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INHALT

VERANSTALTUNG: THE PRODUCTION OF THE CITY. KUNST UND URBANER WANDEL
AUSSTELLUNG: RÄUME SOZIALER PRODUKTION. EINE SELBSTVERORTUNG NACH 14 JAHREN
VERANSTALTUNG: MADGERMANES – VERANSTALTUNG DER ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG
STUDIOPROGRAMM: STIPENDIENAUSSCHREIBUNG NOCH BIS ZUM 6. DEZEMBER
VEREIN: JETZT EINE MITGLIEDSCHAFT VERSCHENKEN
VORSCHAU: VERANSTALTUNGEN IM JANUAR

PROGRAMM ZUR AKTUELLEN AUSSTELLUNG

Abb: Stefan Eberstadt, Rucksack House, Ausstellung »Xtreme Houses«, HALLE 14, 2004, Foto: Claus Bach

THE PRODUCTION OF THE CITY

Kunst und urbaner Wandel

Vorträge und Diskussion mit Stefan Rettich (KARO architekten, Leipzig/Universität Kassel), Clegg & Guttmann (Künstlerduo, Wien/Berlin), Philip Stapel & Julia Köpper (Octagon Architekturkollektiv, Leipzig)

9. Dezember 2017, 15 Uhr


Im Rahmen der aktuellen Ausstellung »Räume sozialer Produktion« laden wir ein, in drei Vorträgen und anhand von konkreten Beispielen aus Leipzig und Pritzwalk über das Zusammenspiel von Kunst und Stadtentwicklung nachzudenken. Vor 15 Jahren war der Leipziger Westen von Schrumpfung, Verfall und Entdichtung geprägt. Heute zeigt sich der umgekehrte Trend einer zunehmenden Verdichtung. Der Architekt Stefan Rettich ist Professor für Städtebau in Kassel. Mit seiner Initiative L21, der Name steht für Leipzig im 21. Jahrhundert, hat er die urbane Entwicklung Leipzigs über Jahre begleitet und sich aktiv eingemischt. In seinem Vortrag gibt Stefan Rettich einen Überblick über diese Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte mit einem Schwerpunkt auf den Impulsen, die Kunstprojekte und Kunstinitiativen dabei gesetzt haben. 

Das Künstlerduo Clegg & Guttmann entwirft mit ihren auf Teilhabe orientierten Kunstprojekten zeitgemäße Porträts von Gemeinschaften. Pritzwalker Bürgerinnen und das europäische Netzwerk »Neue Auftraggeber« haben Clegg & Guttmann eingeladen, ein Projekt für die Brandenburger Kleinstadt zu entwickeln. Mit ihrem Projekt »Die sieben Künste von Pritzwalk« antworteten die Künstler ebenfalls mit einer Einladung: Sie luden ihrerseits alle Pritzwalker ein, sich an einer Ausstellung in sieben leerstehenden Geschäften zu beteiligen. In ihrem Vortrag berichten Clegg & Guttmann über den Sommer 2014, in dem die Pritzwalker ihre eigene städtische Kultur mit Theater, Tanz, Musik, Film und vieles mehr schufen.

In einer Doppelstruktur gestaltet die Gruppe Octagon aktuell den urbanen Wandel und Diskurs in Leipzig mit. Als Octagon Architekturkollektiv entwirft sie städtebauliche Planungen in verschiedenen Maßstäben wie für die Fläche des ehemaligen Freiladebahnhofs Leipzig-Eutritzsch. Als Octagon e.V. – Raum für Architektur und Urbanes reflektiert sie mit Interventionen, Publikationen, Film- und Veranstaltungsreihen Stadtentwicklungsprozesse. Philip Stapel und Julia Köpper stellen in ihrem Vortrag aktuelle Fragestellungen der Stadtentwicklung und ihren eignen Ansatz heraus.



Abb: Arts Catalyst, Ausstellungsansicht »Räume sozialer Produktion«, 2017, Foto: Büro für Fotografie

AUSSTELLUNG

RÄUME SOZIALER PRODUKTION

Eine Selbstverortung nach 14 Jahren Kunstzentrum HALLE 14


Teilnehmende: apexart, Arts Catalyst, Eva Grubinger, Nicholas Felton, Forensic Architecture, Journal for Aesthetics & Protest, Franziska Klose, Ben Lewis/Polar Star Films/BLTV, Metahaven, Neue Auftraggeber | Nouveaux Commanditaires, Marina Naprushkina + Neue Nachbarschaft/Moabit, PAG Pracownia Architektury Głowacki, Stefan Riebel, UbuWeb, Universal Cube

Aus Anlass ihres Bestehens seit mehr als 14 Jahren verwandelt die aktuelle Ausstellung die HALLE 14 in ein öffentliches Labor. Neben Fotografien, Installationen oder Filmen werden zehn beispielhafte Projekte aus der Kunstwelt präsentiert, die jeweils einem einzigartigen Ansatz im Verhältnis zwischen Kunstproduktion, Öffentlichkeit und Architektur folgen. Viele der präsentierten Projekte befragen dabei die gesellschaftliche Verantwortung von Kulturproduktion und rücken das Potential der Kunst kollektive Prozesse anzustoßen in den Fokus.

Die Kunstorganisation Arts Catalyst hebt dabei mittels der Kunst schwierige Fragestellungen der Gegenwart ins öffentliche Bewusstsein. Dabei arbeiten sie disziplinübergreifend mit verschiedenen Künstlern, Wissenschaftlern und Technologieunternehmen zusammen. Das Projekt »Arctic Perspective Initiative« wurde beispielsweise von den Künstlern Marko Peljhan und Matthew Biederman geleitet und beschäftigte sich 2010 mit der kulturellen, geopolitischen und ökologischen Bedeutung des Nordpols. Seit 1994 haben Arts Catalyst über 140 Projekte in 27 Ländern und auf allen sieben Kontinenten durchgeführt.

Die New Yorker Plattform Apexart hingegen ermöglicht ein vielfältiges Ausstellungsprogramm mit grundlegenden gesellschaftlich relevante Themen, das auf Grundlage von demokratischen Entscheidungsprozessen entwickelt wird. Apexart wurde 1994 vom Künstler Steven Rand gegründet. Die Organisation sieht sich kultureller und intellektueller Diversität sowie einer oppositionellen Grundhaltung verpflichtet. Rands erklärtes Ziel ist es, die Kunstwelt interessanter, relevanter und anspruchsvoller zu gestalten. Im Rahmen des Apexart-Stipendienprogramm sind eher unbekannte Personen aus der ganzen Welt dazu aufgerufen, Personen vorzuschlagen, welche bisher nur wenige Möglichkeiten in der Kunstwelt hatten, es aber verdient hätten, an dem Programm in New York zu profitieren.

Auch die Initiative Neue Auftraggeber durchbrechen die klassischen Barrieren zwischen Künstler, Kunstwerk und Rezipienten. War es früher nur das Privileg der Reichen und Mächtigen Kunstwerke in Auftrag zu geben, ist auf Initiative des belgischen Künstlers François Hers seit 1991 in Frankreich ein Programm entstanden, das jeder und jedem die Möglichkeit geben soll, Auftraggeber eines Kunstwerkes zu werden. Das Programm folgt immer dem gleichen Prinzip: Nachdem eine Gruppe von Interessenten ihren Wunsch formuliert hat, schlägt ein Mediator den Künstler vor, der zur Aufgabe passt. Oft erweitern die Künstler den Auftrag oder interpretieren ihn neu, alles aber geschieht im Dialog auf Augenhöhe mit den Auftraggebern.

Gefördert durch:





Abb: Madgermanes aus Beira, Mosambik, Foto: Julia Oelkers

VERANSTALTUNG

MADGERMANES – »DIESE DEUTSCHEN«

Kurzfilm und Gespräch zur Situation ehemaliger Vertragsarbeiter in der DDR

Gastveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Filmemacherin Julia Oelkers

7. Dezember 2017, 19 Uhr


Die Rosa-Luxemburg-Stiftung präsentiert den 2016 entstandenen Kurzfilm der Dokumentarfilmerin Julia Oelkers, der die Geschichte und aktuelle Situation der mosambikanischen »Madgermanes« (»Diese Deutschen« werden sie in Mosambik genannt) beschreibt.

Die »Madgermanes« haben zwischen vier und zwölf Jahre als Vertragsarbeiter und –arbeiterinnen in der DDR gearbeitet. Vor mehr als 25 Jahren sind sie nach Mosambik zurückgekehrt, doch sie kämpfen bis heute um die Auszahlung eines großen Teils ihrer Löhne. Bis zu 60% ihrer Löhne wurde von der DDR einbehalten und sollte den Arbeitern nach ihrer Rückkehr in Mosambik ausgezahlt werden. Tatsächlich wurden diese Lohnanteile jedoch mit den Staatsschulden Mosambiks an die DDR verrechnet und sind nach wie vor nicht durch den mosambikanischen Staat an die Arbeiter ausgezahlt worden. Viele von ihnen leben in großer Armut. Gesellschaftlich sind diese Arbeiter in Mosambik marginalisiert. Seit mehr als 20 Jahren versammeln sie sich regelmäßig und organisieren den Kampf um ihren Lohn. Im Kurzfilm berichten sie von ihrer Zeit in der DDR, von ihren Erwartungen, dem Leben in der Fremde, von ihrem Arbeitsalltag, ihrer Freizeit aber auch von Rassismus.

Im Anschluss an den Kurzfilm berichtet Ibraimo Alberto, ehemaliger Vertragsarbeiter aus Mosambik sowie Ralf Straßburg, ehemaliger Mitarbeiter des Arbeitsministeriums und zuständig für die in der DDR lebenden Mosambikaner, im Gespräch mit Julia Oelkers über ihre Erfahrungen. Jörg Depta forscht zur Geschichte des Herder-Instituts Leipzig und wird das Podium mit seiner Perspektive auf den strukturellen Rassismus in der DDR um einen lokalen Bezug erweitern. 


Foto: HALLE 14

STUDIOPROGRAMM

REQUIEM FOR A FAILED STATE

Nur noch wenige Tage zur Bewerbung für das Aufenthaltsstipendium

Bewerbungsfrist: 6. Dezember 2017


Die HALLE 14 vergibt im Rahmen des kommenden Ausstellungsprojektes »Requiem for a Failed State« (14. April bis 5. August 2018) ein Aufenthaltsstipendium an bildende Künstlerinnen bzw. Künstler. Die Ausstellung fragt nach den Spätfolgen der 1990 untergegangenen DDR sowie der Wende und Nachwendezeit, die bis in die Gegenwart reichen und unser Handeln heute teils unbewusst bestimmen. In der Ausstellung werden vor allem Positionen junger, zum Teil internationaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert. Nach 1980 geborene Kunstschaffende aus der ganzen Welt sind herzlich eingeladen, sich mit einer zum Ausstellungsthema passenden Projektidee zu bewerben.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen in Deutsch und Englisch auf unserer Webseite unter Stipendien.

Das Stipendium wird im Rahmen der Ausstellung »Requiem for a Failed State« vergeben, die gefördert wird durch:






Foto: Nils A. Petersen

VEREIN

JETZT MITGLIED WERDEN

Verschenken Sie zu Weihnachten eine Mitgliedschaft ab 2018


Ohne die Unterstützung durch unsere Fördermitglieder wäre unser Engagement für die Kunst im Dienst der Öffentlichkeit undenkbar! Die Beiträge unserer Freunde und Begleiter sind wichtiger Grundstein für die Realisierung unserer Projekte. Werden Sie jetzt ab 24 € im Jahr selbst Mitglied oder verschenken Sie exklusiv zu Weihnachten eine Mitgliedschaft an Ihre Lieben! Wir bedanken uns bei Ihnen mit vielen Vorteilen.

Unsere Mitglieder erhalten persönliche Einladungen zu unseren Ausstellungen, Veranstaltungen und exklusiven Mitgliederveranstaltungen (Dachempfang, Studiobesuche und Mitgliederreisen), freien Eintritt bei uns und allen 300 der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine angeschlossenen Kunstvereinen.

Tun Sie also sich, Ihren Verwandten, unserem Verein und vor allem der zeitgenössischen Kunst etwas Gutes und entscheiden Sie sich gleich heute für eine Mitgliedschaft und senden Sie eine E-mail an vereinØhalle14.org.

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Weitere Informationen über eine Mitgliedschaft in unserem Verein erhalten Sie auch auf unserer Webseite unter Verein.

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VORSCHAU

VERANSTALTUNGen IM JANUAR



Foto: Nils A. Petersen

VERANSTALTUNG

WINTERRUNDGANG DER SPINNEREIGALERIEN

Samstag, 13. Januar 2018, 11 bis 20 Uhr




Foto: HALLE 14

VERANSTALTUNG

BENEFIZAUKTION: 14 JAHRE HALLE 14

Ersteigern Sie Kunstwerke von Leipziger Künstlern und unterstützen Sie die Arbeit der HALLE 14

Samstag, 13. Januar 2018, 15 bis 18 Uhr



Foto: Studio Pandan

VERANSTALTUNG

ACTING OUT#7! MIT MAREN KAMES!

Gastveranstaltung der Initiative Wort & Bild über die Möglichkeiten des literarischen Arbeitens 

Donnerstag, 25. Januar 2018, 19 Uhr


HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
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www.halle14.org

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