Laufende Projekte

DE-DE-RON oder der Stoff, aus dem die DDR war!

Dauer: 21. bis 27. Juni 2018

Eröffnung Abschlusspräsentation: Mittwoch, 27. Juni 2018

DDR – welche Bedeutung haben diese drei Buchstaben für Leipziger Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren? Während der Ausstellung »Requiem for a Failed State« beschäftigt sich eine Klasse der Helmholtzschule mit der Erinnerung an einen Staat, den sie selbst nie erlebt hat, der jedoch in den Erinnerungen der Eltern und Großeltern und verschiedenen Orten und Objekten fortlebt. Während des Kunstprojekts setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Projekttagen mit den Folgen und Nachwirkungen des Staates DDR auf die Gegenwart auseinander, erkunden die Ausstellung in der HALLE 14 und verleihen ihrem Forschungsprozess künstlerischen Ausdruck. Unterstützung erhalten sie dabei von der Künstlerin Olga Grigorjewa und der Kunstvermittlerin Ina Nitzsche. Auch Zeitzeugen, wie ehemalige Fabrikarbeiterinnen der Baumwollspinnerei, Streetart-Künstler oder Skater der ersten Stunde nehmen die Jugendlichen mit in ihre Erinnerungen an die Zeit der frühen 1990er Jahre, um persönliche Bezüge zum Thema aufzubauen und erste Fragestellungen zu entwickeln. Mit dem Besuch des Archiv Massivs der Spinnerei, mitgebrachten Objekten aus der Zeit der DDR, nachgestellten Fotografien, imaginierten Geschichten zu Objekten vollziehen die Schüler den Transformationsprozess nach. Anschließend werden Materialexperimente mit dem Stoff Dederon durchgeführt. Dieses Material steht wie kein anderes für das sozialistische Alltags- und Arbeitsleben.

Die Experimente führen zu einer Gemeinschaftsarbeit, welche in einer Ausstellung in den Räumen des Kunstvermittlungsprogramms am 27. Juni 2018 präsentiert wird.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

In aufwändigen Langzeitprojekten entwickelt das Team der Kunstvermittlung kreative und pädagogische Strategien zur Aneignung von und Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und gesellschaftlich relevanten Themen. Diese werden in Kooperation mit Schulen und Künstlern sowie regelmäßig auch in Kooperation mit dem Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig und anderen lokalen Initiativen durchgeführt. Lehrer, Vereine und Initiativen haben somit die Möglichkeit, mit uns gemeinsam an Inhalten und Gestaltung der Projekte zu arbeiten und diese auf ihre eigenen Schwerpunkte und Arbeitbereiche abzustimmen. 

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