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INHALT

VERANSTALTUNG: MORGEN WERDE ICH IDIOT. KYBERNETIK UND KONTROLLGESELLSCHAFT 
AKTION: WINTERRUNDGANG MIT BENEFIZ-AUKTION ZUGUNSTEN DER HALLE 14
KUNSTVERMITTLUNG: HALLE 14 ERHÄLT BEGEHRTEN MEDIENPREIS
KUNSTVERMITTLUNG: LEIPZIGER KINDER- UND JUGENDKUNSTAUSSTELLUNG
KUNSTVERMITTLUNG: 100 JAHRE MÄDLER-PASSAGE!
KUNSTVERMITTLUNG: PFLANZEN PFLANZEN - KUNST IN KÜBELN  
STUDIOPROGRAMM: RÜCKBLICK AUF DAS OPEN STUDIO VON RAFRAM CHADDAD (IL/TN)
STUDIOPROGRAMM: RÜCKBLICK AUF DAS OPEN STUDIO VON JAROSLAV KYSA (SK)
STUDIOPROGRAMM: RÜCKBLICK AUF DAS OPEN STUDIO VON TONY FRANZ (DE)
KUNSTBIBLIOTHEK: EINE MODERNE WEIHNACHTSGESCHICHTE ALS BUCHTIPP 
WÜNSCHE: FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN WUNDERBAREN START INS NEUE JAHR


VERANSTALTUNG

Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft

Vortrag und Lesung mit Hans-Christian Dany (Künstler, Hamburg) und anschließend Gespräch mit Fabian Reimann (Künstler, Leipzig)

Do, 12. Dezember, 19 Uhr (Eintritt frei)

 


Diese Veranstaltung widmet sich der Frage, wie die „Kybernetik“, die Wissenschaft von der Steuerung lebender Organismen und sozialer Organisationen, aus den interdisziplinären Think Tanks des 20. Jahrhunderts heraus unseren Alltag kolonialisierte, in dem wir nun alle angehalten sind, uns stets selbst zu optimieren.

Der Hamburger Künstler und Autor Hans-Christian Dany zeigt in seinem neuen Buch wie aus der Kybernetik als Modell für selbstregulierende Systeme eine Matrix der ständigen Optimierung eines jeden und der Gesellschaft geworden ist: Dany verfolgt in seinen Ausführungen, wie von der kybernetisch inspirierten Sozialpsychologie der fünfziger Jahre die Feedback-Theorie Nobert Wieners (1894-1964) und Kurt Lewins (1890-1947) in die Selbsterfahrungsgruppen wanderte, die sie in die WG-Küchen weiter trugen. Parallel flossen die Methoden als Social Engineering in das Management ein und später in die sozialen Netzwerke, wo das Kommunikations-Panoptikum nochmals in neuer Form zu sich fand.

Jeder ist nun Beobachter aller anderen und ein von allen anderen Beobachteter. Kontrolle bedeutet nicht länger, die Kontrollierten auf einen Sollwert zu eichen, sondern einen unabschließbaren Prozess der Selbstoptimierung in Gang zu setzen. Heute formen Feedback und Transparenz zentrale Werkzeuge für Kindergarten, Schule, Konsum und Unternehmen.

Im anschließenden Gespräch zwischen Dany und dem Leipziger Künstler Fabian Reimann wird unter anderem die Frage gestellt, ob man sich der verordneten Kommunikation durch Sprachlosigkeit der Regulation entziehen kann? Reimann geht in seinen Werken und Publikationen, wie z.B. im „Another Earth Catalog“ als assoziative Bildfolge, den Wechselspielen zwischen Utopien, Maschinen und Subjekten nach. Beide widmen sich mit unterschiedlichen künstlerischen Strategien ähnlichen Fragestellungen.
Weitere Informationen unter www.halle14.org/veranstaltungen.html. 


AKTION

Winterrundgang mit Benefiz-Auktion

Spinnerei-Künstler und Galerien unterstützen HALLE 14 mit Bilderspende

Sa, 11. Januar, 16 bis 18 Uhr
Die Bilder sind bereits ab dem 9. Januar in der HALLE 14 einzusehen

 

 

 



Dieser Winter wird heiß: Wenn die Galerien der Leipziger Baumwollspinnerei am 11. Januar 2014 zum traditionellen Winterrundgang einladen, dann sollten Kunstfreunde einen längeren Stopp in der HALLE 14 einplanen. Denn ab 16 Uhr sind Sammler und Kunstbegeisterte herzlich eingeladen, bei einer Benefiz-Auktion Bilder für eine  guten Zweck zu ersteigern. Versteigert werden rund 50 Werke, die von Künstlern und den in der Baumwollspinnerei ansässigen Galerien solidarisch zur Verfügung gestellt werden. Unter den Hammer kommen beispielsweise Arbeiten von Matthias Weischer, David O’Kane, Tilo Baumgärtel, Hans Aichinger, Sebastian Speckmann, Ricarda Roggan, Henriette Grahnert, KAESEBERG, Jochen Plogsties, Johannes Rochhausen und Edgar Leciejewski. Der Auktionskatalog wird ab dem 20.12.2013 online auf www.halle14.org zu finden sein. Der Erlös der zum Aufruf kommenden Werke wird den Projekten der HALLE 14 zufließen.


KUNSTVERMITTLUNG

Kunstvermittlungsprogramm erhält begehrten Medienpreis

“The Sound of Greed – Auf der Suche nach dem Klang der Habgier”


Das macht Mut: Unser Kunstvermittlungsprogramm wurde vor zwei Wochen in Dresden mit dem begehrten Medienpädagogischen Preis der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) und des Sächsischen Kultusministeriums geehrt. Am 25. November nahmen die beiden Kunstvermittlerinnen Ina Nitzsche und Paula Kanefendt die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie „Bestes außerschulisches Medienkompetenzprojekt“ aus den Händen von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth entgegen. Der Medienpädagogische Preis zeichnet Medienprojekte aus, die auf kreative und nachhaltige Weise den jeweiligen Teilnehmern einen kritischen, reflektierten und selbstbestimmten Medienumgang vermitteln. In diesem Jahr wählte die Jury in den Kategorien „Bestes außerschulisches Medienkompetenzprojekt”, „Bestes schulisches Medienkompetenzprojekt” und „Bestes multi-/crossmediales Medienkompetenzprojekt” aus 62 Einsendungen insgesamt sieben Preisträger aus. Die HALLE 14 erhielt die Auszeichnung für das Projekt: „The Sound of Greed – Auf der Suche nach dem Klang der Habgier”.

Über das Projekt: Greed – zu deutsch: Habgier, aber auch Heißhunger, Geldgier, Habsucht, Raffgier: Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 17 Jahren der International School Leipzig, dem Friedrich-Schiller-Gymnasium und der Rahn Schule Leipzig erstellten in drei Workshops in der Ausstellung To Have and Have Not der HALLE 14 digitale Klang-Collagen. Wichtige Unterstützung erhielten die Workshop-Teilnehmer von der Medienkünstlerin Anna Schimkat. Am Ende der Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Klang-Collagen vorstellen, die sich jeweils eigenständig im Feld zwischen narrativen Klang-Geschichten und abstrakten Stücken positionieren. Die Ergebnisse wurden im Herbst in einer Sendung auf Radio Blau ausgestrahlt.


KUNSTVERMITTLUNG

Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung

Eröffnung: Sa, 11. Januar


Bereits zum 19. Mal fand der Wettbewerb zur Kinder- Jugendkunstausstellung statt. Bis zum 8. November konnten Kinder - und Jugendliche bis 18 Jahre ihre Arbeiten abgeben. Ob in der Schule gezeichnet, in der Freizeit fotografiert oder in einem Kurs gemalt: die Bandbreite der Einsendungen ist jedes Jahr sehr groß. Das Projekt wird vom Kulturamt der Stadt Leipzig veranstaltet. Die Projektleitung hat der Haus Steinstraße e.V. Eine Jury, bestehend aus dem Kreis der Veranstalter sowie der freien Kunstszene, bewertet nun die Werke. Alle Nominierungen werden in verschiedenen Kulturhäusern der Stadt Leipzig präsentiert. So auch in der HALLE 14. Hier sind ab dem 11. Januar rund 30 Nominierungen zu bewundern.


KUNSTVERMITTLUNG

100 Jahre Mädler-Passage!

Ausstellung zum Malwettbewerb "... auf gepackten Koffern"

27. Januar bis 8. Februar in der Mädler-Passage


Seit Oktober veranstaltet die HALLE 14 einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Unter Anleitung des Leipziger Malers Sebastian Burger erstellten Leipziger Schülerinnen und Schüler 35 eigene Gemälde zum Thema „...auf gepackten Koffern". Projektfinale ist eine Ausstellung aller Werke in den Schaukästen neben den Läden in der Mädler-Passage. Eine Jury wählt dann aus allen Nominierungen in den Altersklassen 10 bis 14 Jahre und 15 bis 18 Jahre jeweils einen Preisträger aus. Außerdem wird vor Ort der Publikumspreisträger gekürt. Alle Preisträger gewinnen einen Koffer mit allem, was man zum Malen braucht! 


KUNSTVERMITTLUNG

Pflanzen pflanzen – Kunst in Kübeln

"Gärtnern im städtischen Raum"


Wächst Kunst? Kann man Kunst ernten? Mit diesen und ähnlichen Fragen startete im Oktober 2013 das Kunstvermittlungsprojekt „Pflanzen pflanzen – Kunst in Kübeln“, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler des Horts der 46. Grundschule Leipzig gemeinsam mit Studierenden der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät Leipzig Strategien des Urban Gardening kennen lernen und selbst ausüben.

Bis Sommer 2014 kommen die Schülerinnen und Schüler und die Studierenden regelmäßig in die HALLE 14 und widmen sich dem Thema „Gärtnern im städtischen Raum“. Dabei werden sie durch den eigenen Anbau von Pflanzen in ihrer unmittelbaren Umgebung eine völlig neue Perspektive auf Kunst, Ernährung und biologische Prozesse erlangen und den städtischen Raum auf spielerische und kreative Weise mitgestalten. Bisher erkundeten die Kinder die Gartenanlagen der Initiative für zeitgenössische Stadtentwicklung AnnaLinde. Weiterhin entdeckten sie wild wachsende essbare Pflanzen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld und beschäftigten sich in der Ausstellung „The Politics and Pleasures of Food“ der HALLE 14 mit Werken der zeitgenössischen Kunst.


STUDIOPROGRAMM

Rückblick auf das Open Studio von Rafram Chaddad (IL/TN)


Am 28. November 2013 fanden die Aufenthaltsstipendien von drei internationalen Gastkünstlern der HALLE 14 ihren Abschluss.

Der in Israel und Tunesien lebende Rafram Chaddad war der Stipendiat der HALLE 14 und Teilnehmer der Ausstellung „The Politics and Pleasures of Food“. In Leipzig realisierte er sein Projekt „Black Swan“, für das er auf zwei kreisrunden Beeten in der Ausstellung Gerste als Rohstoff für dunklen Couscous wachsen ließ. Im Open Studio reichte der Künstler und Begründer der israelischen Slow-Food-Bewegung dunklen Couscous mit einer Fischsoße an die Besucher und Besucherinnen. Da es Chaddad immer um das soziale Moment geht, konnte man parallel zum gemeinschaftlichen Essen auch Tischtennis spielen und drei neue Videos betrachten: In „shibolet“ (2013) singt ein Männerchor ein hebräisches Bauernlied über den Gerstenanbau. In den zwei weiteren Videos kann man eine Köchin bei der Zubereitung von Couscous und einen Koch beim Frittieren der Fladenbrotspeise Brik beobachten.


STUDIOPROGRAMM

Rückblick auf das Open Studio von Jaroslav Kysa (SK)


Der derzeit in London lebende slowakische Künstler Jaroslav Kysa hat sein Leipzigstipendium vom Košice Artist in Residence Programm (Košice2013) erhalten. In der Vergangenheit hat Kysa häufig mit subtilen, performativen Eingriffen im öffentlichen Raum verborgene Aspekte des Ortes, ob historisch oder alltäglich, offengelegt. In Leipzig nutzte er sein Studio, um verschiedene Objekte zu erschaffen, die sich mit dem Potenzial von Kunst und Erinnerung auseinandersetzen. Diese präsentierte er unter dem Motto „There is nothing more invisible than a monument“, das er einem Aufsatz des Schriftstellers Robert Musil entnommen hatte. Ein Blatt Papier war getränkt mit Tränen, die Kysa beim Versuch, eine Dokumentation über Europas dunkle Vergangenheit ohne zu blinzeln zu schauen, vergoss. Ein Element als pars pro toto für ein ehemaliges Denkmal und ein Stein als Metapher für aktuelle Unruhen in Europa schwebten ruhelos. Ebenfalls ruhelos rollte ein Ring auf einem Sockel, während eine in einen anderen Sockel eingelassene, sich drehende Kugel es unmöglich machte, etwas oder jemand darauf zu platzieren.


STUDIOPROGRAMM

Rückblick auf das Open Studio von Tony Franz (DE)


Tony Franz war der diesjährige Heimspiel-Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Die Zeichnungen des Künstlers, der an der Hochschule für bildende Künste Dresden studiert hat, sind von seltener malerischer Dichte und skulpturaler Plastizität geprägt. Rein typografische Wortmarken, abstrakte Muster, cineastische Moment- und Werbeaufnahmen mögen Life-Style-Magazinen entlehnt sein. Er zeigte in seinem Studio neue und ältere Arbeiten.



KUNSTBIBLIOTHEK

Eine moderne Weihnachtsgeschichte

Buchtipp für den Dezember


Im Dezember sei Ihnen, passend zur Adventszeit, das Künstlerbuch „Rope Dancer Falling in Love“ der Schriftstellerin Ulla Mothes und der Baumwollspinnerei-Künstlerin Anija Seedler ans Herz gelegt. Um Hochseiltanz und Fahrradfahren, Freiheit und Bindung, Leichtigkeit und Bodenhaftung sowie kitschige Weihnachtskugeln rankt sich die besinnliche Liebesgeschichte des Paares Maria und Josch. Getragen wird die Erzählung von den Leichtigkeit und Poesie versprühenden Aquarellen der Künstlerin Anija Seedler. Eine wunderschön illustrierte moderne Weihnachtsgeschichte, deren ausführliche Besprechung Sie unter den Büchertipps www.halle14.org/bibliothek/buechertipps.html finden. Einsehen kann man das Buch von Dienstag bis Freitag 11 bis 18 Uhr in der neuen „Büchertipp-Leseecke“ in der Kunstbibliothek.


WÜNSCHE

Frohe Weihnachten und einen wunderbaren Start ins Neue Jahr 


Dies ist der letzte Newsletter in diesem Jahr. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um uns ganz herzlich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung zu bedanken. Wir freuen uns auf ein neues HALLE 14-Jahr mit Ihnen!

Stressfreie Vorweihnachtstage, ein frohes Fest und einen guten Start ins Neue Jahr!
Ihr HALLE 14-Team 

 


HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
officeØhalle14.org
www.halle14.org

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