Kulturelle Revitalisierung im transnationalen Austausch

Foto: Claus Bach

Vor wenigen Wochen erreichte uns die finale Zusage der Europäischen Union (EU) auf Förderung des Projektes Second Chance. In transnationaler Zusammenarbeit mit neun Partnern aus fünf mitteleuropäischen Städten befasst sich die HALLE 14 in den nächsten dreieinhalb Jahren mit besonderen Aspekten der kulturellen Umnutzung von Industriestandorten.

Die Initiative HALLE 14 beschäftigt sich seit Beginn mit den Chancen und Prozessen der Revitalisierung von ehemaligen Industriearealen. Das Symposium Wie Architektur sozial denken kann im Jahr 2002 ist der prominenteste Zeuge dieser Auseinandersetzung. Durch die Wiederbelebung mit Projekten zur zeitgenössischen bildenden Kunst trat die HALLE 14 damals in die lange und spannende Tradition der kulturellen Umnutzung ein. Mit dem Projekt Second Chance trägt sie im transnationalen Austausch mit ihren Partnern zum Fortschreiben dieser Tradition bei.

Diese Partner sind das Arsenale-Gelände in Venedig (IT), der St. Lawrence Distrikt in Kraków (PL), die alte Fahrradfabrik ROG in Ljubljana (SI) und das AEG-Gelände in Nürnberg. Die Stadt Nürnberg ist federführend verantwortlich für das Projekt und die Aufbauwerk Region Leipzig GmbH hat koordinierende Funktion.

Die Erarbeitung nachhaltiger Management- und Finanzkonzepte sowie Public-Private-Partnership-Modelle für jeden Standort sind ebenso vorgesehen wie die Weiterentwicklung tragfähiger Nutzungskonzepte und die Umsetzung von Pilotprojekten. Im 1. OG der HALLE 14 sollen sechs Ateliers gebaut werden, die u.a. für unser geplantes Stipendiatenprogramm zur Verfügung stehen.

Gesamtbudget des Projektes sind 2,88 Millionen Euro. Von den 425.000 Euro Bugdet für die HALLE 14 sind 75% EU-Zuschüsse.

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