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ANTIMUSLIMISCHER RASSISMUS

Abb.: Feriel Bendjama, We, They, I, 2011; Foto: Walther Le Kon, 2019

Öffentlicher Workshop in Kooperation mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften

Freitag, 14. Juni 2019, 9.30 - 15 Uhr (mit Mittagspause)
Anmeldung bis 12. Juni 2019 an kunstvermittlungØhalle14.org

Auf welche Weise kann eine Kunstausstellung zum Abbau von antimuslimischem Rassismus beitragen und welche Spannungsverhältnisse sind hierbei relevant? Dieser Frage soll im Workshop mit Anna Sabel und Thomas Blum vom Bundesmodellprojekt »Vaterzeit im Ramadan« mit Blick auf unsere aktuelle Ausstellung nachgegangen werden. Nach einer inhaltlichen Einführung in das Thema Antimuslimischer Rassismus werden hierzu in einer gemeinsamen Ausstellungsbegehung ausgewählte Momente aus der Ausstellung »Vergessene Aufklärung. Unbekannte Geschichten über den Islam in der zeitgenössischen Kunst [1]« miteinander in den Blick genommen und aus einer rassismuskritischen Lesart perspektiviert.

Weitere Informationen zum Projekt und den Referent*innen unter Vaterzeit in Ramadan [2]

Puzzle der Unendlichkeit

Eine Rauminstallation zum Mitmachen in der aktuellen Ausstellung

Ornamentik ist ein zentraler Bestandteil islamischer Kunst. Verschachtelte Sternfomen, Rechtecke, Rauten und gezackte Linien - die Zusammensetzung kleiner Bestandteile und ihrer symmetrischen Anordnung, begründen die Schönheit dieser Muster. Eine Aktualisierung dieser Kunsttradition in neuen Medien ist in den Arbeiten der britischen Künstlerin Zarah Hussain in der Ausstellung zu erleben.

Schon im 10. Jahrhundert schrieben islamische Mathematiker umfangreiche Manuskripte über ein Muster dessen Zentrum ein 10-zackiger Stern bildet, dem sogenannten Girih-Muster. Der amerikanische Physiker Peter Lu sieht in dieser geometrischen Konstruktion die mögliche Vorwegnahme von Erkenntnissen der modernen Mathematik.

Unser Kunstvermittlungsprogramm lädt Jung und Alt in der aktuellen Ausstellung »Vergessene Aufklärungen. Unbekannte Geschichten über den Islam in der zeitgenössischen Kunst« dazu ein, sich mit dem Girih-Muster zu beschäftigen. Die Besucherinnen und Besucher legen ein eigenes Muster und Wirken an der Entstehung eines umfassenden Bodenpuzzles mit, das sich immer wieder neu zusammensetzt.

Information für Bildungseinrichtungen

Let´s Puzzle

Besuchen Sie unser Kunstvermittlungsangebot mit ihrer Schulklasse, Hort - oder Freizeitgruppe. Wir bieten Tagesworkshops mit dem Ghiri-Puzzle für bis zu 20 Personen an. Für individuelle Anfragen wenden Sie sich bitte an: kunstvermittlungØhalle14.org [3]

Zeichenzirkel mit Anna Kempe

Foto: Anna Kempe, Vor dem Ausgehen, 2016

Mai bis Juni 2019

Jeden Donnerstag, 9., 16., 23., 30. Mai & 6., 13., 20., 27. Juni 2019
Zeit: 16.30 bis 18 Uhr
Teilnahmegebühr: 6 € / erm.: 3 €

Der Zeichenzirkel der HALLE14 öffnet einen Erfahrungsraum im Feld zeitgenössischer Kunst für alle die gerne zeichnen oder es lernen möchten.  Angeleitet von professionellen Künstler*innen aus Leipzig ermöglicht er einen offenen Austausch über das Medium der Zeichnung. Es werden verschiedene Techniken ausprobiert. Mal näher am traditionellen Begriff des Zeichnens, mal weiter davon entfernt. Alle acht Wochen wechselt die künstlerische Leitung des Zeichenzirkels.

Anna M. Kempe studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Malerei. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit sind Erinnerungen. Ausgehend von persönlich erlebten Momenten und Situationen entwickelt sie in ihren großformatigen Aquarellen Figurenszenen, die Tableaus sozialer Konstellationen sind. Die Beziehungen und Verhältnisse der Figuren konstituieren sich dabei in den Zwischenräumen und Binnenformen, der spröden Nutzung der zarten Aquarellfarbe und einem situativen Stillstand.