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INHALT

AUSSTELLUNG: RÄUME SOZIALER PRODUKTION. EINE SELBSTVERORTUNG NACH 14 JAHREN
AUSSTELLUNG: DOKU DES ERÖFFNUNGSWOCHENENDES AB JETZT IN DER AUSSTELLUNG
KUNSTVERMITTLUNG: ZEICHENZIRKEL MIT STEFANIE LEINHOS
RÜCKBLICK: THE CAMP – KUNSTVERMITTLUNG ALS NOMADISCHE GRENZGÄNGERIN
RÜCKBLICK: HOW TO LOOK AT IT – WORKSHOPTAG MIT KÜNSTLERINNEN DER HALLE 14
PROGRAMM: REQUIEM FOR A FAILED STATE – STIPENDIENAUSSCHREIBUNG
VORSCHAU: MADGERMANES – VERANSTALTUNG DER ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG
VORSCHAU: THE PRODUCTION OF THE CITY – KUNST UND URBANER WANDEL

AKTUELLE AUSSTELLUNG

Abb: Metahaven, The Sprawl (Propaganda about Propaganda), 2016, Installationsansicht, Foto: Büro für Fotografie

RÄUME SOZIALER PRODUKTION

Eine Selbstverortung nach 14 Jahren Kunstzentrum HALLE 14


Teilnehmende: apexart, Arts Catalyst, Eva Grubinger, Nicholas Felton, Forensic Architecture, Journal for Aesthetics & Protest, Franziska Klose, Ben Lewis/Polar Star Films/BLTV, Metahaven, Neue Auftraggeber | Nouveaux Commanditaires, Marina Naprushkina + Neue Nachbarschaft/Moabit, PAG Pracownia Architektury Głowacki, Stefan Riebel, UbuWeb, Universal Cube

Aus Anlass ihres Bestehens seit mehr als 14 Jahren verwandelt die aktuelle Ausstellung die HALLE 14 in ein öffentliches Labor. Das Besucherzentrum wurde zum Campingplatz und die Ausstellungshalle teilweise zur Bibliothek. Neben Fotografien, Installationen oder Filmen werden zehn beispielhafte Projekte aus der Kunstwelt präsentiert, die jeweils einen einzigartigen Ansatz im Verhältnis zwischen Kunstproduktion, Öffentlichkeit und Architektur folgen. Die Ausstellung hat einen prozesshaften und ergebnisoffenen Charakter, sodass innerhalb der Laufzeit Werke hinzukommen, sich wandeln oder auch Platz machen für neue Projekte.

Mitte Oktober wurde die Arbeit »Entnehmen Sie einen Stein – Installieren Sie eine Lücke« (2016) von Stefan Riebel der Ausstellung hinzugefügt. Im Rahmen des Kooperationsprojektes »Handle with Care« zwischen der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen, des Instituts für Kunstpädagogik Leipzig und der Hochschule für Grafik und Buchkunst beauftragte Stefan Riebel die Projektteilnehmer, einen Ziegelstein aus dem Gemäuer des Jugendgefängnisses zu entnehmen. Die Lücke verbleibt als Kunst am Bau in Regis-Breitingen, während der Stein temporär an verschiedenen Orten gezeigt wird. Erstmals wird er in der HALLE 14 präsentiert. Er verweist auf das Verhältnis von Innen und Außen, Normen und Abweichungen sowie Ursachen und Wirkungen innerhalb eines sozialen Gefüges.

Die umfangreiche Videoinstallation des niederländischen Kollektivs Metahaven kann noch bis zum 3. Dezember in der HALLE 14 besucht werden. Metahaven ist ein experimentelles Designstudio, bestehend aus Vinca Kruk und Daniel van der Velden, das 2007 in Amsterdam gegründet wurde. Sie reflektieren die Rolle des Designs im postindustriellen Medienkapitalismus und ergreifen auch selbst Partei in aktuellen Auseinandersetzungen. So haben sie beispielsweise 2011 Wikileaks unterstützt, in dem sie Modeartikel wie Schals gestalteten, die Werbung für die Whistleblower-Plattform von Julian Assange machten. Durch deren Verkauf haben sie Wikileaks direkt finanziell unterstützt. 

Die in der HALLE 14 präsentierte Installation »The Sprawl (Propaganda about Propaganda)« ist in dieser Form das erste Mal in Deutschland zu sehen und entführt die Betrachter in einen düsteren Wald aus zehn Holzsäulen an dessen Horizont ein roter Mond leuchtet. In diesem Wald läuft eine 70-minütige Mediencollage auf fünf Monitoren. Fünf Spiegel sorgen zusätzlich für Verwirrung. Der Film ist ein suggestiver Bilderfluss aus Online-Videos, Interviews, literarischen Texten und inszenierten Szenen. Im Zentrum steht die Frage nach der Wirkung von Propaganda im Zeitalter der sozialen Medien und einem daraus resultierenden neuen Kalten Krieg. Der Film will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Blick auf die Welt durch die Medien nie neutral, sondern stets ein vermittelter und gelenkter ist. Die Aufgabe des Betrachters ist es, sich diese Lenkung bewusst zu machen und die dahinterliegenden Interessen zu befragen.

Am Sonnabend, den 9. Dezember, werden in einer Veranstaltung mit Vorträgen des Architekten Stefan Rettich, der Künstlergruppe Clegg & Guttmann sowie Philip Stapel und Julia Köpper vom Octagon Architekturkollektiv Fragen zum Verhältnis von Kunst und urbanem Wandel vertieft.



Foto: Büro für Fotografie

LEERE ALS LUXUS, EINE 2. CHANCE UND EINE UNSICHTBARE SAMMLUNG

Dokumentation persönlicher Entdeckungstouren ab jetzt in der Ausstellung zu sehen


Zur Eröffnung der Ausstellung »Räume sozialer Produktion« luden Personen, die die HALLE 14 in den vergangenen Jahren mitgestaltet haben, Führungen durch die neu belebten Fabriketagen an. Ihre persönliche Sicht auf die Entwicklung von den ersten Ausstellungen im unsanierten Rohbau bis zur »baurechtlichen Ertüchtigung« wurde dokumentiert und ist ab nun als Film in der Ausstellung zu sehen.

Ein Trailer zur Dokumentation ist auf Vimeo zu sehen.


Gefördert durch:




KUNSTVERMITTLUNG

Abb: Stefanie Leinhos, Beitrag zur Publikation »Gouffre«, herausgegeben von Lagon Revue, 2017

ZEICHENZIRKEL MIT STEFANIE LEINHOS

2. November bis 21. Dezember 2017
Donnerstags, 16.30 bis 18 Uhr
Teilnahmegebühr: 6€ / ermäßigt 3€


Der Zeichenzirkel wird von wechselnden Leipziger Künstlern begleitet und richtet sich an alle, die Lust haben, selbst zeichnerisch tätig zu sein. Eine Anmeldung ist nicht nötig und der Einstieg jederzeit möglich. Wir laden Sie herzlich ein, mitzumachen und mit professioneller Unterstützung kreativ zu werden.

Von November bis Dezember wird die in Leipzig lebende Künstlerin Stefanie Leinhos den Zeichenzirkel leiten. Sie beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Zeichenhaftigkeit von Bildern. Ihre Druckgrafiken, Scherenschnitte, Publikationen und Zeichnungen sind reduzierte Bildserien, die mit einer figurativen und linearen Illustration brechen zugunsten einer vielseitigen Lesbarkeit. Dabei zitiert sie Elemente narrativer Comics, die sie abstrahiert und neu verwendet. Anhand der Dekonstruktion und Fokussierung der formalen Elemente der Figuren – wie Linien, Flächen und Farbe – verdeutlicht sie deren Konstruktion als zusammengehörige Zeichensetzungen.

Stefanie Leinhos studierte Illustration bei Prof. Georg Barber an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und ihre Publikationen sind auf den wichtigsten Kunstbuchmessen vertreten. 

RÜCKBLICK

Abb: Die Teilnehmer des CAMP diskutieren die Zukunft der Kunstvermittlung

THE CAMP – KUNSTVERMITTLUNG ALS NOMADISCHE GRENZGÄNGERIN

Kunstvermittlungstagung

 

 


Vom 20. bis 22. Oktober 2017 fand die prozesshafte Tagung »THE CAMP« als Teil der Ausstellung »Räume sozialer Produktion« statt. Kunstvermittler aus verschiedenen Feldern zwischen kunstpädagogischer, schulischer sowie außerschulischer Theorie und Praxis waren nach Leipzig eingeladen, um gemeinsam in der in Kooperation mit Künstlerin Heide Nord gestalteten Camp-Installation zu arbeiten, zu diskutieren, zu kochen und zu schlafen. Ziel der Tagung war es, sich über Potentiale, Grenzen, Perspektiven und Notwendigkeiten einer zukünftigen, kollektiven Kunstvermittlung auszutauschen und Möglichkeiten zu erarbeiten. Nach zweieinhalb Tagen intensiver Auseinandersetzung konnte als Fazit festgehalten werden, dass sich Kunstvermittlung utopisch erweitern lässt, solang sie weiter kollektiv gedacht wird. Das Camp soll als Format ausgebaut werden und in weiteren Leipziger Institutionen stattfinden.

Die Kunstvermittlungstagung wurde organisiert und moderiert von Ina Nitzsche (Leiterin der Kunstvermittlung der HALLE 14) und Paula Kanefendt (Doktorantin der Kunstpädagogik an der Universität Kassel).

 

 


Abb: Teilnehmer des Workshops mit Klara Meinhardt

HOW TO LOOK AT IT?

Workshop mit Schülern der Montessori Schule Leipzig und den Künstlerinnen Marie Athenstaedt und Klara Meinhardt

 

 


Während eines eintägigen Workshops beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse der Montessori Schule Leipzig mit den Themen Vorbild/Nachbild, Abstraktion, Bilderfolgen und Schatten. Die beiden Künstlerinnen Marie Athensteadt und Klara Meinhardt standen ihnen dabei zur Seite. In dem Gastatelier der aktuellen Heimspiel-Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Marie Athenstaedt hatten die Schüler zunächst die Möglichkeit, Arbeiten der Künstlerin zu betrachten. Anschließend fertigten sie im Naturstudium mit Bleistift oder Kohle eigene Zeichnungen nach Vorlage von Blütenteilen, Ästen und Blättern. Mit Klara Meinhardt erstellten die Schüler zunächst ein Stillleben aus den Dingen, die sie in der Werkstatt der Kunstvermittlung vorfanden. Aus der Zeichnung heraus entwickelten sie dann Schablonen, aus denen Sprühbilder mit mehreren Ebenen entstanden.


Foto: HALLE 14

STUDIOPROGRAMM

REQUIEM FOR A FAILED STATE

Offene Ausschreibung für ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium

Bewerbungsfrist: 6. Dezember 2017


Die HALLE 14 vergibt im Rahmen des kommenden Ausstellungsprojektes »Requiem for a Failed State« (14. April bis 5. August 2018) ein Aufenthaltsstipendium an bildende Künstlerinnen bzw. Künstler. Die Ausstellung fragt nach den Spätfolgen der 1990 untergegangenen DDR sowie der Wende und Nachwendezeit, die bis in die Gegenwart reichen und unser Handeln heute teils unbewusst bestimmen. In der Ausstellung werden vor allem Positionen junger, zum Teil internationaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert.

Nach 1980 geborene Kunstschaffende aus der ganzen Welt sind herzlich eingeladen, sich mit einer zum Ausstellungsthema passenden Projektidee zu bewerben. Mitte Dezember wird eine Expertenjury aus den fristgerecht und vollständig eingegangenen Bewerbungen eine Stipendiatin oder einen Stipendiaten auswählen.

Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat erhält im Rahmen dieses Aufenthaltsstipendiums die Möglichkeit, für drei Monate (1. Februar bis 30. April 2018) im Gastatelier der HALLE 14 auf der Leipziger Baumwollspinnerei zum Ausstellungsthema zu arbeiten. Die Förderung umfasst ein monatliches Stipendium von 1.000 Euro für drei Monate, ein einmaliges Materialstipendium von 500 Euro, einen Reisekostenzuschuss von maximal 500 Euro und ein 140 m² großes Atelier.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen in Deutsch und Englisch auf unserer Webseite unter Stipendien.

Das Stipendium wird im Rahmen der Ausstellung »Requiem for a Failed State« vergeben, die gefördert wird durch:





VORSCHAU

VERANSTALTUNG IM DEZEMBER



Abb: Madgermanes aus Beira, Mosambik, Foto: Julia Oelkers

MADGERMANES – »DIESE DEUTSCHEN«

Kurzfilm und Gespräch zur Situation ehemaliger Vertragsarbeiter in der DDR

Gastveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Filmemacherin Julia Oelkers

7. Dezember 2017, 19 Uhr



Abb: Stefan Eberstadt, Rucksack House, Ausstellung »Xtreme Houses«, HALLE 14, 2004, Foto: Claus Bach

THE PRODUCTION OF THE CITY

Kunst und urbaner Wandel

Vorträge und Diskussion mit Stefan Rettich (KARO architekten, Leipzig/Universität Kassel), Clegg & Guttmann (Künstlerduo, Wien/Berlin), Philip Stapel & Julia Köpper (Octagon Architekturkollektiv, Leipzig)

9. Dezember 2017, 15 Uhr


HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
officeØhalle14.org
www.halle14.org

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