Weitere Informationen auf der Webseite von Claudia Rößger


KUNSTVERMITTLUNG

MIT SYSTEM

Ausstellungseröffnung im Schloss Taucha


Eröffnung: 9. Juni 2016, 19 Uhr

Dauer: 9. bis 17. Juni 2016


Mitte März lernten über 100 Schüler den Maler Bastian Muhr und seine Arbeitsweise in dem Workshop »Mit System« kennen. Muhr hatte sich für die Schüler ein System ausgedacht, in dem bestimmte künstlerische Entscheidungen dem Würfel überlassen wurden. Die in dem Workshop entstandenen Arbeiten der Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums werden nun in einer Ausstellung im Schloss Taucha präsentiert.


VORSCHAU

WIN / WIN

Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2016


Eröffnung: 24. Juni 2016, 19 Uhr

Dauer: 25. Juni bis 17. Juli 2016
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr


Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen unterstützt mit ihren Ankäufen in jedem Jahr aufstrebende Künstler, die in Sachsen leben und arbeiten. Zugleich entsteht durch den kontinuierlichen Ankauf junger Kunst aus Sachsen über die Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges Abbild des zeitgenössischen Kunstschaffens. Bereits zum 6. Mal präsentiert die Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit der HALLE 14 wenige Tage nach der Jurysitzung alle Neuankäufe der Öffentlichkeit in Form einer Ausstellung. 

Weitere Informationen auf der Webseite der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen



HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
officeØhalle14.org
www.halle14.org

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