INHALT

AUSSTELLUNG: PAUSE THE PULSE: PORTRAIT OF ACCRA
SYMPOSIUM: HOW TO SURVIVE? - STRATEGIEN DER REVITALISIERUNG MIT KUNST UND KULTUR
VORSCHAU: KUNST DES BUCHHALTENS

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Abb.: G. W. Kofi Dawson, Nohanoha, 2009/10, Foto: Claus Bach

NEUE AUSSTELLUNG

PAUSE THE PULSE: PORTRAIT OF ACCRA

co-kuratiert von Kofi Setordji (Accra, Ghana)

22. Oktober bis 19. Dezember 2010
Eröffnung: Do, 21. Oktober 2010, 18 Uhr
Öffnungszeiten: Di-So, 11-18 Uhr

 


Kofi Agorsor, Olaniyi Rasheed Akindiya aka Akirash, Bernard Akoi-Jackson, Kwadwo Ani, G. W. Kofi Dawson, Akwele Suma Glory, Tei Mensah Huagie, Nii Obodai, Jennifer Opare-Ankrah, Larry Otoo, Wilma Kiener + Dieter Matzka + Alpha Yahaya Suberu, Jens Jarisch 

Die Ausstellung Pause the Pulse: Portrait of Accra mit zeitgenössischen Künstlern aus Ghana und Deutschland zeigt in Momentaufnahmen aus Malerei, Installation, Performance, Foto, Film und Objektkunst ein aktuelles, kritisches, kaleidoskopisches Stadtporträt Accras, das sich mit den Visionen und Defiziten der pulsierenden, facettenreichen ghanaischen Viermillionenmetropole an der afrikanischen Atlantikküste, mit der sozialen Verantwortung und den Möglichkeiten des Künstlers in seiner Heimatstadt sowie dem Potenzial von Kultur und Kunst als netzwerkförderlichem Verständigungswerkzeug auseinandersetzt. 

Inwieweit erkennt der Künstler, dass er als gesellschaftsverändernder Akteur die Handlung im sozialen Organismus der Stadt als modellierfähigem und formbarem Gebilde, das visuell, haptisch, akustisch und thermisch erfahrbar ist, übernehmen kann? Auf welche Art analysiert, diagnostiziert, konserviert der Künstler das Wesen seiner Stadt, nimmt ihr Alltagsleben auf Straßen und Plätzen, in den Nachbarschaften der Wohnviertel und in den Hütten und Palästen der Familien wahr? Welche Bezüge sucht und findet der Künstler zu Accra, jenem Schmelztiegel beinahe aller in Ghana vertretenen Ethnien, wenn es darum geht, dessen Puls vorübergehend zu unterbrechen („to pause the pulse“), zu stoppen, einzufrieren, auszusetzen, einzufangen? Wie hält er Veränderungen, Entwicklungen, Unstimmigkeiten, Probleme, Widersprüche und Dissens im urbanen Verhandlungsraum fest zwischen den Gated Communities in Trasacco Valley, muslimischen Communities und der Vorhölle Sodom und Gomorrha, zwischen Tro-Tro-Fahrt, Straßenhandel und Highlifemusik, zwischen George-W.-Bush-Motorway und Akumajay Community Park Jamestown? Wie fokussiert, dokumentiert, fixiert, reflektiert, verkörpert er seine Eindrücke? 

Der umtriebige, mit der Kunst verschworene, in Accra lebende Maler, Fotograf und Bildhauer Kofi Setordji (*1957) ist Co-Kurator der Ausstellung. Er gründete und betreibt das ArtHAUS „Art is life“ mit privatem, selbst finanziertem Atelierprogramm und Druckwerkstatt in Agbogba am Nordrand Accras. Seit 2009 ist er gemeinsam mit Odile Agyare auch Gründer und Betreiber der Nubuke (Morgenrot) Foundation im Stadtteil East Legon. Setordij wurde weltweit spätestens 2002 mit seiner Installation „Genocide“ als Reaktion auf den Völkermord in Ruanda bekannt. Er möchte demnächst ein Gegenwartskunstmuseum aufbauen, hat in Afrika wie Europa jahrzehntelang Erfahrungen als Künstler wie Kurator gesammelt, ist in der Künstlergemeinde Accras anerkannt und mit der Kunstlandschaft Accras bestens vertraut.

Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Ausstellungen

 

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Abb.: Stefanie Bühler, Feldweg (Leipzig), Installation, Ausstellung "Von der Unbestimmtheit" (2008), HALLE 14, Courtesy of Galerie Birgit Ostermeier, Berlin, Foto: Claus Bach

SYMPOSIUM

HOW TO SURVIVE?

Strategien der Revitalisierung mit Kunst und Kultur

Mo, 25. Oktober 2010, 19 Uhr
Eröffnungsrede mit Raoul Bunschoten, Architekt und Urbanist, Büro CHORA

Di, 26. Oktober 2010, 9:30 bis 18:30 Uhr
10:30 bis 12 Uhr - Panel Gentrification
14 bis 15:30 Uhr - Panel Energy Balance
16 bis 17:30 Uhr - Panel Governance


mit Claus Anderhalten, Anderhalten Architekten, Berlin, Daniela Brahm, ExRotaprint gGmbH, Berlin, Marko Brumen, Pekarna, New Times New Models, Maribor (SI), Kerstin Faber, Stiftung Bauhaus Dessau, Sandy Fitzgerald, Olivearte, Dublin (IE), Lia Ghilardi, Noema Research and Planning Ltd, London (UK), Freddy Paul Grunert, ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Stefan Rettich, KARO Architekten, Leipzig, Ulrike Sitte, Gängeviertel e. V., Hamburg, Thyra Veyder-Malberg, Journalistin, Leipzig, Werner Wiartalla, ufaFabrik Berlin e. V.  u. a.

Die Wiederbelebung leer stehender Fabrikgebäude und -gelände durch alternative Kulturzentren, Kunsträume, Künstlerateliers, subkulturelle Projekte und andere Zwischennutzungskonzepte konnte bereits in vielen europäischen Städten zur Aufwertung von Stadtvierteln beitragen und die Attraktivität von Städten steigern. Diese Erkenntnis veranlasst Kommunalpolitik und Stadtverwaltungen, die sogenannte Creative Class mit unterschiedlichen Steuerungsinstrumenten zu unterstützen und zu stimulieren. Kann das, was oftmals informell, spontan und ungeregelt – also von unten nach oben (bottom-up) – entstand, auch von oben nach unten (top-down) initiiert und geplant werden? Was könnten diese unterschiedlichen Ansätze voneinander lernen? Welche strukturellen, ökologischen und urbanen Strategien verlangt die Verstetigung von Umnutzung und Aufwertung?

In diesem öffentlichen Symposium diskutieren Fachleute aus den Bereichen Kunst und Kultur, Architektur, Ökologie und Soziologie, Stadtplanung und Stadtentwicklung Entwicklungstendenzen und Chancen von Revitalisierungsmaßnahmen sowie nachhaltige Überlebensstrategien für private und öffentliche Kulturzentren. Personen mit Interesse an Stadtentwicklung und Kultur sind ebenso eingeladen wie ExpertInnen aus Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung, Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie VertreterInnen von Stadtverwaltungen, öffentlichen Kultureinrichtungen und privaten Initiativen. 

Das Symposium findet im Rahmen des Projektes SECOND CHANCE – From Industrial Use to Creative Impulse statt, das vom EU-Programm CENTRAL EUROPE kofinanziert wird. Der SECOND-CHANCE-Projektpartner HALLE 14 in der Leipziger Baumwollspinnerei ist Organisator und Veranstaltungsort des Symposiums. Das Thema Revitalisierung mit Kultur hat hier bereits Tradition: Die Wiederbelebung der HALLE 14 als gemeinnütziges Kunstzentrum begann im Jahr 2002 mit dem internationalen Symposium Wie Architektur sozial denken kann.

Ausführliches Programm und weitere Informationen auf unserer Webseite unter Veranstaltungen








Abb.: Steffi Jüngling, brütt, 2005

VORSCHAU

Die Kunst des Buchhaltens

5. November bis 19. Dezember 2010
Eröffnung: 4. November 2010, 18 Uhr

Ni Haifeng (CN), Steffi Jüngling (DE)


Weitere Informationen auf unserer Webseite unter Bibliothek

Gefördert durch




HALLE 14
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
fon +49 341 4924202
fax +49 341 4924729
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www.halle14.org

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