Seit 2002 wird die HALLE 14 zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst entwickelt. Sanierung und Umnutzung der Flächen geschehen prozesshaft.
Nachdem die Halle fünf Jahre lang im "Rohzustand" mit Projekten und Aktivitäten bespielt wurde, ermöglichten Stiftung Federkiel und HALLE 14 e.V. im Jahr 2007 die Entwicklung eines Nutzungskonzepts sowie erste Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen wie das Besucherzentrum, das im Erdgeschoss der HALLE 14 entsteht.
Bisher sind ca. zwei Drittel der Bruttogeschossfläche genutzt. In den nächsten Jahren werden weitere Flächen der 20.000 m² großen Produktionshalle mit neuen und erweiterten Nutzungen erschlossen.
Inhalte dieser Seite:
Aktuelle Sanierungsmaßnahmen
Nutzungskonzept der HALLE 14
Abgeschlossene Baumaßnahmen
Aktuelle Sanierungsmassnahmen

- Foto: Denis Bury
Quantensprung für die HALLE 14: Der 3. Bauabschnitt läuft
Der Traum einer sanierten, langfristig nutzbaren HALLE 14 geht endlich in Erfüllung. Bis Anfang 2012 wird das Kunstzentrum in umfassenden Bauarbeiten infrastrukturell erschlossen.
Zwölf Gewerke - Beräumung, Abbruch, Sandstrahlarbeiten, Rohbau, Trockenbau und Sprinkeranlage sowie Türenbauer, Fließenleger, Maler, Schlosser, Elektriker und nicht zuletzt Sanitär- und Heizungsinstallateure - arbeiten seit August 2012 auf den fünf Etagen der HALLE 14. Sie bringen die lang ersehnte Gebäudesanierung zu Ende, die mit Dach- und Fassadensanierung im Jahr 2009 begonnen wurde. Zudem wird der Ausbau der Flächen weitgehend abgeschlossen. Für das Kunstzentrum HALLE 14 bedeutet diese umfangreiche Baumaßnahme einen enormen Fortschritt, denn sie ermöglicht sämtliche erforderlichen Genehmigungen und die Ansiedlung weiterer Ausstellungsflächen (u.a. für Kunstsammler), Atelierräume und Kunstlager.
Zu verdanken ist dieser Meilenstein einer umfangreichen Förderung aus dem Stadt-Land-Bund-Programm Stadtumbau Ost und großzügiger Förderung der HALLE-14-Eigentümerin, der Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH. Die Fördermittel sind allerdings an die enge Zeitschiene von fünf Monaten Bauzeit gebunden. Erfreulicherweise hat diese Auflage das Planungsbüro quartier vier, mit dem wir seit 2007 zusammenarbeiten, nicht abgeschreckt, sondern motiviert. Erst in diesem Jahr wurde quartier vier für das Depositum, ein Schaulager für den Künstler Erwin Wortelkamp, mit dem Architekturpreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Zeitgleich zum 3. Sanierungsabschnitt entstehen im Rahmen unseres EU-Projektes Second Chance derzeit elf Ateliers für unser Stipendienprogramm Studio14 sowie für Förder- und Kooperationsprojekte.
Während der umfassenden Baumaßnahmen läuft der Ausstellungs-, Bibliotheks-, Kunstvermittlungs- und Veranstaltungsbetrieb weiter! Im Dezember 2011 z. B. das Bibliotheksprojekt For the Record und die Ausstellung What Happened to God?
Wir freuen uns sehr über das Wachstum und die nachhaltige Entwicklung der HALLE 14. Im fertig sanierten Kunstzentrum zeigen wir im Jahr 2012 - das sei jetzt schon verraten - die Ausstellung "Mit krimineller Energie - Kunst und Verbrechen im 21. Jahrhundert" und das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt "Über den Dilettantismus".
Nutzungskonzept
Aufgrund der Geschossfläche von 4.000 m² und den enormen Fensterflächen sieht das Nutzungskonzept für die HALLE 14 eine Unterscheidung von extensiv und intensiv genutzten Räumen vor. Letztere liegen an- und übereinander, um Beheizbarkeit zu ermöglichen und um dabei die verbrauchsabhängigen Kosten in einem zu bewältigenden Maß zu halten. Während in den oberen Stockwerken vermehrt extensive Nutzungen vorgesehen sind, überwiegen in den unteren Stockwerken die intensiv genutzten Zonen.
Das Dach der HALLE 14 ist nun saniert. Geplant ist eine Gestaltung der weiten Grünflächen, damit sie wieder für Ausstellungen und Veranstaltungen des HALLE 14 e.V. und seiner Partner genutzt werden kann. Weitere Information: Dach der HALLE 14
Im 3. Obergeschoss wurden von 2003 bis 2008 die Ausstellungen der Stiftung Federkiel bzw. des HALLE 14 e.V. gezeigt. Im Zuge der Dachsanierung wurde die Ausstellungsfläche ins Erdgeschoss verlegt. Die umfangreichen Wandkonstruktionen im 3. OG wurden bereits teilweise zurückgebaut. Die Konzeption für eine neue Nutzung wird ab 2010 in Angriff genommen.
Das 2. Obergeschoss beherbergt die Partner der HALLE 14, Columbus Art Foundation und Universal Cube. Auf einer dritten Partnerfläche ist bisher noch das Kunstlager der Sammlung Federkiel untergebracht.
Voraussichtlich ab 2011 entstehen im 1. Obergeschoss Ateliers für das angestrebte Stipendiatenprogramm der HALLE 14 und für ausländische Partnerinstitutionen. Eine Veranstaltungsfläche steht im vorderen Bereich der Fläche für Anmietungen zur Verfügung.
Im Erdgeschoss befindet sich das Besucherzentrum. Es beherbergt einen Informationsbereich, die Bibliothek der HALLE 14, einen Kursraum des Kunstvermittlungsprogramms Kreative Spinner und das Büro. Im hinteren Teil dieses Stockwerks ist im Frühjahr 2009 die neue Ausstellungsfläche des HALLE 14 e.V. entstanden, als Raum im Raum. Dem ersten Kubus soll später ein zweiter entgegen gesetzt werden. Der Entwurf für die Gestaltung der Fläche stammt vom Kim Wortelkamp und Hauke Herberg | quartier vier.
Der Keller stellt Lager- und Werkstattflächen zur Verfügung.
Abgeschlossene Baumaßnahmen

Neuer Kursraum für Kreative Spinner
Die stets zunehmenden Kooperationen unseres Kunstvermittlungsprojektes mit Leipziger Schulen verlangten schon eine ganze Weile nach einem größeren Kursraum. Dieser ist im Jahr 2010 im Erdgeschoss des ehemaligen Frauenwaschhauses der HALLE 14 entstanden. Der Raum ist zweistöckig und hat insgesamt 390 m². Die Geschosse sind über eine Treppe miteinander verbunden. Von einer Galerie in der oberen Etage blickt man ins untere Geschoss. Die großen Rundbogenfenster geben dem Raum eine helle, ansprechende Atmosphäre.
Im Rahmen der Ausbaumaßnahmen des Kursraums wurden alte Einbauten abgerissen. Strom, Licht, Wasserleitungen und Heizung werden installiert sowie Wände und Decken teilweise verputzt und gestrichen. Der behutsame Umgang mit der historischen Industriearchitektur war uns dabei ein Anliegen. Der Raum bietet Platz für Einzel- und Gruppenarbeitsplätze, Lese- und Studierecken sowie Stauraum für die Arbeitsmaterialien. Es ist eine Werkstatt entstanden, die konzentriertes Arbeiten ebenso ermöglicht wie das freie Entwickeln und das experimentelle Umsetzen von künstlerischen Ideen.
Planung und Bauleitung für den Kursraum wurden von unseren Architekten Kim Wortelkamp und Hauke Herberg (quartier vier, Leipzig) ausgeführt.
Gefördert durch

Außenhautkur und neue Rundbogenfenster
für die HALLE 14
Von Juli bis November 2009 folgte bereits der zweite Sanierungsabschnitt der HALLE 14. Mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Stadt Leipzig konnte in den letzten Monaten die Fassade instandgesetzt werden. Marodes Ziegelwerk wurde ersetzt und altersschwache Fugen gekittet. Außerdem wurden im Rahmen dieser Bauarbeiten kaputte Fensterscheiben und einige Außentüren erneuert sowie über ein Dutzend fehlender Fenster rekonstruiert.
Nach der Sanierung des Daches ist dies bereits der zweite Meilenstein in der nachhaltigen Sicherung der denkmalgeschützten ehemaligen Spinnereihalle und für die artgerechte Umnutzung als gemeinnütziges Kunstzentrum.
Wir freuen uns sehr über diesen Fortschritt in der Sanierung und bedanken uns herzlich bei allen Förderern und Ausführenden.
Bildergalerie: Ausstellungsfläche
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Der neue Ausstellungsraum der HALLE 14
Wegen der Sanierung des Daches konnte 2009 die Ausstellungsfläche im 3. Obergeschoss nicht mehr genutzt werden. Der HALLE 14 e.V. nutzt die Situation, um seine Ausstellungsfläche ins Erdgeschoss zu verlegen. Der Entwurf für die Gestaltung der Fläche stammt vom Kim Wortelkamp und Hauke Herberg | quartier vier.
Im Erdgeschoss der HALLE 14 entstand im Winter 2009 unter Hochdruck der neue Ausstellungsraum des HALLE 14 e.V. Am 30. April 2009 wurde darin die erste Ausstellung TERRA NULLIUS - Zeitgenössische Kunst aus Australien (1.5. bis 26.7.2009) eröffnet.
Dem ersten Raum soll später ein zweiter entgegen gesetzt werden.
Das Dach der HALLE 14
Die Dachsanierung ist nun abgeschlossen: Das Dach der HALLE 14 wurde vollständig und denkmalgerecht saniert. Die Baumaßnahme wurde vom städtebaulichen Förderprogramm Stadtumbau Ost und der Agentur für Arbeit gefördert.
Jahrelang war das Dach der HALLE 14 an unzähligen Stellen undicht. Die Sanierung des Dachs war die Voraussetzung für die weitere Nutzung der HALLE 14 mit zeitgenössischer Kunst. Seit August 2009 ist die Baumaßnahme nun abgeschlossen. Das Dach ist dicht!
Dank umfassender Förderung durch die Stadt Leipzig mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost und durch die Arbeitsgemeinschaft Leipzig sowie mit Unterstützung der Eigentümerin und Bauherrin, der Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH, konnte dieser Meilenstein erreicht werden. Die Sanierung wurde durchgeführt von der Firma Kunert Dächer und Bau GmbH in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro quartier vier (Planung und Bauleitung) und der LESG, Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH (Personalmanagement). Allen an der Dachsanierung Beteiligten danken wir nochmals herzlich. Nach der Sanierung mutet das Dach nun dank des tapfer wachsenden Schnittlauchs wieder wie eine große Wiese an. Die Fläche soll auch in Zukunft wieder als Veranstaltungs- und Ausstellungsfläche genutzt werden. Ein Entwurf für die Gestaltung liegt bereits vor.
Das Besucherzentrum der HALLE 14 ist Anlaufstelle für Besucher der HALLE 14 und des Geländes, Veranstaltungs- und Kommunikationsort sowie interner Knotenpunkt der HALLE 14. Es befindet sich im Erdgeschoss der HALLE 14 und beherbergt einen Informationsbereich, einen Projektraum sowie die Büros der HALLE 14. Die Projekte Bibliothek und Kreative Spinner haben im Besucherzentrum eigene Bereiche. Im Herbst 2009 entstand ein dreistöckiger Loungebereich als Kommunikationsplattform und Publikumstribüne.
Der Entwurf des Besucherzentrums stammt von dem Künstler Tilo Schulz und von Kim Wortelkamp vom Leipziger Planungsbüro quartier vier. Bauherren des Besucherzentrums sind die Stiftung Federkiel und der HALLE 14 e.V. gemeinsam mit dem Kunststoff e.V. Leipzig.
Unterstützer des Besucherzentrums
Finanziert wurde das Besucherzentrum von der Stiftung Federkiel und mit Mitteln aus dem Strukturfondsprogramm INTERREG IIIC der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprojekts SMART (VIP – Visit Individual Places of Creativity and Art) der Aufbauwerk Region Leipzig GmbH.
Die Hörmann KG, die Lafarge Gips GmbH und die Firma Tisca Tiara haben für das Bauprojekt dankenswerterweise Material gesponsort. Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Den Unternehmen Karl Ahmerkamp GmbH & Co. KG, H+S Haustechnik Böhlen GmbH, DS Doerffer Sandstrahltechnik Leipzig GmbH, Lando Rohr GmbH, Estrich & Bodensysteme Roschinsky, ASB GmbH, Sunline Deckenstrahlungsheizungen GmbH, Sikoserv Andreas Lorenz, M. Bremer sowie Bau+Farben Kontor Leipzig danken wir für ihr Entgegenkommen und ihre kreativen Lösungen.
Gefördert durch:
Unterstützt durch:








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